Vor dem Karibikstaat Trinidad und Tobago liegt weit unter der Wasseroberfläche. Eine kaum erforschte, faszinierende Welt. Vier Wochen lang war ein internationales Forschungsteam dort unterwegs.
93 Prozent der Meeresgebiete des Karibikstaats liegen tiefer, als Sporttaucher tauchen können. Bislang sind in diesen Gewässern nur etwa 450 Tierarten dokumentiert. Jüngste Studien gehen aber davon aus, dass dort mehr als dreimal so viele vorkommen.
Mit einem Forschungsschiff samt ferngesteuerten Tauchfahrzeug erkundet das Team des Schmidt Ocean Institute das Ökosystem. Jetzt haben die Forscher einen weiteren Teil der spektakulären Bilder der Expedition veröffentlicht. In mehr als 1.000 Metern Tiefe gelang dieses Bild eines toten Mantarochen. Sterben die Tiere im Ozean, sinken ihre Körper auf den Meeresboden. Dort ernähren sich andere Tierarten von den Überresten. In fast 2.400 Metern entdeckte das Team vermutlich einen neuen Glasschwamm, noch tiefer einen bislang unbekannten Seestern.
Inzwischen fanden die Forschenden nach eigenen Angaben mindestens 20 zuvor nicht dokumentierte Arten. Neben Hightech testen die Forschenden auch günstigere Kameras und Sensoren, damit Tiefseeforschung künftig für mehr Länder möglich wird. Außerdem sollen die Erkenntnisse bei einem besseren Artenschutz helfen.
Verwendete Quelle: Schmidt Ocean Institute