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Steckbrief

Martin Schulz
  • Name:
    Martin Schulz
  • Beruf:
    Politiker
  • Geboren am:
    20. Dezember 1955
  • Geburtsort:
    Hehlrath
  • Sternzeichen:
    Schütze
  • picture alliance / dpa
Martin Schulz ist ein deutscher SPD-Politiker und war von 2017 bis 2018 Vorsitzender der Partei. Bei der Bundestagswahl 2017 trat er als Kanzlerkandidat an.

Martin Schulz ist ein deutscher Politiker der SPD und Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Der gelernte Buchhändler wurde am 20. Dezember 1955 in Hehlrath geboren. Mit 19 Jahren trat Martin Schulz der SPD bei. Er saß fast zwei Legislaturperioden lang im Würselener Stadtrat und war von 1987 bis 1998 Bürgermeister der Stadt. Ins Europäische Parlament zog Martin Schulz 1994 ein. Ab 2004 war er der Vorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion.

Im Februar 2014 hielt Martin Schulz auf Deutsch eine Rede in der israelischen Knesset (israelisches Parlament). Rechtsgerichtete Politiker wiesen seine Kritik an der israelischen Siedlungspolitik zurück, Abgeordnete verließen den Saal. Schulz wies allerdings darauf hin, dass nach seiner Rede Abgeordnete aller Parteien stehend applaudierten.

Die sozialdemokratische Partei Europas wählte ihn im März 2014 mit 91,1 Prozent der Stimmen zu ihrem Spitzenkandidaten. Die Partei verlor die Europawahl, wurde aber zur zweitstärksten Fraktion im Parlament nach der Europäischen Volkspartei. Im Juli 2014 wählten 66,8 Prozent der Abgeordneten Martin Schulz zum Parlamentspräsidenten.

In der Eurokrise trat er vehement für den Erhalt der Gemeinschaftswährung ein und warnte vor den Gefahren des Zerfalls der Eurozone. Von der griechischen Regierung erwartete er das Einhalten des Sparprogramms. Auf dem SPD-Parteitag im Jahr 2015 warnte Schulz vor einem Scheitern Europas. Durch die Flüchtlingskrise drohe ein Rückfall in die Kleinstaaterei. Angesichts des Erstarkens nationalistischer Strömungen forderte er seine Partei auf, Stärke und Geschlossenheit zu zeigen.

Anfang 2017 wechselte Martin Schulz von der Europapolitik in die deutsche Bundespolitik. Nachdem Sigmar Gabriel ihn als seinen Nachfolger vorgeschlagen hatte, wurde Martin Schulz am 19. März 2017 zum Vorsitzenden der SPD sowie zum Kanzlerkandidaten der Partei für die Bundestagswahl 2017 gewählt. Bei der Wahl musste Schulz allerdings eine Niederlage und das zweitschlechteste Ergebnis der SPD in der Nachkriegsgeschichte einstecken.

Nachdem sich SPD, CDU und CSU Anfang 2018 auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag geeinigt hatten, wurde Martin Schulz als künftiger Außenminister Deutschlands gehandelt, den SPD-Parteivorsitz sollte Andrea Nahles übernehmen. Es folgte jedoch eine heftige Personaldebatte und Martin Schulz reagierte auf den innerparteilichen Druck, indem er nicht nur auf den Ministerposten verzichtete, sondern Mitte Februar 2018 auch seinen Rücktritt vom Amt des Parteivorsitzenden erklärte. Er arbeitet nun als Abgeordneter im Bundestag.

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