Nach dem Rassismus-Eklat im Spiel zwischen Real Madrid und Benfica Lissabon meldet sich nun Bayern-Trainer Vincent Kompany zu Wort.
Beim Champions-League-Spiel am Dienstag soll Benfica-Spieler Gianluca Prestianni Real-Star Vinícius Júnior rassistisch beleidigt haben. Die Szene sorgte für heftige Reaktionen, die Partie wurde zwischenzeitlich unterbrochen. Auf die Frage nach Vinícius’ Gang zum Schiedsrichter stellt sich Kompany klar hinter den Brasilianer:
„Man sieht, dass sie emotional ist. Es bringt ihm nichts, zum Schiedsrichter zu gehen und sich all das Leid aufzubürden. Es gibt absolut keinen Grund für Viny Junior, so etwas zu tun, und trotzdem tut er es. Und wenn er es tut, dann tut er es, weil es in diesem Moment das Richtige ist.“
Kompany betont außerdem, wie wichtig es sei, in solchen Momenten Haltung zu zeigen und Rassismus nicht hinzunehmen.
„Wir brauchen Junior, zumindest ist er in einer solchen Situation. Viele Menschen haben es ihm ermöglicht, diesen Moment zu nutzen und zu protestieren.“
Für Kompany ist klar: Wegsehen darf keine Option sein. Der Umgang mit solchen Vorfällen bleibt eine Bewährungsprobe für den europäischen Fußball. Und die Frage steht im Raum, wie konsequent Rassismus auf dem Platz künftig geahndet wird.