Was heißt das jetzt für unseren Geldbeutel? Wir haben für eine vierköpfige Durchschnittsfamilie gerechnet. Allein beim Heizen mit Gas kommen im Monat etwa 65 Euro mehr dazu. Auch Strom wird teurer – rund 24 Euro extra. Und dann der Alltag: Sprit fürs Auto schlägt mit etwa 40 Euro mehr zu Buche. Selbst der Wocheneinkauf im Supermarkt wird teurer – noch mal rund 19 Euro. Unterm Strich heißt das: Eine Durchschnittsfamilie zahlt im Monat plötzlich rund 150 Euro mehr.
Und das merken auch die Menschen, die wir in Leipzig treffen. „Bei mir sind die Spritpreise. Ich muss beruflich viel mit dem Auto fahren und das ist schon schwierig.“ „Es macht wenig Spaß einkaufen zu gehen und auch beim Essen gehen in Restaurants, teilweise in Großstädten wie Berlin oder Leipzig. Da merkt man das dann auch schon ordentlich, dass da die Preise angezogen wurden.“ „Ich merke es eigentlich an allen Sachen merke ich es eigentlich. Also ich hole 50€ und geh nach zwei Tagen nach Hause. Uns alle sozusagen.“
Für viele Familien bedeutet das vor allem eins: genauer rechnen beim Einkaufen. „Generell belastet die Inflation uns als Familie schon dahin, dass wir wirklich entscheiden müssen, was wir kaufen, welche Lebensmittel im Angebot sind, welche nicht im Angebot. Und ja, da muss man bei einem Einkauf mal darauf verzichten und beim Einkauf auf andere Lebensmittel.“
Viele hoffen deshalb auf Entlastung: Zum Beispiel auf die bis zu 1.000 Euro hohe Prämie vom Arbeitgeber und eine Senkung der Spritsteuer um 17 Cent pro Liter. Aber kommt das auch bei uns an? „1.000 Euro wären eine große Erleichterung. Allerdings haben zum Beispiel Rentner nichts davon und auch nicht alle Unternehmen sind in der Lage, das Geld zu zahlen. Ist ja keine Pflicht. Die 17 Cent helfen theoretisch, aber auch da ist es unwahrscheinlich, dass die Entlastung komplett bei uns ankommt. All das in einer Lage, in der sich die Preise wahrscheinlich auch die nächsten Monate nach oben entwickeln werden.“
Und selbst wenn die Hilfen vom Staat am Ende bei uns ankommen: Sie sind erstmal nur eine vorübergehende Hilfe.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche