Eine zweite Person an der Website kostet bei Framer doppelt so viel wie die Website selbst. Nur Zuschauen ist gratis.
Dieses Verhältnis erklärt, warum ein Baukasten, den Fachportale mit 4,5 bis 4,8 von 5 bewerten, auf Trustpilot bei 1,7 steht. Wer den Editor beurteilt, gerät ins Schwärmen. Wer die Rechnung bekommt, vergibt einen Stern. Beide haben recht – sie bewerten nur Verschiedenes.
Denn als Gestaltungswerkzeug spielt Framer in einer eigenen Liga: freie Arbeitsfläche statt Raster, Animationen ohne Zusatzprogramm, KI-Entwürfe auf Zuruf. Wir haben Funktionsumfang, Tarife, Grenzwerte und Bewertungen auf mehreren Plattformen ausgewertet und zeigen, für wen sich das 2026 lohnt – und wo es teuer wird.
Was ist Framer und für wen ist es geeignet?
Framer ist ein vollständig gehosteter Website-Baukasten aus den Niederlanden. Sie zahlen einen Monatsbetrag und bekommen Editor, Hosting, SSL-Zertifikat und – bei Jahreszahlung – eine Domain dazu. Der Unterschied zu Wix oder Jimdo liegt im Ansatz: Framer arbeitet nicht mit vorgefertigten Bausteinen, die Sie befüllen, sondern mit einer freien Arbeitsfläche. Wer schon einmal in einem Designprogramm gearbeitet hat, erkennt die Logik sofort wieder.
Genau daraus folgt die wichtigste Eigenschaft dieses Anbieters: Framer ist ein Gestaltungswerkzeug, kein Vorlagen-Ausfüller. Nutzer, die aus Figma kommen, berichten übereinstimmend, dass sie sich binnen Stunden zurechtfanden. Wer noch nie mit einer freien Arbeitsfläche gearbeitet hat, braucht nach Erfahrungsberichten deutlich länger – und empfindet den Einstieg oft als überfordernd.
4,0/5★★★★☆Herausragendes Gestaltungswerkzeug mit einem Preismodell, das Sie vor dem Abschluss durchrechnen sollten.- Gestalter und Kreative, die aus Figma oder einem ähnlichen Programm kommen
- Startups und Agenturen, die schnell hochwertige Landingpages brauchen
- Alle mit gestalterischem Anspruch, denen ein festes Raster zu eng ist
- Einzelpersonen, die ihre Seite allein pflegen – Mitbearbeiter kosten extra
- Einsteiger ohne Erfahrung mit Gestaltungsprogrammen
- Onlineshops – eine eigene Verkaufsfunktion gibt es nicht
- Teams mit mehreren Bearbeitern, die aufs Budget achten müssen
- Wer später zu einem anderen System wechseln möchte
Funktionen und Bedienung
Beim ersten Öffnen erwartet Sie kein geführter Einrichtungsassistent, sondern direkt die Arbeitsfläche. Das ist Absicht und zugleich die häufigste Kritik von Umsteigern, die von einem klassischen Baukasten kommen: Wer von Squarespace oder Wix kommt, findet sich in der ersten Stunde nach Erfahrungsberichten schlecht zurecht. Der Anbieter stellt dafür eine eigene Lernplattform mit Videos bereit, und die wird in Bewertungen ausdrücklich gelobt.
Ist die Logik einmal verstanden, ist das Arbeiten schnell. Jedes Element lässt sich frei platzieren, animieren und für verschiedene Bildschirmbreiten anpassen. Der entscheidende technische Unterschied zu vielen Wettbewerbern: Framer erzeugt aus dem Entwurf sauberen Seitencode ohne unnötige Verschachtelungen. Das wirkt sich unmittelbar auf die Ladezeit aus, und Ladezeit ist ein Rankingfaktor.
Die KI-Funktionen setzen an zwei Stellen an: Aus einer Textbeschreibung entsteht ein erster Entwurf, der bereits auf verschiedene Bildschirmgrößen reagiert, und daraus lassen sich interaktive Bestandteile bauen. Die Einschätzungen in Bewertungen gehen auseinander: Für Marketingseiten funktioniert das gut, bei komplexeren Aufgaben berichten Nutzer von schwankender Qualität.
