Die häufigste Todesursache einer Vereinswebsite ist kein technisches Problem. Es ist der Mitgliedsausweis, der zurückgegeben wird – und niemand kennt die Zugangsdaten.
In fast jedem Verein macht die Website eine einzelne Person nebenbei. Solange sie dabei ist, läuft alles. Hört sie auf, steht die Seite still: Termine veralten, der Vorstand im Impressum stimmt nicht mehr, und irgendwann läuft die Domain aus, weil die Rechnung an eine private Adresse ging. Wir zeigen, wie ihr das vermeidet, vergleichen zehn Anbieter, und fassen am Ende zusammen, was ins Impressum gehört.
Was eine Vereinswebsite leisten muss
- Übergebbar sein. Der wichtigste Punkt, und der am seltensten bedachte. Wählt einen Anbieter, bei dem sich die nächste Person in einer halben Stunde zurechtfindet – nicht den mit den meisten Möglichkeiten.
- Termine, die stimmen. Training, Versammlung, Turnier, Sommerfest. Eine Terminliste, die im März noch den Dezember zeigt, schadet mehr als gar keine.
- Einen klaren Weg zur Mitgliedschaft. Beitragshöhe, was drin ist, und der Aufnahmeantrag als Datei oder Formular. Wer beitreten will, soll nicht erst jemanden suchen müssen.
- Abteilungen sichtbar trennen. Wer beim Turnverein Kinderturnen sucht, interessiert sich nicht für die Volleyballsparte. Eigene Seiten je Abteilung sind übersichtlicher als eine lange Startseite.
- Ansprechpartner benennen. Nicht nur eine allgemeine Vereinsadresse, sondern wer für was zuständig ist – mit Funktion, nicht zwingend mit Privatnummer.
- Auf dem Telefon funktionieren. Eltern schauen vor dem Training kurz nach, ob die Halle belegt ist. Das muss in zehn Sekunden erkennbar sein.
Die besten Website-Baukästen für Vereine
Sortiert nach Eignung für Vereine – Übergebbarkeit, deutschsprachiger Support und einfache Pflege wiegen hier schwerer als Funktionsumfang. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben; sie folgen deshalb nicht der Reihenfolge in diesem Vergleich.
Die Anbieter im direkten Vergleich
Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick. Ohne Vorsteuerabzug zählt für die Vereinskasse der Bruttobetrag – rechnet bei netto ausgezeichneten Anbietern die Steuer hinzu.
| Anbieter | Preis pro Monat | Domain | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Jimdo | ab 9 € (Start) | 1. Jahr inklusive | Leicht zu übergeben, Anbieter aus Hamburg |
| IONOS | Aktionspreis im 1. Jahr | 1. Jahr inklusive | Server in Deutschland, Telefon rund um die Uhr |
| Wix | 9 € (Light) / 17 € (Core) | 1. Jahr inklusive | Formulare, Termine, mehrere Bearbeiter |
| Webador | 5,50–24 € nach Einstiegsrabatt | je nach Tarif | Sehr schlanker Editor, deutschsprachig |
| STRATO | ab 1 € Aktion, inkl. MwSt. | 1. Jahr inklusive | Bruttopreise, Server in Deutschland |
| WordPress by IONOS | Aktionspreis im 1. Jahr | 1. Jahr inklusive | Abgestufte Rechte je Abteilung |
| Squarespace | netto ausgewiesen | 1. Jahr inklusive | Beste Bilddarstellung, Server außerhalb der EU |
| World4You | 4 € inkl. 20 % öst. USt. | 1. Jahr kostenlos | Rechenzentrum in Österreich |
| SITE123 | Laufzeit vorab fällig | je nach Tarif | Anbieterzeichen bleibt im Fußbereich |
Die Anbieter im Detail
1. Jimdo – Weil die nächste Person damit auch zurechtkommt

⭐ 4,3/5
Jimdo: Für den Verein im DetailIn einem Verein zählt eine Eigenschaft mehr als alle anderen: Die Website muss jemand übernehmen können, der sie nicht gebaut hat. Genau darin ist Jimdo gut, weil es wenig zu verstehen gibt. Wer nach der Jahreshauptversammlung die Aufgabe erbt, findet sich in einer halben Stunde zurecht – ohne Einarbeitung und ohne den Vorgänger anzurufen.
Der Anbieter sitzt in Hamburg und antwortet auf Deutsch, was bei Fragen zu Impressum und Datenschutz hilft, für die im Vorstand selten jemand zuständig ist. Der Play-Tarif bleibt dauerhaft gratis, läuft aber unter einer Jimdo-Adresse – für einen Verein mit eigenem Namen die falsche Wahl. Für viele Abteilungen mit eigenen Redakteuren stößt das Angebot an Grenzen.
- Übergabe ohne Einarbeitung möglich
- Deutschsprachiger Support, Anbieter aus Hamburg
- In unter einer Stunde online
- Kostenloser Tarif zum Ausprobieren
- Keine Rollenverwaltung für mehrere Abteilungen
- Wenig Gestaltungsspielraum
- Gratis-Tarif nur mit Subdomain
2. IONOS – Eine Nummer, unter der jemand rangeht

