Diese Bilder gingen um die Welt. Eine hochschwangere Frau wird schwer verletzt aus den Trümmern getragen. Russische Truppen haben zuvor eine Entbindungsklinik in Mariupol bombardiert. Die Zerstörung ist verheerend.
OT Timur Marin, Chirurg
"An diesem Tag (9. März), als die Entbindungsklinik getroffen wurde, wurden drei Frauen hierher gebracht. Eine von ihnen befand sich in einem kritischen Zustand, in einem Schockzustand mit einem gequetschten Becken und einer abgelösten Hüfte. Während wir sie wiederbelebten und gegen den Schock behandelten, führten wir einen Kaiserschnitt durch und holten ihr lebloses Kind heraus. Mehr als 30 Minuten Wiederbelebungsmaßnahmen brachten keine Ergebnisse. Auch die mehr als 30-minütigen Wiederbelebungsmaßnahmen bei der Mutter führten zu keinem Ergebnis. Beide starben."
Unfassbar: Der russische Botschafter bei den Vereinten Nationen und die russische Botschaft in London bezeichneten diese Bilder als "Fake News".
Doch es gibt auch einen Lichtblick: Nur einen Tag nach dem verheerenden Luftangriff bringt Mariana Vishegirskaya ein gesundes Mädchen zur Welt. Nur Stunden vor der Geburt musste sie noch Putins Bombenhagel ertragen.
OT Mariana Vishegirskaya, Mutter
„Wir lagen in den Krankenzimmern, als Glas, Rahmen, Fenster und Wände auseinanderflogen. Wir wissen nicht, wie es passiert ist. Wir waren auf unseren Stationen und einige hatten Zeit, sich zu bedecken. Einige nicht.“
Dann hallen plötzlich Schreie durch den Raum. Wieder ist ein gesundes Baby zur Welt gekommen. Die neugeborene Alan weint, genau so wie ihre Mutter und auch das medizinische Personal wischt sich die Tränen aus den Augen.