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Thomas-Cook-Pleite

Im September 2019 ging der Touristikkonzern Thomas Cook pleite und meldete Insolvenz an. Das hatte Folgen für Kunden auf der ganzen Welt.

Die Thomas Cook Group war ein börsennotierter Touristikkonzern mit Hauptsitz in London. Im September 2019 verlor die Thomas Cook Group ihre Zahlungsfähigkeit und beantragte direkt darauf Insolvenz. Zur Thomas Cook Group zählten unter anderem auch deutsche Tochtergesellschaften. Zu den bekanntesten gehören Neckermann-Reisen, Condor und Öger Tours.

Geschichte der Thomas Cook Group


Der Name des Unternehmens geht auf den Anfang des 19. Jahrhundert in Australien geborenen britischen Baptistenprediger Thomas Cook zurück. Cook galt als Tourismuspionier, da er, im Rahmen seiner Tätigkeit, Zugreisen für seine Gemeindemitglieder organisierte, die schnell sehr populär wurden. Nach ersten Erfolgen baute er das organisierte Reisen als Einnahmequelle schnell aus und bot als erster Unternehmer Rundreisen in Europa an. Damit war die Pauschalreise geboren. 2007 fusionierte die Thomas Cook Group mit der MyTravel Group. Der Zusammenschluss bestand bis zur Insolvenz des Unternehmens 2019.

Thomas Cook in Deutschland


Durch die Insolvenz von Thomas Cook gingen zahlreiche Arbeitsplätze verloren. Auch in Deutschland waren viele Mitarbeiter betroffen. Vor allem die Fluggesellschaft Condor sowie Neckermann-Reisen waren in Deutschland wichtige Arbeitgeber mit mehreren Tausend Angestellten. Während Condor voraussichtlich weiterhin Passagiere befördern wird, hat Neckermann-Reisen den Betrieb eingestellt.

Schadensersatz für Urlauber


Die Pleite von Thomas Cook kam für viele Urlauber überraschend. Einige Touristen erfuhren von der Pleite erst, als sie ihre Reise bereits angetreten hatten. Obwohl die Reisen bei Thomas Cook bezahlt waren, erhielten die Hotels das Geld von dem Unternehmen nicht mehr. Einige Hotelbetreiber verlangten daraufhin den fälligen Betrag ein weiteres Mal von den Urlaubern, woraufhin sich teils dramatische und tumultartige Szenen abspielten. Urlauber wurden im Hotel festgehalten oder standen mit ihren Koffern vor verschlossener Tür.

Die Thomas Cook Group kann und will für den entstanden Schaden nur in geringem Maß aufkommen, da der Reisekonzern nur bis 110 Millionen Euro versichert war, der Schaden aber in die Milliardenhöhe geht. Es gab weltweit zahlreiche Schadensersatzklagen von geschädigten Touristen gegen die Thomas Cook Group.