⭐ 4,5/5
IONOS: Für den Verein im DetailWenn im Vorstand niemand tiefer in Technik steckt und die Seite am Wochenende vor dem Turnier nicht erreichbar ist, hilft kein Hilfeartikel. IONOS ist rund um die Uhr telefonisch auf Deutsch erreichbar – das ist für einen Verein mehr wert als jede zusätzliche Funktion.
Dazu kommen Rechenzentren in Deutschland, was bei Anmeldungen und Mitgliedsanträgen die Datenschutzangaben kurz hält. Die Domain ist im ersten Jahr enthalten; achtet darauf, sie auf den Verein und nicht auf eine Privatperson zu registrieren. Wer gestalterisch mehr will, ist bei Wix oder Squarespace besser aufgehoben.
- Telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch
- Rechenzentren in Deutschland
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Preise netto und brutto ausgewiesen
- Weniger Gestaltungsfreiheit als bei Wix
- Preissprung nach dem ersten Jahr
- Keine Rollenverwaltung
3. Wix – Termine, Abteilungen und Anmeldungen an einem Ort

⭐ 4,7/5
Wix: Für den Verein im DetailEin Verein mit mehreren Abteilungen braucht mehr als eine Seite mit Terminliste: eigene Bereiche je Sparte, ein Formular für den Aufnahmeantrag, vielleicht eine Anmeldung für Kurse oder das Sommerfest. Wix bringt das mit, und mehrere Personen können daran arbeiten – etwa je eine pro Abteilung.
Der Preis dafür ist Zeit beim ersten Aufbau: Die vielen Einstellungen kosten mehr Abende als bei Jimdo, und genau das kann bei ehrenamtlicher Betreuung zum Problem werden. Light liegt bei 9 Euro im Monat, Core bei 17 Euro. Beachtet, dass die Vorlage nach der Veröffentlichung nicht mehr wechselbar ist.
- Formulare für Aufnahmeanträge
- Mehrere Bearbeiter möglich
- Eigene Bereiche je Abteilung
- Größte Vorlagenauswahl im Vergleich
- Mehr Zeitaufwand beim ersten Aufbau
- Übergabe anspruchsvoller als bei Jimdo
- Serverstandort nicht in Deutschland
4. Webador – Termine ändern, ohne jemanden zu fragen

⭐ 3,7/5
Webador: Für den Verein im DetailBei einer Vereinsseite ändert sich vor allem eines regelmäßig: die Terminliste. Bei Webador öffnet ihr die Seite, ändert zwei Zeilen und veröffentlicht – ohne Anleitung. Das klingt unspektakulär, entscheidet aber darüber, ob die Termine gepflegt bleiben oder nach einem halben Jahr veralten.
Der Beginn ist rabattiert; danach liegen die Beträge je nach Stufe und Zahlweise zwischen 5,50 und 24 Euro monatlich. Für mehrere Abteilungen mit eigenen Redakteuren, Aufnahmeformulare oder einen geschützten Mitgliederbereich fehlen die Möglichkeiten.
- Termine ohne Einarbeitung änderbar
- Deutschsprachige Oberfläche
- Übergabe unproblematisch
- Kostenloser Tarif zum Testen
- Keine Rollenverwaltung
- Keine Formulare für Aufnahmeanträge
- Für viele Abteilungen zu schlicht
5. STRATO – Bruttopreise, die zur Vereinskasse passen

⭐ 4,1/5
STRATO: Für den Verein im DetailDie meisten Vereine ziehen keine Vorsteuer ab – für sie ist der Bruttobetrag der tatsächliche. STRATO weist die Preise entsprechend aus, was die Planung der Vereinskasse erleichtert. Bei netto auszeichnenden Anbietern müsst ihr dagegen umrechnen und liegt sonst um fast ein Fünftel daneben.
Dazu kommen Rechenzentren und Support in Deutschland; der Anbieter wirbt ausdrücklich mit DSGVO-konformem Hosting, was bei Mitgliederdaten die Argumentation verkürzt. Der Editor ist funktional, für aufwendige Bildstrecken vom Vereinsfest aber weniger geeignet als Squarespace.
- Bruttopreise passen zur Vereinskasse
- Rechenzentren und Support in Deutschland
- Wirbt ausdrücklich mit DSGVO-Konformität
- Günstige Aktionspreise
- Keine Rollenverwaltung
- Editor weniger modern als bei den Spitzenreitern
- Begrenzte Möglichkeiten bei Bildergalerien
6. WordPress by IONOS – Wenn jede Abteilung selbst schreibt

