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Schuppenflechte

Schuppenflechte ist eine Krankheit, die zu Ausschlägen auf dem Kopf, im Gesicht und auch im Ohr führt. Sie ist nicht ansteckend und gilt als unheilbar.

Schuppenflechte picture alliance / dpa Themendienst | Silvia Marks

Schuppenflechte ist eine nicht ansteckende Autoimmunkrankheit. Sie wird auch Psoriasis genannt und sie betrifft hauptsächlich die Haut. Betroffene bekommen stark juckende und schuppende Ausschläge. Besonders häufig zeigt sich die Krankheit an der Kopfhaut. Einige Patienten leiden auch zusätzlich an einer spezielle Form der Arthritis.

Ursachen für die Schuppenflechte

Es sind zwei Hauptursachen für Schuppenflechte bekannt. Die erste Ursache ist die erbliche Veranlagung. Personen, bei denen Schuppenflechte schon einmal in der Familie vorkam, haben ein erhöhtes Risiko, an Psoriasis zu erkranken. Schuppenflechte tritt zudem dann auf, wenn das Immunsystem versagt. Es kann passieren, dass es das eigene Gewebe mit Fremdkörpern verwechselt und es daraufhin angreift. Die Folge sind Entzündungen. Darüber hinaus sind viele verschiedene Auslöser bekannt. Stress soll die Entstehung der Krankheit zum Beispiel begünstigen. Ein einfacher grippaler Infekt kann ebenfalls Schuppenflechte auslösen und Medikamente wie Betablocker und einige Antibiotika werden ebenfalls verdächtigt, einen Psoriasisausbruch zu begünstigen.

Schuppenflechte – Behandlung der Krankheit

Schuppenflechte kann bisher nicht komplett geheilt werden. Es gibt aber viele Mittel und Methoden, welche die Symptome lindern. Bei einer leichten Schuppenflechte helfen kortisonhaltige Salben. Für die Kopfhaut gibt es auch Kortisonshampoos. Der Nachteil dieser Mittel ist jedoch, dass sie bei längerer Anwendung zu einer Verdünnung der Haut führen. Alternativ kann daher Dithranol benutzt werden. Das Mittel stoppt die Zellteilung. Salben, die Harnstoff enthalten, helfen ebenfalls. Darüber hinaus ist es sinnvoll, bei einem Ausbruch den Stress zu reduzieren. Das kann mithilfe von Entspannungsübungen geschehen. Lichttherapien haben sich in der Vergangenheit ebenfalls bewährt. Bei einer stark auftretenden oder mittelschweren Schuppenflechte ist jedoch auch eine innere Behandlung notwendig. Sogenannte TNF-Blocker wie Adalimumab, Etarnecet und Infliximab kommen häufig zum Einsatz. Sie schwächen das Immunsystem und somit auch die Auswirkungen der Psoriasis. Das Mittel Ciclosporin wirkt auch auf das Immunsystem und verspricht Linderung. Viele Patienten zeigen zudem auch Besserung, nachdem ihnen die Mandeln entfernt wurden. Früher verabreichte man Psoriasispatienten zudem Kortisontabletten und -spritzen. Die Beschwerden konnten so für eine kurze Zeit abgeschwächt werden.