Zu der Fraktion Kaschieren und Färben gehören unsere Testerinnen Nadin und Kati.
“Die ersten grauen Haare sind natürlich nicht so schön, weil man weiß man wird älter, aber das lässt sich halt nicht vermeiden.”
“Es ist schon so, dass ich mich einfach wohler fühle ohne graue Haare, ich habe manchmal das Gefühl es macht mich emotional ein bisschen älter.”
Beide färben sich ihre Haare alle sechs Wochen. Bis zum nächsten Termin möchten sie die grauen Haare und Ansätze unkompliziert und schnell kaschieren. Tipps bekommen sie von Haarstylist Dennis.
“Haare werden grau, weil der Körper kein Melanin mehr nachbildet und somit das Haar nicht mehr mit Pigmenten versorgen kann.”
Also müssen Farbpigmente anders an die Haare kommen. Wir versuchen es zuerst mit diesem Haar-Mascara für 10 Euro aus der Drogerie.
“Die Konsistenz ist wirklich wie von einer Wimpernmascara.
“Schöner wäre es, wenn dieses Ding größer wäre und eine größere Bürste hätte. Dann könnte man großflächiger auftragen.”
Die Haarmascara verspricht sofortige Abdeckung, soll schnell trocknen und nicht abfärben. Das sieht Kati anders.
“Wahrscheinlich habe ich jetzt zu viel aufgetragen, weil es ist noch sehr feucht. Das sieht aber mehr bräunlich aus. Ein ganz klein wenig sieht man das auf den Fingerspitzen.”
Im Vorher-Nachher-Vergleich sehen wir, dass die Ansätze und grauen Härchen durch die Haar-Mascara gut kaschiert wurden.
Als nächstes im Test ein Ansatzspray für 11 Euro. Drei Sekunden sprühen und fertig.
“Der graue Ansatz ist weg. Das war auch relativ einfach. Es riecht auf jeden Fall chemisch, es riecht wie Trockenshampoo.”
“Wenn ich mit dem Finger auf den Ansatz tippe, färbt das ab. Es fühlt sich aber trocken an.”
Und auch Haarstylist Dennis ist zufrieden mit dem Ergebnis: “Ich finde das Resultat ganz gut. Man sollte es vielleicht nicht zu oft benutzen, weil es die Haare austrocknen, weil es schon ähnlich ist wie ein Trockenshampoo. Deswegen ist es auch wichtig, dass wir die Haare am Abend waschen und es nicht zu lange auf dem Haar bleibt.”
Mit frischgewaschenen Haaren testet Kati das nächste Produkt: ein Schaumfestiger inklusive Haartönung für knapp 3 Euro knetet sie ins trockene Haar.
“Irgendwie sieht es mir sehr orange aus, ich habe Angst.”
“Es gibt dem Haar einen goldigen Ton. Es glänzt natürlich unglaublich toll.”
So einiges verspricht sich unsere Testerin von diesem Ansatzpuder für 15 Euro.
“Es fühlt sich an, als hätte ich fettige Haare und als hätte ich ein Trockenshampoo benutzt. Und ich merke den Übergang in die Haare, die nicht bearbeitet sind, die sind ganz weich. Das Puder färbt ab”
Dabei sollen Ansatzpuder und Schaumfestiger auch wenn‘s nass wird eigentlich nicht abfärben. Finden wir es heraus.
"Es hat nicht lange gedauert, bis der Regen eintrat, dass es am Gesicht auf der Seite runterläuft. Und das natürlich nicht wirklich von langer Haltbarkeit zeugt.”
Und auch das Ansatzpuder bei Nadin ist etwas verwischt und die grauen Härchen kommen wieder durch.
Garantiert wasserfest sollen aber färbende Shampoos sein und der Effekt soll länger halten.
Kati testet ein Produkt für 10 Euro, Nadin das Günstige für 2 Euro.
”Lässt sich ganz leicht auftragen, riecht auch nicht verkehrt.”
“Die erste Haarwäsche hat jetzt nicht wirklich viel gebracht. Mir ist aufgefallen, dass auf der Packung auch nicht, keine Einwirkzeit steht.”
“Jetzt bin ich bei Haarwäsche 5 und ich glaube langsam tut sich was.”
"Der dunkle Ansatz ist gleichgeblieben, da hat sich von der Farbe nichts verändert, die fühlen sich auch nicht kaputt an, ich habe nur den Eindruck gehabt, dass die Spitzen trocken geblieben sind.”
Nach knapp vier Wochen sehen wir unsere beiden Testerinnen wieder. Haben die färbenden Shampoos die Ansätze und grauen Haare kaschieren können? Sie haben sechs Mal ihre Produkte angewendet.
“Normalerweise wasche ich ein max. zweimal in der Woche, aber ich habe festgestellt, das Shampoo fettet die Haare sehr... dadurch war der Effekt schneller zu sehen gewesen.”
“Man sieht natürlich einen kleinen Ansatz, aber die Übergänge von dem gefärbten zu dem nicht gefärbten Haar sind wesentlich weicher und nicht so hart.”
Das sehen wir auch hier im Vorher-Nachher-Vergleich. Anders bei Nadin, sie hat sich mehr erhofft: “Das Shampoo hat mir nicht geholfen, weil die grauen Haare, die eigentlich dunkel werden sollten, hell geblieben sind, die sind im Gegenteil, noch ein bisschen reflektierter.”
“Ich habe noch den Eindruck, dass der Ansatz ziemlich fettig geworden ist."
“Abgesehen von den öligen Ansätzen sieht man, dass es nicht abgedeckt hat, also gar nichts. Wenn die Haare ölig sind, bzw. Die Haut, dass sie wesentlich stärker hervorblitzen, weil sie mehr Glanz haben.”
Den Ansatz konnte das günstige Shampoo nicht kaschieren und auch die grauen Haare sind nach der Anwendung deutlich sichtbar.
Wir fassen also zusammen: Das teure, färbende Shampoo, Ansatzspray und Schaumfestiger mit Farbpigmenten konnten in unserem Test schnell und unkompliziert graue Haare und Ansätze bis zum nächsten Friseurtermin kaschieren.