Nach Anschlag auf Stromnetzwerk: Berliner Familie sitzt in der Kälte! Mutter stocksauer
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Nach dem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetzwerk sitzen auch am Montag noch rund 20.000 Haushalte im Dunkeln, können weder heizen noch warmes Essen kochen. RTL besucht eine Familie in Wannsee, die versucht, aus der so schweren Zeit das Beste zu machen.
Von einer warmen Mahlzeit oder einer heißen Dusche kann Familie Mathlouthi gerade nur träumen.
„Die Kinder wollen natürlich nicht duschen, Haare waschen. Das ist so jetzt alles aufgeschmissen. Wirklich nur noch Gesicht waschen, Katzenwäsche und danach auch wirklich ganz schnell wieder gut anziehen. Weil wer? Ein krankes Kind haben wir leider schon."
Die Schule fällt heute aus. Jegliche Spielkonsolen sind ohne Strom nicht zu gebrauchen und die Brettspiele sind durchgespielt.
„Es hat ja jetzt draußen richtig geschneit und wir würden ja auch sonst rausgehen, mit den Schlitten fahren. Aber wenn wir wieder hierher kommen, können wir uns ja dann gar nicht aufwärmen, richtig ? Und dann gehen wir halt auch nicht. Und das ist zu kalt."
Auch schon gestern Abend heißt es: Kerzenlicht statt Lampen.
Wir haben uns so ein bisschen mit Lichtern eingerichtet, Kerzen und so, die eigentlich relativ gut sind. Wir haben aber auch ich muss dazu sagen, ein gut gedämmtes Haus.
Deshalb will die Familie auch noch in der Wohnung bleiben. Wenn es noch mehr auskühlt überlegen sie aber bei Verwandten zu übernachten.
Und im schlimmsten Fall soll der Stromausfall noch bis Donnerstag gehen, genau weiß das gerade niemand. Betroffen ist der hier rot eingezeichnete Bereich im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Nach dem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Kraftwerk Lichterfelde am Samstagmorgen spricht Berlins Regiernder Bürgermeister von „Terror":
„Offenkundig war es ja ein linksextremer Anschlag. Hier wurde gezielt mit Menschenleben gespielt. Älteren Menschen, die von Beatmungsgeräten zB abhängig sind."
Es ist nicht der erste Anschlag dieser Art in Berlin. Diesmal hat sich die sogenannte Vulkangruppe dazu bekannt. Die linksextremistische Vereinigung will angeblich die Energiewirtschaft treffen. Getroffen hat es aber Zehntausende Berlinerinnen und Berliner. Einige von ihnen müssen sich inzwischen in Notunterkünften aufwärmen:
„Also heute morgen waren es sportliche 12 Grad in der Wohnung."
„Wir überlegen auch zu nem Freund nach Brandenburg zu gehen. Es wird ja auch noch kälter."
Doch manche gehen ganz bewusst nicht - weil sie Angst vor Plünderern haben.
„Will auf jeden Fall immer ein Auge aufs Haus haben, weil ich gelesen habe im Internet, dass die ersten Banden da aufgegriffen wurden. Ich mein, das ist schon schlimm genug, aber dass da die Leute kommen und das noch ausnutzen, ist schon fast das schlimmere an der Sache."
In Berlin gilt inzwischen eine Großschadenslage. Während Politik und Einsatzkräfte an Lösungen arbeiten, versuchen Familien wie die Mathlouthis weiter, das Beste aus der Situation zu machen...

