Nach 37 Stunden Fahrt sind sie endlich am Ziel. 33 Waisenkinder aus Mariupol kommen jetzt in Ostwestfalen unter.
OT David Albrecht, Malermeister
"Die haben gar keinen. Die haben nur ihre Betreuer. Allein dieser Schicksalsschlag ist schon hart genug. Und dann kommt auch noch Krieg dazu. Ich glaube, die Kinder haben es einfach verdient hier hin zu kommen und von uns so gut wie möglich betreut zu werden.“
Auf die Kinder wartet ein neues Zuhause auf Zeit. Die 40 Helferinnen und Helfer tun alles, damit sich die Waisen in Deutschland wohl und sicher fühlen.
OT David Albrecht, Malermeister
„Ich bin ja selber Familienvater, ich habe zwei Kinder und ich sehe das so, wenn ich jetzt nicht helfe – es kann uns ja auch irgendwann mal treffen und wer geht uns dann helfen, wenn wir selber nicht helfen wollen.“
Und dafür packen alle mit an. Sogar ein Fußballverein! Denn der Reisebus ist der offizielle Mannschaftsbus vom 1. FC Lokomotive Leipzig.
OT David Albrecht, Malermeister
„Unser Ziel war ja, dass gesamte Kinderheim hier unter zu bringen, dass die Kinder nicht auseinander gerissen werden. Die sind ja alle traumatisiert. Jetzt unterwegs, die haben uns Geschichten erzählt, was sie alles gesehen haben. Die sind sechs Jahre alt, die können nichts dafür, für den ganzen Krieg. Und die haben Sachen gesehen, da kriegste Tränen in den Augen. Wieso muss ein Kind so etwas sehen? Das sollte nicht sein im 21. Jahrhundert“ (4’54)
Das Schicksal der Unschuldigsten könne man nicht einfach ausblenden, meint David Albrecht.
OT David Albrecht, Malermeister
„Das macht schon etwas mit einem, wenn man das so sieht. Die haben ja keinen, die können sich an gar keine Schulter anlehnen. Wenn du dir das anguckst und denkst, ich hatte immer eine Mutter, an deren Schulte ich mich anlehnen konnte. Das kann man nicht beschreiben. Traurig, dass es so gekommen ist. Aber wir werden alles dafür geben, dass sie es hier jetzt besser haben.“
Und das so lange die Kids in Deutschland bleiben. Ziel sei es, dass die Kinder irgendwann wieder zurück in ihre Heimat nach Mariupol können. Angesichts der brutalen Zerstörung durch Putins Armee scheint dieser Traum jedoch in weiter Ferne.