Sie lernt ihre große Liebe bei der Arbeit kennen. Doch als die Beziehung nach 14 Monaten zerbricht, hat Callista aus Berlin mehr als nur Liebeskummer. Denn das Herzrasen, das danach auftritt, ist so schlimm, "dass es für mich teilweise wirklich so war, als ob er mir das Herz rausreißt. Ich habe teilweise richtiges stechen im Brustkorb gefühlt und war komplett überfordert"
Die ansonsten gesunde Frau kann sich zunächst nicht erklären, woher die extremen körperlichen Beschwerden wie Herzrasen, Rückenschmerzen und Schwindel kommen.
"Ich hatte das Gefühl, ich sterbe bald. Ich hatte wirklich das Gefühl, ich überlebe das gar nicht"
Denn beim Broken Heart Syndrom, das zu 95 Prozent Frauen trifft, ähneln die Symptome denen eines Herzinfarkts. Emotionaler Stress sorgt im Gehirn dafür, dass bestimmte Hormone aktiviert werden. Diese steigern den Blutdruck und die Herzfrequenz.
Außerdem wird das limbische System aktiviert - das Zentrum für Emotionen und das wirkt ebenfalls auf die Aktivität des Herzens.
So war es wohl auch bei Callista aus Berlin. Über Monate steckt sie in einer toxischen Beziehung - mit physischer und psychischer Gewalt.
"Ich habe wirklich teilweise so eine Angst gehabt und war so überforder, dass ich mich, ich weiß noch bei eins zwei Konflikten wirklich schon so auf den Boden gehockt habe, mir die Ohren zugehalten habe und einfach die ganze Zeit meinte 'hör auf, hör auf, hör auf'."
Als sie es schließlich schafft, sich von ihrer vermeintlich großen Liebe zu trennen, machen sie das Erlebte und der Liebeskummer krank.
"Ich habe Therapiestunden gehabt, ich habe Physiotherapie gehabt, ich habe wirklich richtig ärztliche Hilfe bekommen, weil es mir nicht gut ging"
Eine Behandlung und Erholung vom Broken Heart Syndrom ist vielversprechend. Inzwischen geht es auch der Berlinerin wieder besser.