Drei Grenzen sollten Sie vor dem Start kennen. Es gibt keine eigene Shop-Funktion – Verkaufen geht nur über einen angebundenen Fremdanbieter. Das Inhaltssystem ist im Basic-Tarif auf zwei Sammlungen begrenzt, was für einen Blog mit mehreren Rubriken schnell zu wenig ist. Und es gibt keinen Code-Export: Ihre Seite bleibt bei Framer gehostet. Wer einen späteren Umzug für möglich hält, sollte das einkalkulieren.
Framer im Test: Vor- und Nachteile
- Freie Arbeitsfläche: Jedes Element pixelgenau platzierbar, mit Animationen ohne Zusatzwerkzeug.
- Sauberer Seitencode: Kurze Ladezeiten ohne Beschleunigungs-Erweiterungen.
- KI für den ersten Entwurf: Wireframer liefert ein Grundgerüst statt einer leeren Seite.
- Domain bei Jahreszahlung inklusive: Ab dem Basic-Tarif ohne Aufpreis.
- Kostenloser Tarif ohne Zeitlimit: Der Editor lässt sich vollständig ausprobieren.
- Europäischer Anbieter: Framer ist eine niederländische B.V. und unterliegt damit EU-Recht – inklusive 14-tägigem Widerrufsrecht.
- 20 $ je Mitbearbeiter: Der häufigste Beschwerdegrund in öffentlichen Bewertungen.
- Steile Lernkurve: Ohne Vorerfahrung mit Gestaltungsprogrammen mühsam.
- Kein eigener Shop: Verkaufen nur über Fremdanbieter.
- Kein Code-Export: Ein Wechsel bedeutet Neuaufbau.
- Support auf Englisch: Zuerst automatisiert, Antworten teils erst nach einem Tag.
Was kostet Framer?
Drei öffentliche Tarife plus eine Stufe für Organisationen. Der Anbieter führt keine Europreise, abgerechnet wird in US-Dollar. Die folgenden Beträge gelten bei jährlicher Zahlung.
Für ein einzelnes Projekt reicht Basic. Dreißig Seiten decken eine Firmenseite mit Unterseiten ab, die Domain ist bei Jahreszahlung enthalten. Pro lohnt, sobald Sie regelmäßig Inhalte veröffentlichen: zehn Inhaltssammlungen statt zwei, dazu eine Testumgebung und Weiterleitungen, die bei einem Relaunch wichtig werden.
| Tarif | Im Monat | Seiten | Inhaltssammlungen |
|---|---|---|---|
| Free | 0 $ | begrenzt | keine |
| Basic | 10 $ | 30 | 2 |
| Pro | 30 $ | 150 | 10 |
| Jeder Mitbearbeiter | +20 $ | – | – |
Sicherheit, Datenschutz und Support
- SSL in allen Tarifen: Jede Seite bekommt automatisch ein Zertifikat, auch im kostenlosen Tarif. Manuelles Einrichten entfällt.
- Anbieter in der EU: Framer sitzt in den Niederlanden und unterliegt damit europäischem Datenschutzrecht – ein Unterschied zu US-Baukästen. Einen garantierten Serverstandort in Deutschland gibt es allerdings nicht; wenn Auftraggeber danach fragen, ist IONOS die passendere Wahl.
- Datenschutztexte selbst einbinden: Vorgefertigte Erklärungen oder Cookie-Hinweise nach deutschem Recht liefert der Anbieter nicht. Das müssen Sie selbst ergänzen.
- 14 Tage Widerrufsrecht: Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass Kunden in der EU innerhalb von zwei Wochen nach Kauf eine Erstattung verlangen können. Das läuft über den Support, nicht selbständig im Konto.
- Versionsverlauf statt Sicherung: Frühere Stände lassen sich wiederherstellen. Einen vollständigen Export Ihrer Seite gibt es dagegen nicht.
- Support zuerst automatisiert: Der erste Kontakt läuft über ein KI-System, danach per E-Mail auf Englisch. Nutzer in den unteren Tarifen berichten von Antwortzeiten um einen Tag. Deutschsprachigen Kontakt gibt es nicht.
Framer Erfahrungen und Bewertungen
Hier wird es interessant, denn die Bewertungen fallen je nach Plattform dramatisch unterschiedlich aus. Auf Trustpilot steht Framer bei rund 1,7 von 5 – ein Wert, der für einen etablierten Anbieter ungewöhnlich niedrig ist. Auf Fachportalen für Geschäftssoftware liegt derselbe Anbieter bei 4,5 bis 4,8.
