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Orcas und Delfine können sich freuen: Thomas Cook unterstützt SeaWorld und Co. nicht mehr

Orcas
Ein Highlight für die Zuschauer; Dressierte Orcas führen Kunststücke vor. © iStockphoto

Thomas Cook nimmt SeaWorld und den Tierpark Loro Parque aus seinem Programm

Einmal einen Delfin streicheln oder Orcas bei Kunststücken zu sehen sind nur einige der umstrittenen Attraktionen, die SeaWorld und Co. anbieten – auf Kosten der Tiere. Damit soll jetzt Schluss sein. Zumindest beim Reiseveranstalter Thomas Cook.

Trotz großer Nachfrage, bald keine Tier-Shows mehr

Orca mit abgeknickter Flosse
Orcas in Gefangenschaft leiden unter ihrem Schicksal. Sie verhalten sich anders als in Freiheit und haben eine stark verminderte Lebenserwartung. © iStockphoto

Orcas sind sehr soziale Tiere. In freier Wildbahn schwimmen sie eigentlich bis zu 60 Kilometer pro Tag und tauchen bis zu 100 Meter tief. In den kleinen Becken, in denen Orcas in Parks wie SeaWorld oder Loro Parque gehalten werden, ist das natürlich nicht möglich. Wie denn auch, wenn die Tiere in einem Swimmingpool ähnlichen Becken leben müssen. Obwohl diese Themenparks umstritten sind, werden aber immer noch Tagestrips für Touristen angeboten. Denn das Geschäft boomt und für viele Reiseveranstalter ist es sehr lukrativ, egal ob den Tieren in den begrenzten Haltungsverhältnissen kein artgerechtes Leben möglich ist.

Thomas Cook steigt aus dem Geschäft aus

Aber genau aus diesem Grund steigt der Reiseveranstalter Thomas Cook jetzt aus dem Geschäft aus. Das Unternehmen hatte schon vor 18 Monaten eine eigene strenge Tierschutzrichtlinie verabschiedet und jetzt entschieden, diese nochmals zu erweitern: "Thomas Cook hat nun entschieden, seine eigene Tierschutzrichtlinie zu erweitern und alle Tierattraktionen mit Orcas bis Sommer 2019 aus dem Programm zu nehmen.", wie das Management nun mitteilte. Demnach werden ab dem nächsten Sommer keine Tickets mehr für SeaWorld und den Loro Parque verkauft. Das bestätigte der Veranstalter jetzt auch dem Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF).

Andere Reiseveranstalter machen mit

Auch andere Reiseveranstalter ziehen nach. So kündigten die Veranstalter von DER Touristik an, bis 2020 sukzessive alle Angebote mit direktem Kontakt zu Wildtieren aus ihren Programmen zu entfernen. Dabei bezieht sich das Unternehmen auf Angebote wie Elefantenreiten, Delfinschwimmen, aber auch Spaziergänge mit Löwen, Bärenshows oder Stierkämpfe. Ein großer Schritt für den Tierschutz.

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