Silvester in Südholland an der Küste verbringen - das war der Plan von Familie Fäth aus der Nähe von Heidelberg. Auf Kleinanzeigen werden Sabrina und ihr Mann Jannis auf die Unterkunft De Duinen 104 aufmerksam. 1048 Euro für sieben Nächte in diesem gepflegten Ferienhaus – für die vierköpfige Familie – ein gutes Angebot! Da sie über Kleinanzeigen schon öfter gebucht haben, wittern sie auch hier keine Gefahr! Und auch auf Google Maps scheint das Haus zu existieren!
OT Jannis Fäth
Und das hier ist auch tatsächlich das vermeintliche Ferienhaus!
Der Schriftverkehr mit der vermeintlichen Vermieterin „Marianne Berger“ wird von Kleinanzeigen auf eine andere Webseite umgeleitet und via Mail weitergeführt. Die Vermieterin antwortet schnell und zuverlässig. Familie Fäth bucht das Haus.
OT Sabrina
hier war es jetzt halt dadurch, dass es so kurzfristig war. Am 1200 13. Dezember für den 28. Dezember haben die halt gleich gesagt bitte dann die komplette Summe, dann ist es auch für euch reserviert.
Kurz vor Anreise dann der Schock: Die Buchung der Familie wird storniert. Die Begründung: Die gebuchte Ferienunterkunft sei plötzlich doppelt belegt. Nachdem Familie Fäth das Geld nach einer Woche nicht zurückerstattet bekommen hat, versuchen sie die Homepage erneut aufzurufen – diese ist plötzlich offline. Jannis recherchiert weiter und findet heraus:
OT Jannis Fäth
Also hinter der Frau Berger stehen keine wirklichen Personen. Das haben wir recherchiert.
Zwar gibt es das Ferienhaus in Südholland wirklich – doch das Foto der vermeintlichen Vermieterin und die Bilder des Ferienhauses wurden einfach gestohlen und gespiegelt. Jetzt ist klar: sie sind auf eine Fake-Anzeige reingefallen. Später erfahren sie – sie nicht die Einzigen.
Laut dem RTL-Verifizierungsteam führt die Spur der Betrüger nach Island - an sie heranzukommen – gerade unmöglich! Wie perfide die Betrüger beim Scam vorgegangen sind – beweist auch die extra erstellet Website. Diese Überprüfen kann man jedoch so:
OT Burak Kahraman
Die Bilder würde ich dann auch überprüfen über die Suchmaschinen, einmal über die Bilder, Rückwärtssuche sozusagen. Wir überprüfen in der Hoffnung, dass wir dasselbe Bild auf anderen Plattformen auch wiederfinden. Und wenn wir es auf anderen Seiten finden, dann ist die Wahrscheinlichkeit schon höher, dass die Kleinanzeigenbilder geklaut wurden.
Kleinanzeigen hat den Account der betrügerischen Anzeige am 24. Dezember 23. gesperrt – doch wie kann man sich als Kunde selbst schützen?
OT Pierre Du Bois/Pressesprecher Kleinanzeigen
Ganz zuvorderst muss man sagen nie hetzen lassen und bestenfalls auch die Kommunikation auf der Plattform halten plus idealerweise den persönlichen Kontakt suchen, weil den vermeiden Betrüger in aller Regel doch eher.
Familie Fäth hat bei der Polizei, Anzeige gegen unbekannt erstattet. Durch einen Aufruf bei Kleinanzeigen haben sich mittlerweile 14 betroffene Familien in einer WhatsApp Gruppe zusammengefunden. Familie Fäth und die anderen wollen sich dafür einsetzten, dass nicht noch weiter Meschen auf die gleiche Masche reinfallen.