Apple-Chef Tim Cook rührt bei der Vorstellung der neuen und aktualisierten Produkte mal wieder kräftig die Werbetrommel. Muss er auch, schließlich steigt der Konzern deutlich später als die Konkurrenz in das Geschäft mit der Künstlichen Intelligenz ein.
Dazu bekommt das Flagschiff, das neue iPhone 16, neben einem schnelleren Prozessor auch einen seitlichen Knopf verpasst. Damit sollen Nutzer mittels KI mehr über ihre Umgebung erfahren, oder schneller zwischen Fotos und Videos hin- und herwechseln können.
Nutzer aus Deutschland werden aber erstmal nicht in den Genuss der Apple-KI kommen – wegen des Digitalgesetzes der EU hält der Konzern die Funktionen hier erstmal zurück.
"Man musste dieses Mal doch etwas suchen, auch die Kommentare hier in den amerikanischen Medien sehr verhalten. Die Preise für die neuen iPhone-Modelle bleiben auf dem Niveau der iPhone 15-Modelle. Das war aus Sicht der Wallstreet ein bisschen enttäuschend", sagt ntv-Wallstreetexperte Markus Koch.
Dafür hat ein anderes Apple-Produkt ein dickes Update bekommen: die Kopfhörer. Sie sollen künftig auch als Hörgeräte benutzt und für einen Hörtest eingesetzt werden können. Sie sollen den Markt aufmischen, da sie mit 279 Euro deutlich günstiger sind als klassische Hörgeräte. Daneben gibt es nun auch die Basis-Version der Airpods mit Geräuschunterdrückung.
Apple ist mit dem iPhone hinter Samsung die Nummer zwei im Markt, jedoch schwächelt das Geschäft in China, weil Konkurrent Huawei dort mit günstigeren Modellen den Markt aufmischt. Der Erfolg des iPhones ist für Apple unabdingbar: In den ersten neun Monaten war es für gut die Hälfte des Konzernumsatzes verantwortlich.