Verzweiflung, Fassungslosigkeit und Trauer: Atle Lie McGrath ist auf dem Weg zum Olympia-Sieg - für sich und seinen verstorbenen Op. Bis zu diesem Moment: Eingefädelt. Innerhalb von wenigen Sekunden wirft der norwegische Slalom-Fahrer erst Gold und dann auch noch seine Stöcke weg. Das verwundert auch die Schweizer Trainer an der Strecke, die so etwas sicherlich auch noch nicht gesehen haben. McGrath war nach dem ersten Slalom-Durchgang Führender und hätte seine erste Olympia-Medaille überhaupt einfahren können. Und die wäre für den 25-Jährigen etwas ganz besonderes gewesen. Am Tag der Eröffnungsfeier verstarb sein Opa nach einem Kampf mit Demenz. Eine Gold-Medaille wollte der Norweger unbedingt seinem Großvater widmen. Von Emotionen getrieben zieht sich McGrath noch auf der Piste seine Schuhe aus und flieht Richtung Wald. Aber auch das soll nicht so richtig funktionieren. Des einen Leid ist natürlich des anderen Freud. Durch den Fehler wird der Schweizer Loïc Meillard Olmpia-Sieger. Ja und für Atle Lie McGrath bleibt nur Trauer, Frust und Verzweiflung.