„Ich halte ihn für sehr gefährlich." So beschreibt Regisseur Alex Gibney Elon Musk auf den Filmfestspielen in Venedig feiert seine neue Dokumentation Musk Premiere. Darin geht es fast vier Stunden um den Mann hinter Tesla, SpaceX und Ex und um die Frage, wie viel vom Mythos des genialen Unternehmers tatsächlich stimmt. Für seine Fans ist Musk ein Genie. Gibneys Blick fällt deutlich kritischer aus.
„Seine Geschichte ist letztendlich die Geschichte eines Hochstaplers, eines Blenders. Seine These, Musk habe seinen Reichtum und seine Macht mit großen Versprechen aufgebaut."
Doch die Doku blickt dabei nicht nur auf seine Unternehmen, sondern auch auf seinen politischen Einfluss und seine Verbindungen zu rechtspopulistischen Parteien in mehreren Ländern. Musk selbst kommt nicht zu Wort. Ein Interview habe er abgelehnt. Stattdessen lässt der Regisseur unter anderem ein KI-Avatar mit Musks eigenen Aussagen sprechen. Persönliche Einblicke kommen etwa von seiner Exfreundin Ashley Saint Clair, mit der er ein Kind hat. Ihr Urteil:
„Er lehnt Empathie bewusst ab. Er entscheidet sich bewusst dafür, sich nicht in die Lage anderer Menschen zu versetzen. Er spricht oft über seine Kindheit. Ich bin jedoch sicher, dass es in diesem Raum viele Menschen gibt, die eine traumatische, vielleicht sogar schreckliche Kindheit hatten. Und ich sehe niemanden unter ihnen, der versucht, die Welt an sich zu reißen," sagt Claire. Ihr seien 40 Millionen Dollar geboten worden, damit sie nicht in der Doku auftritt. Musk äußert sich dazu nicht, bezeichnet den Film aber als Schmutzkampagne.