Bunte Luftballons. Strahlende Kinderaugen. Ausgelassene Stimmung. Und eine lustige Idee, die tödlich endet. Als einige Gäste plötzlich anfangen, das Helium der Ballons einzuatmen, möchte die 20-jährige Mutter das eigentlich nicht nachmachen. Um ihre Tochter zum Lachen zu bringen, lässt sie sich dann aber doch dazu überreden.
Christoph Specht, Arzt und Medizinjournalist: "In der Regel passiert beim Einatmen von Helium in geringen Mengen aus einem Luftballon nichts. Außer eben die Erhöhung der Stimmlage, die dadurch zustande kommt, dass eben im Helium die Schallwellen schneller wandern können. Und deswegen geht die Frequenz nach oben."
Das Problem ist aber, wenn man zu viel Helium in der Lunge hat. Die junge Mutter aus Neuseeland soll das Gas direkt aus der Flasche eingeatmet haben.
Christoph Specht, Arzt und Medizinjournalist: "Helium in der Lunge ist allerdings ein Problem, weil dort verdrängt es den Sauerstoff. Sehr viel Helium strömt ein, verdrängt den Sauerstoff und dann kann man innerlich ersticken, ohne dass man es wirklich merkt."
Und im Falle der jungen Mutter kommt es kommt noch schlimmer: Während die 20-Jährige einen Zug aus der Gasflasche nimmt, dreht ein Partygast das Ventil auf einmal weiter auf.
Christoph Specht, Arzt und Medizinjournalist: "Tödlich war hier ganz offensichtlich die Menge Helium, die in kurzer Zeit eingeströmt ist. Und das hat natürlich auch mit dem Druck zu tun. Die Person hat ja offensichtlich aus der Gasflasche direkt geatmet und da ist der Druck viel, viel höher als aus dem Luftballon Das dürfte das große Problem gewesen sein."
Nur eine Stunde, nachdem die junge Mutter das Helium eingeatmet hat, wird sie für tot erklärt.Die Retter konnten nichts mehr für sie tun.