Olivenöl ist in Spanien fast immer die erste Zutat in der Pfanne. Aber auch die Köche hier hadern mit den Preisen. „Bisher haben wir für alle unsere Gerichte das hochwertigste Öl verwendet, aber durch den Preisanstieg mussten wir das ändern. Einige Rezepte brauchen kein so geschmacksintensives Öl, deswegen nutzen wir da dann welches von geringerer Qualität“, sagt Restaurantbesitzer David Corbi D‘Alessandro.
Europaweit sind die Preise für Olivenöl stark gestiegen. Bei uns in Deutschland mussten Verbraucher im Juli 45 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Das Problem: Die Trockenheit in Südeuropa hat zu massiven Ernteausfällen geführt. An den Olivenbäumen einer Farm im Süden Spaniens sind die Blüten teilweise schon vertrocknet, bevor sich überhaupt Früchte bilden konnten. Fachleute und viele der Olivenbauern machen den Klimawandel dafür verantwortlich. „Es regnet in Südspanien schon wenig, aber immer noch ausreichend für die Olivenbäume, etwa bis 500 Millimeter pro Jahr. Wenn wir in Zukunft von jährlich gerade mal 200 Millimetern ausgehen, ist es ohne zusätzliche Bewässerung unmöglich, hier noch zu produzieren“, sagt Olivenöl-Produzent Rafael Alonso Barrau.
Immerhin Für dieses Jahr rechnen die spanischen Olivenbauern mit einer besseren Ernte, vorausgesetzt, das Wetter spielt weiter mit. Entspannen dürfte sich der Preis für Olivenöl aber so schnell nicht. Wer sparen will, kann auf günstigere Alternativen ausweichen: Die Verbraucherzentrale empfiehlt Rapsöl und Sonnenblumenöl zum Kochen und Lein- und Walnussöl für kalte Gerichte.