In der umkämpften Stadt Mariupol soll die russische Armee einen Luftangriff auf eine Entbindungsstation geflogen haben. Asche regnet vom Himmel. Helfer tragen eine hochschwangere Frau aus den Trümmern. Etliche Menschen, teilweise hochschwangere Frauen, werden verletzt. Drei Menschen kommen offenbar ums Leben.
OT Wolodymyr Selenskyj, Präsident Ukraine
"Ein Angriff auf eine Entbindungsklinik ist ein letzter Beweis dafür, dass ein Völkermord an Ukrainern stattfindet."
Angesichts dieser Bilder aus Mariupol dürfte es keine zwei Meinungen geben. Doch die russische Seite im Form von Außenminister Lawrow weist die Vorwürfe des Angriffs auf die Klinik in Mariupol als Falschmeldung zurück.
OT Lawrow, Außenminister Russland
„Wir haben erklärt welche Maßnahmen unsere Armee vor Ort übernimmt, um das Schicksal der Zivilbevölkerung zu lindern, die zum Großteil zu Geiseln wurde. Sie werden von den sogenannten Freiwilligen-Corps dafür genutzt und für die sogenannte territoriale Verteidigung als lebendige Schutzschilde.“
Laut Lawrow soll die beschossene Geburtsklinik als Stützpunkt der nationalistischen Asow-Miliz verwendet worden sein. Beide Seiten beschuldigen sich also weiter gegenseitig. Eine Waffenruhe ist nicht in Sicht. Das Sterben und die Vertreibung aus der Heimat gehen erbarmungslos weiter. Zu Lasten vieler unschuldiger Frauen und Kinder.