Und ich wurde geweckt von Geschreie und von knallenden Türen im Treppenhaus. Dann bin ich sofort aufgestanden, hab gesagt, hier ist irgendwas. Ich habe an der Haustür gelauscht, war nichts. Da habe ich draußen geguckt. Es war ziemlich hell, habe die Tür aufgerissen, habe die Hitze gespürt, habe hoch geguckt, nach links oben, die komplette Bude in Brand. Ich hab zu meiner Frau gesagt Kinder einpacken und raus hier! Alle raus!
Das Flammeninferno. Es ist das Ende einer grauenhaften Tat. Der 34-jährige Familienvater soll in den frühen Morgenstunden mehrfach mit einem Messer auf seine Frau und zwei seiner drei Kinder eingestochen haben. Sie sind zehn, 13 und 15 Jahre alt.
Wir haben die Familie gekannt, und wir haben drei Jahre unter denen gelebt. Und der Mann war eigentlich immer immer lieb, immer, immer ruhig. Aber so eine Tat zu vollbringen, Unglaublich, unglaublich.
Nach seiner Attacke auf die Familie soll der mutmaßliche Täter die Wohnung in Brand gesteckt haben. Erst dabei soll dann auch sein drittes Kind schwer verletzt worden sein. Ein anderer Nachbar wird auf die Flammen aufmerksam und rettet die Kinder über eine Leiter vom Balkon.
Dieser so schlimm aus. Die Leiter war so groß, Der Mann da oben, die Kinder am Schreien, halb bewusstlos, am Bluten überall. Und dann noch dieser Qualm.
Der Vater ist zunächst auf der Flucht. Am Morgen sucht die Polizei nach ihm mit einem Großaufgebot und schafft es nach kurzer Zeit, den 34-jährigen festzunehmen auf einem Autobahnparkplatz. Offenbar wusste die Polizei ziemlich genau, in welche Richtung er geflohen war. Zurück bleibt ein schwer beschädigtes Haus und eine fast komplette Familie im Krankenhaus.