Die Erklärung liegt in der Zusammensetzung. Auf Trustpilot schreiben überwiegend Privatnutzer der günstigen Tarife, und fast alle Beschwerden drehen sich um Geld. Auf den Fachportalen bewerten berufliche Anwender, die das Werkzeug täglich nutzen – und die loben Ergebnis und Tempo. Keine der beiden Gruppen hat unrecht, sie bewerten nur Verschiedenes.
- Bearbeiterplätze sind der Hauptvorwurf. Ein Nutzer schreibt, die Plattform sei ein „überteuerter Albtraum“, weil ihm für einen zweiten Bearbeiter mehr berechnet werde als für die gesamte Seite.
- Das Preismodell wirkt verschachtelt. Eine Bewertung nennt „zu viele mehrschichtige Zahlungsoptionen“ und vergleicht das Gefühl mit Billigfluglinien. Mehrere Nutzer stören sich daran, dass Mehrsprachigkeit und Testverfahren separat kosten.
- Credits für selbst verursachte Fehler. Ein wiederkehrender Punkt: Nutzer beschreiben, dass sie Credits nachkaufen mussten, um Probleme zu beheben, die durch die KI entstanden waren.
- Der Einstieg trennt die Lager. Wer aus einem Gestaltungsprogramm kommt, beschreibt die Umstellung als Fragen Sie von Stunden. Wer von einem einfacheren Baukasten wechselt, nennt die Oberfläche „unintuitiv“.
- Gelobt wird durchweg das Ergebnis. Selbst kritische Bewertungen räumen ein, dass sich mit Framer sehr schöne Websites bauen lassen. Die Lernmaterialien werden mehrfach als hochwertig hervorgehoben.
Für Sie heißt das praktisch: Prüfen Sie vor dem Abschluss zwei Dinge. Erstens, wie viele Personen an der Seite arbeiten sollen – das entscheidet über den tatsächlichen Preis mehr als die Tarifwahl. Zweitens, ob Sie die KI nur für Entwürfe nutzt oder dauerhaft. Wer beides klärt, trifft kaum auf die Probleme, die zur niedrigen Trustpilot-Note führen.
Alternativen zu Framer
- Webflow: Der nächste Verwandte – ähnlich frei, mit stärkerem Inhaltssystem und Shop-Funktionen, dafür noch anspruchsvoller im Einstieg und ab 15 $ im Monat.
- Squarespace: Festes Raster statt freier Fläche, dafür hochwertige Vorlagen und ein enthaltener Shop. Ab 12 € im Monat und für Ungeübte deutlich zugänglicher.
- Wix: Ebenfalls freier Editor, aber mit geführtem Einstieg, über 900 Vorlagen sowie Terminbuchung und Shop ohne Zusatzabo. Die Wahl, wenn die Seite mehr können soll als gut aussehen.
Fazit: Lohnt sich Framer?
Als Gestaltungswerkzeug gehört Framer in die erste Reihe. Die freie Arbeitsfläche, die Animationen ohne Zusatzwerkzeug und der saubere Seitencode ergeben ein Ergebnis, das im Baukasten-Markt herausragt. Für Gestalter, Startups und Agenturen, die eine hochwertige Landingpage oder Firmenseite brauchen, ist das eine ausgezeichnete Wahl – besonders, wenn eine Person sie allein betreut.
Die niedrige Trustpilot-Note entsteht woanders: bei der Abrechnung. Zwanzig Dollar monatlich je Mitbearbeiter sind bei einem Grundpreis von zehn Dollar ein Verhältnis, das viele überrascht. Dazu kommen Zusatzposten für Mehrsprachigkeit und Tests sowie begrenzte KI-Credits. Das ist kein Grund, Framer zu meiden – aber ein Grund, vor dem Abschluss die tatsächliche Teamgröße durchzurechnen.
Zwei Punkte sollten Sie grundsätzlich klären. Es gibt keinen Code-Export, Ihre Seite bleibt also hier gehostet. Und wer einen Shop plant, braucht ohnehin einen anderen Anbieter. Wenn beides für Sie unproblematisch ist und Sie allein oder zu zweit arbeiten, bekommen Sie eines der besten Werkzeuge am Markt.
