Noch immer liegt Grillkohle auf dem Rasen. Der Blitzeinschlag ist deutlich zu erkennen.
David Meyer-Wilmes, RTL-Reporter: "Die Familie verbringt einen schönen Sommernachmittag in diesem Park in Delmenhorst, als es plötzlich heftig regnet. Sie flüchten sich unter diese Eiche, denken sie sind in Sicherheit, doch dann schlägt plötzlich ein Blitz ein."
Camper in unmittelbarer Umgebung beschreiben den Moment des Einschlags so.
Walter Schaum, Rentner: "So einen Knall habe ich nie gehört. Wir haben schon viele Gewitter erlebt. Wir werden 81 dieses Jahr. Ich habe jede Menge Gewitter erlebt, aber so was noch nicht. Das klang wie eine Militärübung..."
"Es ist schon beängstigend so was. Aber das sind Naturgewalten", erzählt ein Passant.
Nur Minuten später sind Rettungskräfte vor Ort, ein fünfjähriger Junge und ein 14-jähriges Mädchen sind lebensgefährlich verletzt, müssen reanimiert werden. Sie werden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen. Auch drei weitere Kinder, die Eltern und ein Bekannter der Familie werden verletzt in Kliniken gebracht.
Die Feuerwehr appelliert, bei heftigem Regen oder starken Gewittern sofort in ein Gebäude oder Fahrzeug zu flüchten.
Tom Kramer, Pressesprecher Kreisfeuerwehr Oldenburg: "Wenn dies nicht möglich ist und man wirklich schlagartig von einem Gewitter überrascht wird, dann ist es die beste Alternative, sich möglichst kleinzumachen, also in die Hocke zu gehen. Hinlegen auf dem Boden flach ist eine schlechte Idee. Möglichst in die Hocke, Füße ganz nah beieinander. So eng wie es geht, den Kopf schützen."
Knapp 150 Kilometer nordöstlich von Delmenhorst, in Quickborn in Schleswig-Holstein, bekommen die Bewohner die Unwetterfront auch zu spüre. Weil das Wasser binnen kürzester Zeit aus den Kellern nach oben in die Wohnungen steigt, holen Helfer Betroffene heraus. In den Tiefgaragen schwimmen die Autos.
Thomas Beckmann, Bürgermeister Quickborn: "In unserer Stadt war quasi die Badeanstalt in der gesamten Innenstadt. Nur, dass es nicht so spaßig war."
Verletzt wurde in Quickborn zum Glück niemand.
Anders als auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugpsitze, südwestlich von Garmisch-Partenkirchen. Dort waren laut Polizei drei junge Männer aus NRW unterwegs - einer wird vom Blitz getroffen und stirbt leider noch vor Ort.