Auf diesem Feldweg soll Stafford Terrier "Elmo" die 60-jährige Joggerin bestialisch getötet haben.
Anwohner: "Die hat der Hund so entstellt, das man nicht mehr wusste, ist das männlich weiblich, ist es 20,40, oder 50 Jahre so furchtbar grässlich hat dieser Kampfhund diese Frau entstellt."
Auslöser der brutalen Attacke war offenbar der Jagdtrieb des Hundes: „Unvermittelt dürfte der Hund die Frau angegriffen haben, und die Hundehalterin hat dann versucht den Hund zurückzuziehen, sie wurde dabei selbst verletzt", so die Polizeisprecherin.
Nach Informationen der Tierschutzorganisation "Pfotenhilfe Lochen" soll Elmo eine Schutzhundeausbildung gehabt haben. Dabei soll ihm angeblich gezielt beigebracht worden sein, Menschen anzugreifen:
"Das ist exzessives, gesteigertes Beutefehlverhalten. Der Hund wird natürlich getriggert durch Selbstbelohnung. Das ist ihm massiv wichtig, an diese Beute zu kommen und da auch zu beschädigen oder eben zu erledigen und zu töten", sagt Hundetrainer Stefan Engels.
Auch in Deutschland kommt es immer wieder zu solchen Fällen. Der wohl bekannteste aus dem Jahr 2018, als Stafford Terrier Chico in Hannover eine Mutter und ihren Sohn angreift, beide überleben die Attacke nicht. Als wir hier nochmal bei verschiedenen Personen nachfragen, sehen die meisten die Angriffe differenziert:
"Klar, können Kampfhunde oder größere Hunde Menschen verletzten oder andere Tiere, aber das liegt immer nur an den Besitzern."
"Man muss halt schauen, wie so ein Hund drauf ist, und wenn man selbst weiß das der eigene Hund so drauf ist, sollte man schon zusehen das man die Öffentlichkeit eher meidet."
"Wer seinen Hund nicht im Griff hat, der darf also auch keinen Hund mehr führen, zumindest müsste da ein Maulkorb auferlegt werden."
Bisher ist das Halten von Kampfhunden bei uns in jedem Bundesland unterschiedlich geregelt. Je nach Rasse müssen unterschiedliche Verbote oder Auflagen eingehalten werden. Dazu gehören zum Beispiel Leinen- und Maulkorbzwang, und dass die Tiere den zuständigen Behörden gemeldet werden.
Kampfhund Elmo wurde mittlerweile eingeschläfert. Gegen seine 37-jährige Besitzerin wird laut österreichischen Medien nun wegen "grob fahrlässiger" Tötung ermittelt. Ihr drohen demnach bis zu drei Jahre Haft.