30 Jahre nach Skandal-Affäre: Monica Lewinsky rechnet mit Ex-Präsident Bill Clinton ab
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Monica Lewinsky wird vor genau 30 Jahren ungewollt zur berühmtesten Praktikantin der Welt - durch ihre Affäre mit Präsident Bill Clinton. Seitdem fühlt sie sich gemobbt, erniedrigt, gehetzt! Und jetzt? Erzählt sie IHRE Geschichte.
Das alles erregt Monica Lewinsky noch immer: "...NICHT einen jun-gen Menschen, der gerade seine ersten Schritte in der Welt macht, vor den Bus zu werfen." Und wie könnte es auch nicht?! Schließlich beginnt für sie vor 30 Jahren UNGE-WOLLT ein neues Leben. SEINETwegen: "Ich hatte keine sexuelle Beziehung mit dieser Frau." Als Monica Lewinsky im Juni 1995 ihr Praktikum im Weißen Haus beginnt, hält sie das noch für ihren KarriereSTART. Aber: es wird der Anfang vom Ende, als ihr Boss nur wenige Monate später an-fängt mit ihr zu flirten. Der damals mächtigste Mann der Welt, Bill Clinton, beginnt eine Affäre mit seiner Praktikantin. Die doch eigentlich nur ihren Job machen will. Aber was hätte sie tun sollen? Er ist 49. Sie: 22. Ein Machtmissbrauch in jeglicher Hinsicht. Über den sie heute im Call her Daddy Podcast offen sprechen kann. Aber das war nicht immer so. "Die richtige Art und Weise, mit einer solchen Situation umzugehen, wäre gewesen, zu sagen, dass es niemanden etwas angeht und zu-rückzutreten, oder einen Weg zu finden, im Amt zu bleiben, ohne zu lügen." Über MONATE leugnet er die Beziehung. Denn für den damaligen Präsidenten der USA steht viel auf dem Spiel. Er ist verheiratet. Könnte nicht nur seine Frau, sondern auch sein Amt verlieren. Aber das passiert nicht, obwohl er die Affäre zugibt. SIE bleibt die Böse, die alles abbekommt. Verspottet wird, gemobbt. Ungewollt in die Öffentlichkeit gezerrt. Bis zu zwölf Artikel täglich erscheinen damals über sie. Klar, prägt das einen Menschen, erzählt Monica Lewinksy in einem früheren Interview. "Es ist wichtig Verantwortung für Fehler zu übernehmen. Ich habe lange gebraucht das zu verarbeiten." Heute nutzt sie sogar die Schublade, in die sie immer gesteckt wurde. Die 51-Jährige setzt sich als Aktivistin gegen Häme und Hetze im Internet ein. Sie hat einen eignen Podcast und hält Re-den zum Thema Empowerment. Denn inzwischen weiß sie: "Ich glaube, es gab so viele Kollateralchäden für die Frauen meiner Generation, zu sehen, wie eine junge Frau auf der Weltbühne an den Pranger gestellt wurde, wie sie zerrissen wurde. Wegen meiner Sexualität, meiner Fehler, wegen allem." Heute mit 51 Jahren sitzt sie hier und fordert ihr Leben zurück. Das immer geprägt sein wird von dieser Affäre. Aber heute sieht sie es als Chance. Nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere.
