Karim Engizek reckt den Gürtel in die Höhe. Das Problem ist nur: Er gehört ihm gar nicht mehr. Wütend und unzufrieden mit der Ringrichter-Entscheidung klaut er den Gürtel.
„Dieser Titelkampf hat auf jeden Fall gehalten, was er versprochen hat. Fünf unglaublich intensive Runden waren das. Und wie man hört, die Zuschauer sind nicht zufrieden mit dem Ausgang."
Der Sieger nach Punkten: Krzysztof Jotko! Engizek greift ein und nimmt sich das Mikro.
„Ich protestiere gegen das Urteil. Das war kein Treffer. Ihr könnt das noch in der Zeitlupe sehen. Das hat ihm wehgetan. Er wollte nicht raus. Das war genau hier. Das war genau unterm Bauchnabel. Das hat wehgetan. Zeigt die Aufnahme nochmal."
Den Punktabzug allerdings bekommt er für mehrfaches in den Käfig greifen. Tiefschläge leistet er sich auch hier eindeutig mit der Faust und deutlich ermahnt vom Referee Gerd Richter.
„Gib mir einen sauberen Kampf. Der Uppercut war okay. Beim nächsten Mal muss ich mir wieder einen Punkt abziehen."
Letztlich aber ist es nur eine Ermahnung ohne Punktabzug. Und einmal ist es tatsächlich Schauspielerei vom Polen Jotko. Die Szene, die am Ende für den Protest herhalten muss. Der Kampf ist hitzig und ein heftiger Schlagabtausch. Krzysztof Jotko hat Karim Engizek über weite Strecken im Griff. Erst zur letzten Runde kann Engizek aufholen und doch noch auf ein Unentschieden hoffen. Die Ringrichter sehen das aber anders und geben einen Punktesieg.
Engizek fühlt sich betrogen und der Abend endet mit einem Massentumult im Ring und einem aufgebrachten Publikum.