Kein Kaffee, keine Limo, kein Saft!Das passiert in eurem Körper, wenn ihr nur noch Wasser trinkt

Junge Frau trinkt ein Glas Wasser
Wie reagiert unser Körper, wenn wir außer Wasser nichts anderes mehr trinken?
ADOBE FOTO STOCK

Dieser Effekt ist erstaunlich!
Wir alle bestehen zu 70 bis 80 Prozent aus Wasser - dass wir also ständig für ausreichend Nachschub sorgen sollten, ist klar. Aber was passiert in unserem Körper, wenn wir alle Limos, Cola, Kaffe, Saft und Co. weglassen und außer Wasser nichts anderes mehr trinken?

Warum wir uns nach Wasser satt fühlen, nach Softdrinks aber nicht

Sämtliche Getränke durch Wasser zu ersetzen, bringt „genial viel“, so Ernährungsexpertin Dr. Petra Bracht, Autorin von „Klartext Ernährung“, im Interview mit der Lifestyle-Agentur spot on news. „Softdrinks sind zumeist hochkalorische Getränke. Der Körper erkennt Süßgetränke nicht als Nahrung, obwohl ein Softdrink bis zu 300 Kalorien haben kann. Es setzt kein Sättigungsgefühl ein - im Gegenteil. Das Hungergefühl wird dadurch oft noch mehr angeregt. Das sieht bei Wasser anders aus. Wenn man pures Wasser trinkt, tritt oft ein Sättigungsgefühl auf.”

Das hilft dem Körper auch dabei, Fett abzubauen. Denn zuckerhaltige Getränke „blockieren“ den Blutkreislauf, die Zellen können nicht richtig arbeiten. Wasser hingegen hilft dem Körper, die volle Leistung zu erbringen und die Fettverbrennung auf Hochtouren laufen zu lassen. Auf Dauer verspüren wir durch Wasser auch weniger Hunger und nehmen weniger Kalorien zu uns.

Wasser lässt die Haut strahlen

Wasser versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, lässt sie jünger und frischer aussehen. Greift dafür idealerweise zu Mineralwasser mit einem hohen Natriumanteil. Denn durch den Mineralstoff wird das kostbare Nass in den Zellen gespeichert, kann sich dort ausdehnen und so kleine Fältchen glätten. Auch für den Wasserhaushalt in unserem Körper und die Regulierung des Blutdrucks ist Natrium wichtig.

Lese-Tipp: Anti-Aging auf dem Teller: Diese Lebensmittel halten euch jung

Mangelnde Konzentration? Mehr Wasser!

Wer zu wenig trinkt, wird müde, hat weniger Power und kann sich schlechter konzentrieren. Studien haben gezeigt, dass schon acht kleine Gläser Wasser am Tag unsere Denkleistung um 30 Prozent erhöhen können. Außerdem neutralisiert Wasser den PH-Wert im Körper und wirkt somit wie ein Katalysator für die Gesundheit des kompletten Körpers. Euer Immunsystem wird gestärkt und Giftstoffe werden schneller ausgeschieden. So kann einigen Krankheiten vorgebeugt werden, etwa Bluthochdruck, Blasenentzündungen und sogar Darmkrebs.

Achtung, Wasservergiftung! Wie viel darf man höchstens trinken?

Trotz allen Vorteilen: nicht übertreiben! Zu viel Wasser kann dem Körper schaden. Der Organismus eines Erwachsenen kann zwar bis zu zehn Liter Wasser am Tag verkraften. Trotzdem raten Expertinnen und Experten, täglich nicht mehr als drei Liter zu trinken. Denn zu der sogenannten Wasservergiftung (Hyperhydratation) kann es auch bei geringeren Mengen kommen – auch, wenn man nur einmal zu viel Wasser trinkt. Die Folge: Der Körper läuft auf Sparflamme, um den Salzverlust auszugleichen. Das beeinträchtigt vor allem die Funktionen von Herz, Nieren, Hirn und Lunge.

Lese-Tipp: Das passiert im Körper, wenn ihr mit dem Rauchen aufhört

Mindestens 1,5 Liter Wasser solltet ihr täglich schaffen

Zu wenig solltet ihr aber auch nicht trinken. Denn um richtig zu arbeiten, braucht der Körper ein Mindestmaß an Wasser. Anderthalb Liter soll ein erwachsener Mensch über den Tag verteilt zu sich nehmen, damit der Wasserhaushalt im Gleichgewicht bleibt, so die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Dabei handele es sic aber nur um Richtwert. So bräuchten Männer mehr Flüssigkeit als Frauen, weil sie mehr schwitzen. Auch die Ernährungsweise, sportliche Aktivität und Vorerkrankungen spielen bei der idealen Trinkmenge pro Tag eine Rolle.

Lese-Tipp: Warum Sex und Zahnseide uns jung und fit halten? Gesundheitsexperte verrät’s!

Wie kann man sich süße Getränke abgewöhnen?

Kein Cold Turkey: Es ist besser, sich nach und nach von Softdrinks, Kaffee oder Säften zu entwöhnen, statt von einem Tag auf den anderen darauf zu verzichten. „Man muss sich entscheiden”, sagt Dr Bracht. „Veränderungen in unseren Ernährungsgewohnheiten machen es uns schwer, davon loszukommen. Man kann alte Gewohnheiten nur durch neue ersetzen. Man muss sich das vornehmen und durchhalten. Wenn man dabei das Süße vermisst, sollte man stattdessen Obst essen. In Obst sind viel Wasser, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und eine natürliche Süße enthalten.” (spot on/ lgö/rka)

Verwendete Quelle: spot on news
Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals im Jahr 2020.