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Aschermittwoch

Der Aschermittwoch leitet die 40-tägige christliche Fastenzeit ein. Gleichzeitig endet damit die närrische Zeit. Den Ursprung hat diese Tradition in der Bibel.

Aschermittwoch picture alliance / Geisler-Fotopress | Robert Schmiegelt/Geisler-Fotopr

Am Aschermittwoch beginnt für Christen beider Konfessionen die Fastenzeit. An diesen Tag ist auch die Faschings- bzw. Karnevalszeit unwiderruflich vorbei. Nachdem viele über die Stränge geschlagen haben, kommt nun eine innere Besinnungsphase. Die Fastenzeit geht mit Verzicht einher. Auch soll aus Altem Neues entstehen, denn Jesus hat laut Bibel eine Fastenzeit in der Wüste verbracht.

Am Aschermittwoch ist das Feiern vorbei

Ein berühmtes Lied lautet "Am Aschermittwoch ist alles vorbei". Waren die Narren gerade noch in ausgelassener Stimmung, so fängt mit dem Aschermittwoch genau das Gegenteil an. Die heute gebräuchliche Formulierung "In Sack und Asche gehen" geht auf das Alte Testament zurück. Im Buch Jona steht seine Predigt, in der er von Buße und Umkehr spricht. Der König zerreißt darin seine Kleidung und streut sich Asche auf sein Haupt. Auch sein Volk soll in Sack und Asche gehen. Dies ist ein Symbol der Buße - innerlich und bildlich gesehen. Christen dürfen am Aschermittwoch kein Fleisch essen und nur morgens und abends wenig zu sich nehmen. Auch Süßigkeiten und Alkohol sind verpönt. Traditionell wird an diesem Tag saurer Hering gegessen.

Jesus fastete 40 Tage

Da Jesus 40 Tage in der Wüste verbracht haben soll, dauert die Fastenzeit 40 Tage lang. Für diese Buß- und Fastenzeit vor Ostern, dem wichtigen christlichen Fest, ist Jesus das Vorbild. Er hatte in der Wüste fastend den Versuchungen des Teufels widerstanden und bereitete sich zugleich auf das Kommende vor (Mt 4,1-11). Im 11. Jahrhundert streute man Männern Asche auf den Kopf und zeichnete Frauen ein Kreuz auf die Stirn. 100 Jahre später kam die Tradition auf, Asche dafür aus der Verbrennung von Palmzweigen im Vorjahr zu gewinnen, was auch heute noch getan wird. Das Aschekreuz macht die Bußbereitschaft auch öffentlich sichtbar.