Ersatz für Reus und Sancho?

Borussia Dortmund: Warum Memphis Depay ideal zum Club passen würde

Memphis Depay
© dpa, Jan Woitas, woi nic

01. August 2020 - 15:20 Uhr

Depay und BVB: Passt das?

Marco Reus? Fällt auf unbestimmte Zeit aus. Jadon Sancho? Will angeblich zurück nach England. Da verwundert es kaum, dass Borussia Dortmund mit namhaften Offensivspielern in Verbindung gebracht wird. Der neuste Appetitmacher in der BVB-Gerüchteküche ist Memphis Depay von Olympique Lyon. Der niederländische Nationalspieler würde aus vielen Gründen zu den Schwarz-Gelben passen.

von Heiko Lütkehus

Zunächst die nackten Fakten: Depay befindet sich mit 26 Jahren im besten Fußballeralter, hat seine Qualitäten auf hohem Niveau bei Manchester United und Olympique Lyon nachgewiesen und würde aufgrund seines auslaufenden Arbeitspapiers 2021 keine Unsummen kosten.

Auch wenn Lyon-Präsident Jean-Michel Aulas als knallharter Verhandler bekannt ist, wird er den Mannschaftsführer auf keinen Fall für die erhofften 40 bis 50 Millionen Euro verkaufen können. Als realistisch gelten 25 Millionen Euro. Für Lyon dürfte Depays Verkauf in diesem Sommer unumgänglich sein. Einerseits, da aufgrund der abgebrochenen Ligue-1-Saison Einnahmen im zweistelligen Millionenbereich fehlen, andererseits, weil Lyon als Tabellensiebter die Champions- und Europa League voraussichtlich verpasst hat (es sei denn, man gewinnt das Finalturnier der Königsklasse) und Depay zwingend international spielen will.

Depay könnte der Borussia helfen

Der BVB könnte im Falle eines Transfers für vergleichsweise überschaubares Geld einen Offensiv-Allrounder von Top-Format in den Kader holen. Depay, der zumeist auf dem linken Flügel oder als hängende Spitze zum Einsatz kommt, könnte Dortmund mit seinem Mix aus Athletik, Tempo und Technik sofort helfen - und das auf mehreren Positionen.

Sollte Depay kommen, wäre er nicht allein als Ersatz für den wechselwilligen Sancho anzusehen, sondern auch als Vertreter oder gar Nachfolger von Reus zu sehen. Ähnlich wie der verletzungsanfällige Dortmunder Kapitän ist der Niederländer umtriebig und extrem schwer zu greifen. Sein Stil würde zum BVB passen.

Was dagegen sprechen könnte? Womöglich könnte der niederländische Nationalspieler zu viel kosten – und ein Gehalt im mittleren bis hohen einstelligen Millionenbereich fordern. In Corona-Zeiten zu viel für den BVB?

Manchester United könnte entscheidende Rolle spielen

Sonderlich konkret sind die Gerüchte über Depay und den BVB bislang nicht. Das könnte sich in den kommenden Tagen allerdings ändern, sollte Sancho zu Manchester United abwandern.

Kurios: Da die "Red Devils" übereinstimmenden Medienberichten zufolge ein sogenanntes Matching Right für Depay besitzen und somit in der Lage wären, den Oranje-Star zurückzuholen, könnte der Premier-League-Gigant ihn theoretisch zur Verhandlungsmasse im Sancho-Poker machen. Nicht unwahrscheinlich also, dass die Personalie also in Kürze heißer wird.

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