Frauke Ludowig trifft Ex-Curvy-Star: 53 Kilo weniger! Martina Reuter und der Preis ihrer extremen Verwandlung
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53 Kilo weniger – und plötzlich passt das alte Leben nicht mehr. Nach ihrer radikalen Gewichtsabnahme verliert Moderatorin Martina Reuter die Jobs, mit denen sie jahrelang erfolgreich ist. Und auch körperlich ändert sich einiges. Ihre Brüste sind nicht mehr so wie früher. Ob sie da mit einer Beauty-OP nachhelfen würde? Die Antwort ist echt überraschend. Denn die 46-Jährige hat Pläne, und da spielt ausgerechnet Arnold Schwarzenegger eine Rolle.
Wer Martina Reuter treffen will, braucht Kondition. Das spürt unsere Moderatorin Frauke Ludowig sofort.
Martina Reuter: „Wir müssen das synchron machen. Ja, schon besser.“
Frauke Ludowig: „Ich muss aber sagen, ich habe heute schon eine Stunde Sport bei meinem Fitnesstrainer gehabt, und da habe ich genau diese Übung gemacht.“
Vor zwei Jahren hätte die Österreicherin so ein Training vermutlich nicht durchgezogen. Heute steht die ehemalige Curvy-Ikone sogar auf Bodybuilding-Bühnen.
Doch ihre krasse optische Verwandlung hat einen Preis.
Martina Reuter: „Auf Wienerisch würde man sagen: Waschlappen.“
Was die 46-Jährige damit meint? Sie wird es noch verraten.
Jahrelang verdient Martina Reuter ihr Geld mit ihren Kurven. 2022 wird die österreichische TV-Moderatorin mit eigenen Büchern und einer Plus-Size-Modekollektion zur Vorreiterin für Body Positivity. Ihre Botschaft: Liebe deinen Körper, so wie er ist.
Damals läuft es beruflich bestens. Privat sieht ihre Realität ganz anders aus.
Frauke Ludowig: „Das letzte Mal, als wir uns gesehen haben, hast du ganz anders ausgesehen.“
Martina Reuter: „Ich habe 125 Kilo gewogen. Ich hatte immer meine Kleider an, mit bunten Farben, vielen Mustern, und so habe ich das eigentlich kaschiert. Aber wenn ich am Abend nach Hause gegangen bin und mich ausgezogen habe und vorm Spiegel gestanden habe, dachte ich: So ganz schön ist das eigentlich nicht mehr.“
Ein Gedanke, der alles verändert. Denn zum ersten Mal beginnt Martina, sich intensiv mit ihrer Gesundheit zu beschäftigen.
Frauke Ludowig: „Was hast du gemacht?“
Martina Reuter: „Also, mein Geheimnis ist eigentlich eine Ernährungsumstellung. Ich habe keine Abnehmspritze genommen und ich habe nichts wegschneiden lassen. Ich habe angefangen, mich mit Ernährung zu befassen und habe die Ernährung umgestellt.“
Dazu kommen ein Gentest und ein Hormoncheck. Beides soll der zweifachen Mama zeigen, was ihr Körper wirklich braucht.
Martina Reuter: „Da ist bei mir rausgekommen: Wenn ich weiterhin so esse, dann bin ich schneller in den Wechseljahren, als ich mir das gewünscht hätte.“
Für die Moderatorin ein Warnschuss. Also zieht sie durch: jeden Tag Sport, Krafttraining, Monat für Monat. Und plötzlich passiert etwas, womit sie selbst nie gerechnet hätte. Innerhalb von 18 Monaten verliert sie mehr als 50 Kilo. Und mit dem neuen Körper kommt eine neue Sicht auf ihre alte Botschaft.
Frauke Ludowig: „Aber glaubst du, dass dieses ganze Thema Body Positivity und: ‚Lass uns so nehmen, wie wir sind, lass uns eben auch glücklich sein‘ ...?“
Martina Reuter: „Also, ich sage heute: Ich glaube keinem Menschen, der übergewichtig ist, dass er sich 100 Prozent wohlfühlt. Ich glaube es einfach nicht, weil ich es von mir selber auch wusste.“
Ein Satz, der nicht nur polarisiert, sondern sie beruflich teuer zu stehen kommt.
