Gehaltsgespräche sind für viele mit negativen Gefühlen verbunden – vor allem bei Frauen. Und wenn es dann nicht klappt, kann man sich leicht entmutigen lassen. Dabei solle man sich mit der Antwort „Nein“ auf keinen Fall abspeisen lassen dürfen, betont Kommunikationscoach Imke Leith: "Ein Nein ist nicht das Ende einer Verhandlung“, sagt die Expertin. Stattdessen wolle man direkt sagen, wann man erneut über das Thema sprechen will: „Dein Gegenüber muss auch wissen: Ich komme wieder."
Vorbereitung ist da alles, sagt die Trainerin. Sich regelmäßig aufschreiben, welche Leistungen man erbringt. Und kurz vor dem Gespräch dann ausrechnen. Beim Wunschgehalt kann man auch gerne nach den Sternen greifen – man sollte aber auch wissen, wo die eigene Schmerzgrenze liegt.
Im Gespräch selbst ist eine ruhige Körperhaltung wichtig - und die Antwort auf die Frage: Was haben Sie sich denn vorgestellt? "Es ist wichtig, dass du genau in der Sekunde in die Augen schaust deines Gegenübers, deine Summe sagst und dich dann auch ein bisschen zurücklehnt und einfach nur sympathisch lächelst und das, was du gerade gesagt hast, nachhallen lässt. Ich nenne das die drei Sekunden Regel. Drei Sekunden nichts sagen," sagt Leith. Ein psychologischer Trick, denn so eine Pause zeigt dem Gegenüber, dass wir es ernst meinen.
Und es gibt noch mehr solcher Psycho-Kniffe, die auch unsere Expertin empfiehlt: Wer beim Gespräch ein blaues Oberteil trägt, wirkt ruhig und vertrauenswürdig.Außerdem ist der beste Tag zum verhandeln der Donnerstag, die beste Zeit: Morgens! "Ich machs noch konkreter: 10 Uhr. Weil 10 Uhr ist bekanntlich ein Peak wo wir alle konzentriert sind."
Am besten, Sie machen diesen Termin noch jetzt im Herbst aus – das ist nämlich auch für den Arbeitgeber ideal: „Weil man weiß was man an Geld übrig hat, an Budgets. Man macht so seinen Forecast fürs nächste Jahr. Der Kassensturz fängt an zu laufen." Und weil wir die Chefs ja nicht gleich verschrecken wollen, sollte man besser eine GehaltsANPASSUNG statt ERHÖHUNG fordern! Klingt dezenter, meint aber dasselbe: Ein dickes Plus auf dem Gehaltszettel!