Die Mordwaffe, der Kleinwagen des Täters, wird am Abend abtransportiert. Mit dem Ford Fiesta ist der 40-jährige Alexander S. um kurz nach 12 Uhr durch die Fußgängerzone der Mannheimer Innenstadt und in eine Gruppe Passanten gerast. Zwei Menschen sterben, elf werden verletzt. Noch Schlimmeres hat wohl ein Taxifahrer verhindert. Afzal Muhammad verfolgt den Täter mit seinem Auto, treibt ihn in die Enge - sein Chef erzählt uns:
Jürgen Schwarz, Taxizentrale Mannheim: "Der Täter ist dann mit seinem Auto kurz gegen eine Wand geprallt. Und er ist dann sofort ausgestiegen, hat eine Waffe gezogen und geschossen, allerdings nicht auf das Taxi."
Die Polizei kann den deutschen Täter stellen. Schwerverletzt kommt er ins Krankenhaus. Er hatte sich mit einer Schreckschusspistole in den Mund gegossen und konnte noch nicht vernommen werden.
Romeo Schüssler, Oberstaatsanwalt: "Nach bisherigen Erkenntnissen können wir ausschließen, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelt. Wir haben vielmehr konkrete Anhaltspunkte auf eine psychische Erkrankung des Täters."
In seiner Wohnung in Ludwigshafen sucht die Polizei nach weiteren Hinweisen. Alexander S. war schon in der Vergangenheit straffällig geworden. Wegen Körperverletzung und Trunkenheit am Steuer. Die Taten liegen allerdings lange zurück.