Kurz vor dem Eingriff kommen die Tränen: Schlupflider ade! Nina Anhan legt sich unters Messer
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Ein kleiner Eingriff, schnell gemacht – so hatte Nina Anhan sich ihre Lidstraffung vorgestellt. Doch als aus der Beauty-Behandlung ein echter OP-Termin wird, kommt die Unsicherheit. Wir begleiten sie auf dem Weg zu ihrem neuen Look und erleben eine Frau, die kurz vor dem Eingriff noch einmal ganz anders auf die Entscheidung blickt.
So ganz scheint Nina Anna nicht klar zu sein, auf was sie sich hier einlässt.
„Manchmal frage ich mich Was mache ich hier?
Die Frau, die an der Seite von Rapper Haftbefehl berühmt wird, hat einen Traum: Sie will sich operieren lassen. Ein Eingriff, dessen Ernsthaftigkeit die 35-Jährige gänzlich zu unterschätzen scheint. Nachdem sie sich aber gleichzeitig so sehr sehnt.
Wir treffen Nina Adnan am Morgen vor der OP in ihrem Haus in der Nähe von Stuttgart. Uns fällt es nicht auf, aber wenn die 35-Jährige in den Spiegel guckt, stört sie etwas.
"Auf den ersten Blick sieht man das nicht. Aber wenn ich dann leicht runtergucke, überlappt sich hier das Augenlid. Meine Augen wirken viel, viel müder und nicht so frisch. Aber ich finde es einfach gerade nicht schön. Ich habe keinen klaren Blick und das möchte ich jetzt ganz schnell ändern.“
Für die gelernte Kosmetikerin ist es nicht die erste OP. Die Mutter zweier Kinder hat sich die Brüste machen lassen, ihre Lippen sind aufgespritzt. Außerdem geht sie in unregelmäßigen Abständen zum Botoxen. Gutes Aussehen ist ihr wichtig. Dafür nimmt sie jedes Risiko in Kauf.
„Ich habe großen Respekt davor, weil das im Gesicht ist.“ Und natürlich kann da auch was schiefgehen. Gar keine Frage. Es sind meine Augen. Ja, ich hab so ein bisschen ein mulmiges Gefühl.“
Trotzdem will sie die OP unbedingt. Auch weil sie sich durch vermehrt TV Auftritte in den letzten Monaten selbst öfter im Fernsehen sieht. Und mit dem, was sie sieht, ist sie nicht immer zufrieden.
„Wie gesagt, ich bin sehr, sehr genau mit mir selbst. Gerade meine Haltung ist manchmal blöd im Podcast. Da hab ich auch gedacht: Oh no. Meine Augen. Immer, wenn ich dann runtergeguckt hab. Es hat mich übertrieben gestört. Ja, das macht einen irgendwie so ein bisschen älter und nicht mehr so frisch. Und so alt bin ich ja auch noch nicht.“
Im Oktober 2025 erscheint bei Netflix die Doku "Babo die Haftbefehl-Story ". 92 Minuten über das Leben von Ninas Aykut Anhan, besser bekannt als Rapper Haftbefehl. Das Brisante: In der Doku wird klar Ninas Mann hat ein akutes Drogenproblem, stirbt fast. Nach der Veröffentlichung beginnt ein Medienmarathon: Interviews, unzählige Zeitungsartikel. Podcast.
„Mein Portemonnaie hat es verändert.“ Ja, aber mein Leben nicht.“
Wie sich ihr Leben mit ihrem Mann verändert hat, dazu will Nina in unserem Interview nichts sagen. Alles, was sie sagt, es sei gerade ganz gut. Später wird sie dazu aber noch einen Satz sagen, der uns aufhorchen lässt. Jetzt sollen erst mal ihre Augen besser werden. Am nächsten Morgen treffen wir uns in der Klinik von Dr. Christian Fitz. Er ist plastischer Chirurg und wird Nina hier in der Klinik auf der Karlshöhe operieren. Ihre Freundinnen sind dabei, um sie zu unterstützen. Die Aufregung ist groß und Nina trägt schon Sonnenbrille. Noch nicht wegen der OP, nur wegen der fehlenden künstlichen Wimpern.
„Doch ich finde es ganz schlimm, weil mein Auge ganz anders .“ Und ich liebe dieses Cateye. Und jetzt habe ich Glubschaugen. Und. Ach Gott, ich bin froh, wenn meine Wimpern wieder draufkommen.“
2.700 € kostet der Eingriff. Viel Geld für eine OP, die nicht unbedingt notwendig ist. Aber Nina hat Gründe, abgesehen von ihrem Unwohlsein. Sie plant eine Karriere als Ballermannstar, will beruflich aus dem Schatten ihres Mannes hinaustreten. Dafür nimmt sie einiges in Kauf.
„Es ist tatsächlich eher bei ihr eine ästhetische Indikation. Und da gibt es eine ganz klare Differenzierung. Medizinisch notwendig oder sinnvoll? Sinnvoll, vielleicht falsch. Aber indiziert ist es, wenn das Sichtfeld eingeschränkt ist.“
Die Haut, die sich nach dem Anzeichnen zwischen den beiden Linien befindet, wird später im OP entfernt. Beim Blick in den Spiegel wird Nina klar, auf was sie sich hier eingelassen hat.
"Weil das so viel ist."
"Es ist mehr, als du dachtest." "Ja."
"Ich dachte, es wäre so ein kleiner Hautdingsda."
"Und jetzt hast du Angst oder mehr Angst?"
"Davor hab ich noch mehr Angst."
Diese Angst wird Nina gleich im Weg stehen. Denn beim Gang in den OP folgt plötzlich die Erkenntnis.
"Es ist ja eine richtige OP."
Ein Eingriff, nicht ganz ohne Risiken wie jede OP. Die Stellen rund um Ninas Augen werden örtlich betäubt. Danach beginnt Dr. Fitz damit, die Haut und den darunter liegenden Muskel vorsichtig zu entfernen. Nach gut einer Stunde ist die OP vorbei.
„Mein Leben ist auch nicht normal. Ich habe jeden Tag muss ich mit einer neuen Überraschung rechnen. So, ich. Ich habe Kinder. Die. Die, wo ich jeden Tag so alleine großziehe. Und ja, das macht viel mit dem Körper. Und jetzt so was noch? Das ist nicht ohne. Das darf man nicht unterschätzen.“
Knapp drei Wochen nach dem Eingriff meldet sie sich bei uns mit einer Videobotschaft.
„Ich bin so unfassbar happy. Schaut mal, die Naht ist noch ein bisschen rot, aber es wird jeden Tag besser. Und ich bin so unfassbar happy. Meine Augen strahlen irgendwie ganz anders. Und ja, ich habe keine Schlupflider mehr. Es hat sich mehr als gelohnt.“
Nina Anhan ist glücklich mit ihren neuen Augen. Und auch wenn ihr vielleicht nicht von Anfang an bewusst war, was diese OP bedeutet, das Ergebnis bringt sie näher an die für sie perfekte Version ihrer selbst. Und dieses Gefühl überwiegt am Ende gegenüber der Angst auf dem OP-Tisch.
