Heftiger Wetterwechsel in Deutschland

Erst unerträgliche schwüle Hitze, dann Sturzfluten und Überschwemmungen mit Tornadogefahr

Der Regen- und Wolkenfilm für die kommenden 48 Stunden Regen breitet sich immer weiter aus
00:41 min
Regen breitet sich immer weiter aus
Der Regen- und Wolkenfilm für die kommenden 48 Stunden

von Oliver Hantke und Martin Pscherer

Jetzt wird es richtig unangenehm beim Wetter. Denn einerseits kommen wir aus dem Schwitzen nicht raus und andererseits kommt ein Gewittertief auf uns zu, das so einige Unannehmlichkeiten für uns parat hat. Und der heftige Wetterwechsel zieht sich zum Teil bis ins Wochenende hinein.

Oben im Video die Schauer und Gewitter für die nächsten 48 Stunden.

Hitze und Schwüle im Osten, Blitze und Schwüle im Westen - Tornadowarnung!

Die Grafik zeigt das Gewitterrisiko für Mittwoch, 17.08.2022
Am Mittwoch ziehen neue unwetterartige Gewitter im Westen auf.
wetter.de

Zur Wochenmitte zeigt uns das extreme Wetter noch zwei Seiten. Im Osten ist es die feuchte Hitze mit sehr heißen fast unerträglichen Temperaturen bis an die 35 Grad. Im Westen sind es die Vorboten des Gewittertiefs, die es zwar nicht ganz so heiß werden lassen, aber die Luft ist hier ebenfalls feucht und schwül. Unser Wetterexperte Martin Pscherer sieht die ersten Gefahren im Westen: „Heute gibt es vom Oberrhein bis zur Nordsee teilweise kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen, selbst Tornados sind nicht ganz ausgeschlossen.“

Lese-Tipp: Regen in Deutschland – Hoffnungsschimmer oder bleibt die Trockenheit ein massives Problem

29.09.2021, Schleswig-Holstein, Kiel: Das Videostandbild zeigt einen Tornado am frühen Abend über Kiel. Der Tornado hat nach Angaben der Polizei am frühen Mittwochabend in Kiel mehrere Menschen durch die Luft gewirbelt und ins Wasser gespült. Foto: S
Selbst die Tornadogefahr ist in den Gewitterzellen durchaus erhöht.
pil, dpa, Steven Hutchings

Am Donnerstag im Osten noch heiß, im Westen schon kühler

Die Grafik zeigt die Höchstwerte für Deutschland am Donnerstag, 18.08.2022
Große Temperaturunterschiede gibt es auch noch am Donnerstag.
wetter.de
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Donnerstag neue heftige Gewitter auf dem Weg in den Osten

Die Grafik zeigt das Gewitterrisiko für Donnerstag, 18.08.2022
Donnerstag wandert die Gewittergefahr in den Süden und Osten.
wetter.de

Die krassen Temperaturunterschiede, die am Donnerstag noch zwischen Ost und West vorhanden sind, sorgen am Donnerstag für neue Schauer und Gewitter, die dann langsam auch in den Osten vorankommen. Und das Langsame könnte zu einem großen Problem führen. Dadurch können enorme Regenmengen innerhalb kürzester Zeit fallen, die schnell zu Überflutungen führen können, da der harte und trockene Boden kaum Wasser aufnehmen kann.

Es wird verbreitet ziemlich ungemütlich. „Die Unwettergefahr steigt weiter an. Es sind verbreitet Gewitter möglich. Der Schwerpunkt zieht voraussichtlich vom Südwesten bis zu den östlichen Mittelgebirgen. Die Hauptgefahr besteht durch die Regenmengen, die bis Freitagnacht in Spitzen voraussichtlich 30 bis 50 Liter, örtlich auch deutlich mehr bringen können. Aber auch Hagel und Sturmböen sind möglich“, so die Aussichten von Pscherer.

Lese-Tipp: Hochsommer gibt sich noch nicht ganz geschlagen

15.08.2022, Niedersachsen, Leer: Ein Auto fährt auf einer überfluteten Straße. Foto: Lars Klemmer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
So könnten die Straßen in den nächsten Tagen öfter mal aussehen.. Bitte Vorsicht bei Starkregen!
fdt, dpa, Lars Klemmer

Am Freitag Sturzfluten und große Überschwemmungsgefahr im Süden

Die Grafik zeigt die Niederschläge am Freitag, 19.08.2022
Krasse Regenmangen werden am Freitag vor allem für den Südosten berechnet.
wetter.de

Noch extremer, sprich noch mehr Regen erwarten wir am Freitag und in der Nacht zu Samstag. Regional werden regelrechte Sturzfluten mit bis zu 200 Liter pro Quadratmeter erwartet. Wer in der Nähe von kleinen Bächen und Flüssen wohnt, sollte aufpassen und Vorbereitungen treffen. „Der Unwetterschwerpunkt liegt dann voraussichtlich im Süden und Osten, vor allem vom Schwarzwald, Alpen bis zum Erzgebirge. Hier rechnen die Modelle mit Regenmengen zwischen 40 und 100 Liter, regional auch 100 bis 200 oder sogar mehr möglich“, so Pscherer. Das wären dann schon fast Ausmaße wie im Ahrtal im Jahr 2021.

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(oha)