Johanna Röh ist Chefin einer Tischlerei und schwanger. Wäre sie angestellt, würde sie ein bezahltes Beschäftigungsverbot bekommen.
Doch die 34-Jährige steht stattdessen jeden Tag in ihrem Betrieb. Sie kann bei den Arbeiten nur zuschauen, zum Wohl ihres ungeborenen Kindes.
"Es ist ja so, dass es quasi eine ziemlich laute Maschine ist und auch vibrierend. Und diese Bohle darauf zu heben ist schwer. Und auch das drüber schieben, das beansprucht zum Beispiel Bauchmuskeln, die ich jetzt so nicht beanspruchen sollte. "
Die Aufträge bleiben deshalb liegen. Johanna macht sich Sorgen um ihren Betrieb und ihre Angestellten.
"Das bedeutet eigentlich, dass die Fixkosten weiterlaufen, ich aber nicht für mich selber sorgen kann und ich auch gucken muss, eben ob oder wie ich den Betrieb halten kann."
Johanna Röh fordert eine Reform des Mutterschutzes für Selbstständige- damit Frauen mit Kinderwunsch Mutter und Unternehmerin gleichzeitig sein können.