Häufig gestellte Fragen zu Framer
Bei jährlicher Zahlung kostet Basic 10 US-Dollar im Monat und Pro 30 Dollar. Dazu gibt es einen dauerhaft kostenlosen Tarif und eine Stufe für Organisationen auf Anfrage. Wichtig: Jede weitere Person, die an der Seite arbeiten soll, kostet zusätzlich 20 Dollar monatlich. Europreise führt der Anbieter nicht.
Weil sich die Kritik fast nie auf das Produkt bezieht. Die Bewertungen dort stammen überwiegend von Privatnutzern der günstigen Tarife, und fast alle Beschwerden drehen sich um Abrechnung: Kosten für zusätzliche Bearbeiter, separate Posten für Mehrsprachigkeit und Tests, begrenzte KI-Credits. Auf Fachportalen liegt derselbe Anbieter bei 4,5 bis 4,8.
20 US-Dollar im Monat je Person – das Doppelte des gesamten Basic-Tarifs. Nur Betrachter, die nichts ändern dürfen, sind kostenlos. Das ist der häufigste Beschwerdegrund in öffentlichen Bewertungen und der Punkt, den Sie vor dem Abschluss durchrechnen sollten, wenn ihr zu mehreren an der Seite arbeitet.
Ja, dauerhaft und ohne Zeitlimit. Sie können den Editor vollständig nutzen und eine Seite veröffentlichen. Drei Einschränkungen: Die Seite läuft unter einer Framer-Adresse, der Datenverkehr ist auf 1 GB begrenzt, und die KI-Credits sind auf 500 einmalig gedeckelt. Für einen Bezahltarif gilt zusätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht.
Bei jährlicher Zahlung ja: Ab dem Basic-Tarif führt der Anbieter eine Domain als enthalten auf. Im kostenlosen Tarif läuft die Seite unter einer Framer-Adresse. Prüfen Sie im Bestellvorgang, welche Endungen abgedeckt sind – bei manchen Anbietern gilt das Angebot nicht für alle.
Die KI-Funktionen werden über Credits abgerechnet: 500 einmalig im kostenlosen Tarif, 1.000 monatlich bei Basic, 3.000 bei Pro. Höhere Kontingente lassen sich dazubuchen. In Bewertungen wird kritisiert, dass auch das Beheben von Fehlern Credits kostet, die die KI selbst verursacht hat.
Dreißig im Basic-Tarif und 150 bei Pro. Darüber hinaus berechnet der Anbieter 20 Dollar je weitere hundert Seiten, bei höchstens 700 insgesamt. Für eine Firmenseite mit Unterseiten reicht Basic; content-lastige Projekte brauchen Pro.
Nicht mit Bordmitteln – eine eigene Verkaufsfunktion mit Warenkorb gibt es nicht. Sie können einen Fremdanbieter einbinden, was Aufwand und laufende Kosten bedeutet. Wer ernsthaft verkaufen will, ist mit einem Baukasten besser bedient, der den Shop mitbringt.
Das hängt von Ihrem Hintergrund ab, und die Bewertungen spiegeln genau diese Trennung. Wer aus einem Gestaltungsprogramm wie Figma kommt, beschreibt die Umstellung als Fragen Sie von Stunden. Wer von einem einfacheren Baukasten wechselt, empfindet die erste Stunde oft als orientierungslos. Die Lernvideos des Anbieters werden dabei mehrfach gelobt.
Nur mit Neuaufbau. Framer bietet keinen Code-Export – Ihre Seite bleibt beim Anbieter gehostet. Wer einen späteren Wechsel zu WordPress oder einem anderen System für möglich hält, sollte das vor dem Start bedenken. Inhalte lassen sich nur manuell übertragen.
Der Anbieter sitzt in den Niederlanden und unterliegt damit europäischem Datenschutzrecht – ein Unterschied zu US-Baukästen. Einen garantierten Serverstandort in Deutschland gibt es aber nicht, und vorgefertigte Datenschutztexte oder Cookie-Hinweise nach deutschem Recht liefert Framer nicht mit. Diese Arbeit bleibt bei Ihnen.
Nein. Der erste Kontakt läuft über ein automatisiertes System, danach per E-Mail auf Englisch. Nutzer in den unteren Tarifen berichten von Antwortzeiten um einen Tag. Wer im Problemfall auf Deutsch sprechen möchte, findet das bei Anbietern mit deutscher Infrastruktur.
