Mit diesen Worten will die 31-jährige Angeklagte vor dem Essener Landgericht zwei Taten gegen ihre 79-jährige Oma rechtfertigen.
Es beginnt im März vergangenen Jahres.
Die Enkelin bereitet ihrer Oma einen Kakao zu. Den mischt sie laut Anklage allerdings mit einer hohen Dosis Beruhigungsmittel. Die Oma muss daraufhin ins Krankenhaus. Währenddessen raubt die Enkelin ihre Großmutter aus. Laut Anklage erbeutete sie dabei 2500 Euro und Schmuck.
EIn paar Monate später dann die zweite Tat. Im Juli bereitet die Enkelin ihrer Großmutter wieder ein Getränk zu, dieses Mal einen Milchshake.
Die Anklage lautet jetzt: versuchter Mord. Bei dem Prozessbeginn in Essen gestand die Enkelin allerdings nur die zweite Tat im Juli. Tötungsabsichten habe sie aber nicht gehabt.
Die Oma ist bei dem ersten Verhandlungstag nicht vorort, steht aber im Austausch mit ihrer Anwältin.
In der Anklage heißt es: Die Enkelin wollte durch den Mordversuch an das Erbe in Höhe von 300.000 Euro kommen. Die Angeklagte befinde sich außerdem in einer finanziellen Notlage.
Ob und warum die Enkelin die 79-Jährige tatsächlich umbringen wollte, muss jetzt geklärt werden. Die Richter haben dafür vorerst sechs weitere Verhandlungstage festgelegt.