Matthias Mangiapane gibt Entwarnung - seinem Ehemann Hubert geht es nach dem Eingriff den Umständen entsprechend gut.
„Der Hubert ist wach, ist noch sehr sehr kaputt, hat starke Kopfschmerzen. Erstmal Bettruhe, das heißt ich werde nachher noch mal mit ihm telefonieren."
Die Ärzte mussten die Thrombose in seinem Kopf direkt behandeln, denn die kann echt gefährlich werden:
Was ist eine Hirnvenenthrombose?
„Die Hirnvenenthrombose entsteht dadurch, dass die Venen die venösen Leiter im Gehirn verstopfen, mit Thromben verstopfen. Aus jedem Organ muss das Blut abtransportiert werden. Das machen Venen. Viele von uns kennen die Beinvenenthrombose. Aber auch im Gehirn kann es die Thrombose geben. Wenn diese Blutleiter verstopfen, kann das Blut nicht mehr raus fließen aus dem Gehirn. Und das kann schwere neurologische Symptome geben."
Was sind die Symptome?
„Ein häufiges Warnzeichen sind starke, über Tage, manchmal auch Wochen anhaltende Kopfschmerzen, für die man sonst keine normale Erklärung findet. Hinzu kommen dann oft Sehstörungen und epileptische Krampfanfälle. Teilweise auch Symptome wie bei einem Schlaganfall, denn das Blut kann nicht richtig abfließen. Es staut sich und fließt irgendwann aus den Venen heraus. Man hat eine Blutung im Gehirn."
Was sind die Gründe für eine Hirnvenenthrombose?
„Die Hirnvenenthrombose ist häufiger bei Frauen als bei Männern. Durch die Hormone kann die Blutgerinnung verstärkt werden. Und wenn das Blut schneller und stärker gerinnt, dann verstopfen diese Blutleiter also. Hormone sind ein Grund. Ein weiterer Grund kann sein Übergewicht. Das Blut fließt zu langsam durch das Übergewicht."
Zusätzliche Risikofaktoren sind Rauchen, bei Frauen die Einnahme von Hormonen und erbliche Blutgerinnungsstörungen. Ein gesunder Lebensstil kann Thrombosen also vorbeugen. Bevor es wie bei Hubert Fella zur OP kommt, können auch Blutverdünner eine erste Therapiemöglichkeit sein. Bei ihm ging zum Glück alles gut und wir drücken ihm die Daumen, dass er bald nach Hause darf.