Bei sonnig heißem Wetter ist das kühle Wasser eines Badesees für viele verlockend. Dass es ENDET, wie bei dieser Übung gestern am Fühlinger See in Köln simuliert, will niemand. Schülerin Sophie hat vor einigen Jahren den Ernstfall erlebt und als Elfjährige einen Vierjährigen aus dem Wasser gezogen, der nicht mehr atmete.
„Und als er dann das erste Mal wieder Geräusche von sich gegeben hat, ist mir wirklich ein Stein vom Herzen gefallen. Ich war sehr glücklich darüber, dass es eben doch so gut gelaufen ist."
Keine Selbstverständlichkeit. Noch nie gab es in Deutschland so viele tödliche Badeunfälle wie im vergangenen Jahr : 411. Ein großes Problem laut DLRG. Selbst erfahrene Schwimmer schätzen die Gefahren UNTER WASSER falsch ein:
Strömungen, die einen mitreißen.
Abbruchkanten, also das Wasser wird plötzlich mehrere Meter tief.
UND es gibt extreme Temperaturschwankungen.
„Die Wasseroberfläche ist schön warm. Ich springe ins Wasser, springe aber direkt in die zweite oder dritte Sprungschicht, wo es dann mal ganz schnell sieben Grad haben kann und nicht die oberste Sprungschicht, die sich aufgewärmt hat“
Der von der Sonne gewärmte Körper bekommt einen Schock. Und auch mit selbst kleinen Mengen Alkohol im Blut sollte man nie ins Wasser. UND
„Wenn ich in die Situation komme, dass ich sehe, dass jemand droht zu ertrinken, zählt jede Sekunde. Das heißt auf sich aufmerksam machen, Notruf absetzen."
Dass wir alle beim Schwimmen aufeinander achten, hilft am meisten, sagt die DLRG, denn Menschen ertrinken oft STILL. Dass sie schreiend um Hilfe wedeln, sei ein Mythos.