Schilder warnen Wanderer in den rumänischen Karpaten vor Braunbären: Nicht zu nahe kommen, keinesfalls füttern, niemals wegrennen. 8.000 Bären sollen allein hier leben und viele kennen keine Scheu mehr vor den Menschen. Sie vertreiben Waldarbeiter, spielen in Gärten
plündern Mülltonnen.
Jörn Ehlers, WWF Deutschland: "Da spielt eine Rolle, dass der Wald extrem abgeholzt wird. Das heißt, der Lebensraum, der ursprüngliche Lebensraum für den Bären wird kleiner. Die gehen dann auch in bewohnte Gegenden und es kommt öfter zu Zusammenstößen."
Um die Menschen zu schützen, werden in Rumänien pro Jahr 220 Braunbären geschossen. Nachdem jetzt eine 19-jährige Wanderin getötet wurde, soll die Abschussquote auf 500 Tiere pro Jahr erhöht werden.
In Europa leben Braunbären vor allem in Rumänien, in Schweden, in Kroatien und nur etwa 100 in Südtirol. Doch hier, in der Provinz Trentino, hat jetzt ein Bär einen 47-jährigen Jogger an Armen und Beinen schwer verletzt.
In der gleichen Region hatte Bärin Gaia im April vergangenen Jahres ebenfalls einen Jogger angefallen und getötet. Sie wurde gefangen und nach hitziger Diskussion über ihren Tod, von einem Gericht begnadigt und in ein Tiergehege gebracht.
Bärenspuren im Schnee und zwei tote Schafe hatten im April auch in den bayerischen Bergen die Angst vor den Braunbären wieder erwachen lassen.
Landrätin Indra Baier-Müller aus dem Oberallgäu fordert sogar eine BÄRENPOLIZEI, um auffällige Bären zu vertreiben oder zu töten.
Doch das Umweltministerium in München reagiert zurückhaltend: Es gäbe derzeit keinen belastbaren Nachweis für einen Bären in Bayern.