Putin zu Besuch bei einer Mädchenturnmannschaft in Sankt Petersburg. Der russische Präsident zeigt sich volksnah.
„Machst du seit sieben Jahren Gymnastik?”
„Ja.“
„Und wie alt bist du?“
„Zehn.“
Ein Kuss auf die Stirn, Ein Tätscheln auf den Kopf beim Rausgehen. Kein gewöhnlicher Auftritt des Machthabers im Kreml.
Russische Medien sehen Kalkül im nahbaren Auftreten Putins und verbreiten die These, der Präsident küsse immer dann Kinder, wenn seine Beliebtheitswerte sinken. Tatsächlich war zuletzt deutliche Kritik an Putin laut geworden.
Vor allem in den sozialen Medien kritisierten Influencer die hohen Preise in Russland und auch Putin persönlich. Und das trotz der enormen Repression durch den Staatsapparat.
„Das ist nicht neu, das haben wir schon gesehen bei der Prigoschin Revolte. Das ist nicht das wirklich Interessante. Das Spannende ist, dass es jetzt eben Blogger gibt, eher kremltreue Blogger. So muss man das sagen, die auch Wladimir Putin persönlich kritisieren."
Unter Druck geriet Putin auch im Juni 2023. Auch damals zeigte er sich nahbar wie lange nicht. Bei einer Reise nach Dagestan. Auch hier küsste er ein Kind auf die Stirn.
Diese Bilder entstanden kurz nach Ende der Prigoschin Revolte. Der Anführer der berüchtigten Wagner Söldner Miliz hatte sich 2023 zunehmend kritisch über die Kriegsführung in der Ukraine geäußert und dann sogar versucht, Putin zu stürzen. Doch der Aufstand scheiterte und Putin hält bis heute die Fäden im Kreml in der Hand.
Verwendete Quellen: Telegram: @astrapress, @faridaily24, @remeslaw, YouTube: @UKRAINETODAY24, Reuters, APTN, CNN, ENEX