Frauke Ludowig: „Du hast tatsächlich auch etwas verloren, nämlich eine Kollektion. Ihr habt viele Jobs verloren. Erzähl, warum?“
Martina Reuter: „Ich habe durch meine Figur mein Business aufgebaut. Die Kunden sind dann zu mir gekommen und haben gesagt: ‚Du bist nicht mehr authentisch. Wie können wir hier nicht weiterarbeiten?‘ Ich habe auch Werbedeals verloren, sprich auch Geld. Ich hatte wirklich Existenzängste, wenn große Jobs wegbrechen.“
Die bittere Ironie: Die Frau, die durch ihre Figur bekannt wird, verliert nun wegen ihrer neuen Figur Aufträge. Zurück will Martina trotzdem nicht. Vielleicht auch, weil kurz darauf jemand in ihr Leben tritt: Fitnesscoach Vladi. Kennengelernt über Instagram. Das erste Date? Natürlich im Fitnessstudio.
Vladi: „Dann haben wir halt geschrieben und dann geschrieben, geschrieben. Und dann habe ich gesagt: ‚Du, ich gehe trainieren, du kannst mit mir trainieren.‘ So ähnlich war’s. Dann haben wir uns getroffen, im Fitnesscenter war unser erstes Date. Ganz einfach.“
Martina Reuter: „Und von dem Tag an waren wir zusammen.“
Vladi: „Sofort.“
Martina Reuter: „Sofort, ja.“
Heute leben die beiden als Patchworkfamilie mit insgesamt fünf Kindern – und das Fitnessstudio gehört längst zum Familienalltag.
Martina Reuter: „Unsere Zeit verbringen wir zusammen im Fitnessstudio. Mein Sohn ist da, meine Tochter auch.“
Aus „nur“ Fitnessstudio wird schnell mehr. Die 46-Jährige will alles aus ihrem Körper herausholen – und sich selbst beweisen, was sie schaffen kann. Im Mai steht sie das erste Mal auf einer internationalen Bodybuilding-Bühne.
Frauke Ludowig: „Wie groß ist denn die Aufregung?“
Martina Reuter: „Ganz schlimm. Das erste Mal war es ganz schlimm. Man wird ja dann von Wettkampf zu Wettkampf besser. Das Schlimme ist, dass du vor einem Wettkampf eine bestimmte Diät einhalten musst, weil du schauen musst, dass du Körperfett runterbekommst. Du solltest eigentlich unter zehn Prozent Körperfett haben. Das habe ich auch nicht geschafft, aber ich war knapp dabei. Du trinkst auch nichts mehr. Das ist total schlimm. Also gesund ist das nicht.“
Geld verdient Martina mit dem Bodybuilding übrigens nicht. Es ist ihr Hobby, ihr Ausgleich. Ihr großes Ziel: 2027 bei den Bodybuilding Classics von Arnold Schwarzenegger teilzunehmen.
Doch bevor es so weit ist, müssen wir noch etwas klären: Wie war das jetzt mit den Waschlappen?
Martina Reuter: „Wenn du so viel abnimmst, einen Tod muss man sterben. Ich habe nur noch – auf Wienerisch würden wir sagen – Waschlappen. Das war’s dann. Aber das ist so: Das Fettgewebe geht weg und du hast wirklich keine Oberweite mehr. Also, ich trickse mit Socken oder mit einem Push-up-BH. Aber wenn ich nackt bin, dann ist es sehr, sehr traurig. Aber egal. Der Rest ist straff, der Busen nicht.“
Und vielleicht steckt genau in diesem Sinneswandel die eigentliche Geschichte von Martina Reuter.
Denn verloren hat sie in den letzten zwei Jahren einiges: Jobs, Verträge, Sicherheit – und ja, auch ein bisschen Oberweite.
Aber geblieben ist etwas, das ihr heute wichtiger ist als all das: die Freiheit, sich nicht mehr danach zu richten, was andere von ihr erwarten.
