Der Parkplatz mit Neuwagen voll, doch Autos kaufen will gerade niemand. Das bekommt das Autohaus Peter in Nordhausen voll zu spüren. Verkaufsgespräche führt Vertriebsleiter Jörn Bierwisch nur selten.
"Das merken wir, dass speziell die ältere Kundschaft im Moment sehr, sehr verunsichert ist und lieber keine Entscheidung trifft als die falsche Entscheidung", sagt Bierwisch.
Die Autoindustrie ist in der Krise und das hat mehrere Gründe. Wie lange genau es den Verbrenner noch geben wird, ist ungewiss. Außerdem ist Ende 2023 die Umweltprämie für Elektroautos ausgelaufen – es fehlen die Anreize, ein neues Auto zu kaufen. Zwar ist die Zahl der Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2024 um fünf Prozent gestiegen, das aber nur in Deutschland. Im weltweiten Wettbewerb schmieren die deutschen Autobauer ab.
"Die deutschen Automobilhersteller sind einem hohen Innovations- und Preisdruck ausgesetzt. Und der ist nicht zuletzt verursacht natürlich durch die chinesischen Automobilhersteller, die an Marktmacht gewonnen haben." sagt Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft.
Da bleibt den deutschen Autobauern nur eines: Kosten sparen. Hier in Zwickau bei VW sollen deshalb bis zu 1000 Jobs wegfallen. So auch der von Petr Fenes. "Ich weiß auch nicht, wie es dann weitergeht, nachdem ich hier wieder rausflieg", sagt der Montagewerker.
Bürokratieabbau, niedrigere Energiepreise und Subventionen - all das könnte helfen. So würden wieder neue Kaufanreize entstehen. Das wünscht sich auch das Autohaus Peter.