Das Meer aus Kerzen und Blumen wächst hier in Crans-Montana jeden Tag. Es erinnert an die 40 Toten, von denen 20 minderjährig waren.
Unter ihnen auch der 16-Jährige Arthur. Seine Mutter Laetitia hatte bis zuletzt gehofft, dass ihr Sohn unter den Überlebenden ist.
Laetitia Brodard-Sitre, Mutter von Arthur, am 2.1.2026: „Ich will wissen, wo mein Kind ist und bei ihm sind. Ob das auf der Intensivstation oder im Leichenschauhaus ist."
Nun hat auch sie die traurige Gewissheit, dass ihr Kind die Brandkatastrophe nicht überlebt hat.
Andere kämpfen noch um ihr Leben nach dem Inferno.
Auch hier im Unfallkrankenhaus Berlin. In die Spezialabteilung für Verbrennungen ist ein 18-Jähriger verlegt worden. Er ist operiert worden und außer Lebensgefahr – doch auch er wird Narben zurückbehalten.
Prof. Leila Harhaus-Wähner, Direktorin Klinik für Schwerbrandverletzte: „Die Brandursache gilt als geklärt. Wunderkerzen an Champagnerflaschen haben die Schaumstoff-Akustikverkleidung an der Decke entzündet. Im Fokus der Ermittlungen stehen jetzt die beiden Barbesitzer.
Anna Hohns, RTL-Reporterin in Crans-Montana: „Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen das Betreiber-Ehepaar wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und ob es vielleicht aus Unachtsamkeit den Brand ausgelöst haben könnte.
Hinzu kommen weitere Vorwürfe – bei Umbauarbeiten vor zehn Jahren wurde die Fluchttreppe verengt.
Auch die vielen minderjährigen Partygäste hätten um die Uhrzeit, als der Brand ausbrach, nicht mehr im Club sein dürfen.
Außerdem ist auf einem Video des Abends zu sehen, dass das Schild für den Rettungsweg nicht beleuchtet ist.
Anna Hohns, RTL-Reporterin in Crans-Montana: „Man könnte vermuten, dass zumindest für die Betreiberin das Thema Brandschutz kein neues war. Denn französische Medien berichten, dass ihr Vater angeblich Feuerwehrmann ist und ihr Onkel soll Vorstand einer Organisation zur Waldbrandbekämpfung sein."
Ob durch besseren Brandschutz mehr Menschen die Katastrophe hätten überleben können, müssen nun die Ermittlungen klären. Sicher keine leichte Aufgabe. Doch nichts im Vergleich zu der großen Trauer und dem Schmerz, den die Hinterbliebenen und auch die Rettungskräfte hier in Crans-Montana aushalten müssen.