Das ist der Moment, in dem die Passagierin ausrastet und kurz darauf aus dem Flugzeug in der nigerianischen Stadt Lagos bugsiert wird. Und auch da eskaliert die Situation weiter: Alles, weil die Frau ihr Handy nicht komplett ausschalten wollte, wie es der Pilot im Flieger durchgesagt hatte.
Auf dem Flughafen Köln Bonn gibt es von Urlaubern wenig Verständnis für die Passagierin
„Weil es um die Sicherheit von allen Leuten geht.“
Anna Artmann war 5 Jahre lang Flugbegleiterin. Sie weiß, wie wichtig es ist, dass sich alle Passagiere an die Vorgaben halten:
„Gerade beim Start ist es wichtig, dass die komplette Kabine für einen eventuellen Notfall, der vorkommen könnte, vorbereitet ist. Dazu gehört, dass Wege frei sind, dass Passagiere im Fall der Fälle auch reagieren können und nicht durch solche Geräte abgelenkt sind.“
In diesem Fall reichte dem Piloten der Flugmodus nicht. Wir lassen Pilot Mirko Miesen die Situation einschätzen
„Das komplette Ausschalten eines Handys oder Smartphones, das ist so ein eigentlich ein Relikt aus der Vergangenheit, wo es also diesen Flugmodus auch noch gar nicht gab. Und man wollte also sicherstellen, dass dieses Gerät unter keinen Umständen noch Funksignale aussendet.“
Die Technik hat sich in den vergangen Jahren enorm verbessert, genaue Studien, was passieren könnte, wenn das Handy im Flugzeug angeschaltet bleibt, gibt es aber nicht. Trotzdem ist zumindest der Flugmodus für Mirko Miesen die bessere Wahl.
„Was aber auf jeden Fall vorkommen kann, ist, dass der Pilot in seinem Funk, was er hört, dann diese Funkstrahlen hören kann. Und das könnte einfach die Kommunikation stören und den Piloten in der Wahrnehmung und in der Aufmerksamkeit nachher beeinträchtigen.“
Die Entscheidung, ob Flugmodus oder nicht, liegt letztendlich bei der Airline. Und die Passagiere müssen sich nun mal daran halten.