Das hier ist das Auto von Tanja Vetter, die wir später kennenlernen werden. Erstmal aber treffen wir ihn. Einen Storch aus der Nachbarschaft. Und der hackt auf Autos rum.
Und hier kommt Tanja Vetter, sie hatte das Hacken gehört. Und als sie zum Auto kam, war´s schon passiert.
Ja, warum macht der Vogel das. Fragen wir einen, der sich mit Störchen auskennt. Und der ahnt, wo das Problem liegt. Warum der Storch gerade ganz glänzende Autos so aggressiv angeht.
Knallhartes Konkurrenzdenken. Und ein tragisches Missverständnis. Denn der Storch sieht in allen Spiegelflächen mögliche Mitbewerber. Auch im glänzenden Abluft-Rohr auf dem Dach. Ein schwacher Trost für inzwischen mehrere schnabel-Geschädigte im Ort. Tanja Vetter bleibt auf rund 5000 Euro Schaden erstmal sitzen.
Doppeltes Pech für die Studentin. Denn wenn sie eine Vollkasko-Versicherung hätte, würde der Schaden wahrscheinlich ohne juristischen Streit übernommen. Und bei den meisten anderen Störchen wäre erst gar nichts passiert.
Vielleicht ist er ja kurzsichtig. Oder besonders heißblütig. Man weiß es nicht. Aber: vielleicht verschont er die Karosse künftig sogar. Denn der Storch hackt nicht nur. Er klappert auch. Möglicherweise, so könnte man meinen, hat er sich ein bisschen in sein Spiegelbild – verliebt.