Die Nase läuft, der Hals kratzt, die Augen tränen. Ilona und Michael haben es mit ihrer Pollenallergie aktuell besonders schwer.
"Ich bin morgens wach geworden war alles weg und ich hatte dann Angst gehabt, weil ich hatte, wirklich schon das Gefühl gehabt, dass auch der Hals richtig anschwillt."
"Auch die Haut leidet darunter. Das ganze Äußere. Man ist aufgedunsen, weil der Körper natürlich reagiert."
Aktuell fliegen jede Menge Pollen durch die Luft – und darauf reagieren rund 12 Millionen Deutsche allergisch.
"Allergien kommen dadurch zustande, dass der Körper bestimmte Stoffe als fremd erkennt und darauf entsprechend dann reagiert."
Wie heftig Ilona und Michael auf Pollen reagieren, halten sie mit einer Checkliste fest. Angefangen mit Nasenjucken.
"Für mich ist es jetzt eine Acht. Für mich ist es definitiv definitiv eine zehn."
"Ich krieg Nies-Attacken. Das heißt, ich kriege Anfälle von 20 bis 30 Niesern hintereinander."
"Augen jucken; Ja, da muss ich eine klare zehn angeben. Ehrlich gesagt, das schränkt mich selber ein."
Starke Beschwerden also!
Gegen die allergische Reaktion der Nase haben wir in Rücksprache mit dem Arzt 4 Produkte rausgesucht, die die beiden testen werden. In der Hoffnung auf Besserung!
Michael wird zwei Wochen lang ein Nasen-Gel für 6 Euro ausprobieren. Der erste Eindruck:
"Angenehm. Ja. Ja. Also, bis jetzt. Es ist frisches Luftholen. Ich merke aber auch, dass es in der Nase was bewirkt. Ich kriege besser Luft."
Das Gel legt sich wie eine Schutzschicht auf die Schleimhäute der Nase und verhindert deren Austrocknen. Dadurch wirkt es bei Heuschnupfen reizlindernd und beruhigend.
Alternativ dazu testet Ilona zwei Wochen lang ein Nasenspray das auch 6 Euro kostet. Aber wo ist der Unterschied zum Nasengel?
"Das Gel ist meist ein bisschen zähflüssiger und bleibt länger in der Nase."
VOR der Anwendung mit dem Nasenspray bekommt Ilona bei unseren Dreharbeiten kaum noch Luft. Aber dann…
"Sehr angenehm. Ich habe auch das Gefühl, dass das das auch mich ist oder so! Also sehr positiv. Ich bin sehr positiv überrascht."
Auch das Nasenspray baut in der Nase eine Schutzbarriere gegen die Pollen auf. Durch das Nasensekret, das der Körper wegen der Allergie vermehrt bildet, wird dieser Schutz aber auch schnell wieder abgetragen.
"Das Sekret was da ist, wird weitertransportiert in den Rachen, so dass man es sehr häufig anwenden müsste."
Heißt also: Spray und Gel können nur helfen, wenn man sie mehrfach am Tag benutzt. Wegen der natürlichen Inhaltstoffe
ist das laut Hersteller auch bedenkenlos möglich. Der Experte empfiehlt trotzdem: Wenn sich die Symptome nach 4 Wochen nicht bessern, lieber einen Arzt aufsuchen.
Außerdem wird Michael ein elektrisches Anti- Allergie-Gerät für 30 Euro testen.
"Nun ja, es fühlt sich nicht gerade angenehm an! Also ich bin ganz ehrlich, ich atme jetzt auch durch den Mund, weil ich jetzt durch die Nase gar keine Luft bekomme. Aber, aber, aber. Aber ich habe das Gefühl, es wird etwas warm."
Den Nasenstecker soll man zweimal täglich für 3 Minuten nutzen. Aber wie funktioniert der?
"Rotlicht und Infrarotlicht. Die Nase wird mit Sicherheit schön warm beziehungsweise das Gewebe da drin."
Das kann zum Abschwellen der Nasenschleimhaut führen und sorgt so für besseres Durchatmen.
Für Ilona gibt es außerdem einen Nasenfilter für 4 Euro. Und der stellt sie vor eine echte Herausforderung…
"Nee. Es bleibt nicht kleben. Erstmal bleibt es nicht kleben. Ich kriege keine Luft, so kann ich doch nicht rumlaufen!"
Eigentlich soll Ilona die Filter am besten den ganzen Tag tragen.
Ob das klappen wird? Zwei Wochen lang testen die beiden zuerst Spray und Gel und danach zwei Wochen lang Nasenstecker und Filter.
"Wenn ich ihn ausprobiere, habe ich die erste halbe Stunde ein richtig tolles, frisches Gefühl. Ich kann auch sehr gut durchatmen"
Aber wenige Tage später meldet sich Michael plötzlich SO:
"Meine Augenlider sind so angeschwollen, richtig dick."
Scheinbar reagiert Michaels Körper allergisch auf das Gel. Er muss die Anwendung abbrechen – auch wenn es ihm anfangs gut geholfen hat.
Ilona soll ihr Nasenspray im Akutfall anwenden, maximal 3x am Tag.
"Ich habe ja immer dieses Nasenspray parat und immer dabei. Für den Fall der Fälle, dass ich eine Nies Attacke bekomme und sprühe das eben. Und dann geht es für einen Moment allerdings nur."
Nach zwei Wochen sprühen, wagt sich Ilona als nächstes an die Nasenfilter.
"Ich kriege keine Luft. Ich hyperventiliere ja gleich, weil ich Angst habe zu ersticken. Ich muss das abmachen, ich kriege Kreislauf…Boah!"
Die Nasenfilter verstärken bei ihr die allergiebedingte Luftnot sogar noch. Ilona möchte sie nicht weiter nutzen.
Und auch Michael bleibt bei der Anwendung des elektrischen Anti-Allergie-Geräts die Luft weg.
"Ich habe hierdurch das, dass er in der Nase steckt. Natürlich massive Probleme mit dem Atmen. Atmen geht überhaupt nicht."
Aber hat die Infrarotstrahlung trotzdem einen positiven Effekt?
Nach vier Wochen treffen wir Michael und Ilona in der Praxis von Doktor Jörg Lutz wieder. Hier füllen sie nochmal unseren Fragenbogen aus. Das Ergebnis bei beiden: Ähnlich wie VOR unserem Test. Doch auch für sehr stark ausgeprägte Allergien gibt es Hilfe.
"Es ist dann auch zu empfehlen, eine als die Antihistamin zu nehmen. Eine Tablette abends und im nächsten Jahr kann man überlegen, eine Hypo-Sensibilisierung durchzuführen."
Immerhin: Bei leichteren Allergiesymptomen können Nasenspray- und Gel zumindest kurzfristig helfen.