⭐ 4,6/5
WordPress by IONOS: Für den Verein im DetailIn einem größeren Verein wollen die Abteilungen selbst schreiben – Fußball meldet die Ergebnisse, die Jugend kündigt das Zeltlager an. WordPress kennt dafür abgestufte Rollen: Jemand darf Beiträge verfassen, aber nicht veröffentlichen; jemand anders gibt frei. Das verhindert, dass die Seite bei einer Person hängt.
WordPress by IONOS stellt die Basis bereit – Server in Deutschland, und die Updates macht der Anbieter. Der Haken ist die Übergabe: Die Einrichtung braucht einmal jemanden mit Kenntnissen, und wenn diese Person geht, ist der Nachfolger schneller überfordert als bei Jimdo. Für einen kleinen Verein ist das die falsche Wahl.
- Abgestufte Rechte für mehrere Abteilungen
- Erweiterungen für Termine und Mitglieder
- Rechenzentren in Deutschland
- Updates übernimmt der Anbieter
- Übergabe schwieriger als bei den Baukästen
- Einrichtung braucht einmal Fachkenntnis
- Für kleine Vereine überdimensioniert
7. Squarespace – Wenn ihr Sponsoren ansprecht

⭐ 3,9/5
Squarespace: Für den Verein im DetailFür die Mitgliederwerbung reicht eine schlichte Seite. Wenn ihr aber örtliche Unternehmen als Sponsoren gewinnen wollt, schaut dort jemand auf euren Auftritt, bevor er zusagt. Squarespace liefert ohne Gestaltungsaufwand ein Ergebnis, das nach Organisation aussieht – und stellt Bilder vom Vereinsleben am besten dar.
Für den Vereinsalltag hat der Anbieter zwei Nachteile: Die Server stehen außerhalb der EU, und die Preise werden netto ausgewiesen, was ohne Vorsteuerabzug eine Umrechnung erfordert. Testen könnt ihr 14 Tage ohne Kreditkarte.
- Hochwertigster Eindruck gegenüber Sponsoren
- Beste Darstellung von Vereinsbildern
- Editor schützt vor Gestaltungsfehlern
- 14 Tage testen ohne Zahlungsdaten
- Server außerhalb der EU
- Preise netto ausgewiesen
- Keine Rollenverwaltung
- Kein dauerhaft kostenloser Tarif
8. World4You – Für Vereine in Österreich

⭐ 3,7/5
World4You: Für den Verein im DetailFür einen Verein in Österreich ist World4You die naheliegende Wahl: Rechenzentrum im Land, deutschsprachiger Support, Preise inklusive der österreichischen Umsatzsteuer. Beachtet, dass für Vereinsregister und Impressumsangaben dort andere Vorschriften gelten als die in diesem Artikel beschriebenen deutschen.
Für deutsche Vereine ergibt der Anbieter wenig Sinn. Die enthaltene österreichische Steuer macht den Vergleich umständlich, und Server in Deutschland sind für euch näher. Der Funktionsumfang bewegt sich im Mittelfeld, eine Rollenverwaltung fehlt.
- Rechenzentrum und Support in Österreich
- Preise inklusive Umsatzsteuer
- Domain im ersten Jahr kostenlos
- Deutschsprachiger Ansprechpartner
- Für deutsche Vereine kein Vorteil
- Keine Rollenverwaltung
- Funktionsumfang im Mittelfeld
9. SITE123 – Nur für den Übergang

⭐ 3,2/5
SITE123: Für den Verein im DetailWenn der Verein gerade gegründet wurde und kurzfristig eine Adresse braucht, bringt SITE123 euch zügig online. Der Ablauf ist vorgegeben, und die Entscheidungen nimmt euch das System weitgehend ab.
Als dauerhafte Vereinsseite taugt das Angebot nicht. Die komplette Vertragslaufzeit wird sofort abgerechnet, erstattet wird nur binnen 14 Tagen – bei einer Kasse, die von Beiträgen lebt, bindet das unnötig Geld. Den Anbieterhinweis in der Fußzeile werdet ihr auch als zahlender Kunde nicht los.
- In etwa einer Stunde online
- Geführter Aufbau ohne Entscheidungen
- Sehr niedriger Einstiegspreis
- Gesamte Laufzeit wird vorab berechnet
- Anbieterzeichen bleibt im Fußbereich
- Kaum Gestaltungsfreiheit
- Keine Rollenverwaltung
Ein weiterer Anbieter
| Anbieter | Modell | Passt zu | Zu bedenken |
|---|---|---|---|
| Webnode | Baukasten mit Mehrsprachigkeit | Vereinen mit internationalen Kontakten | Kleiner Funktionsumfang, begrenzter Speicher |
Welcher Anbieter passt zu eurem Verein?
- Die Betreuung wechselt regelmäßig: Jimdo oder Webador. Beide so schlicht, dass die Übergabe ohne Einarbeitung funktioniert – das ist hier ein Vorteil, kein Mangel.
- Im Vorstand macht niemand Technik: IONOS. Eine Nummer, unter der jemand auf Deutsch rangeht, löst mehr Probleme als jede Funktion.
- Ihr habt mehrere Abteilungen mit eigenen Terminen: Wix für Formulare und mehrere Bearbeiter, WordPress by IONOS für abgestufte Rechte – letzteres nur, wenn jemand dranbleibt.
- Die Kasse rechnet mit Bruttobeträgen: STRATO. Der ausgewiesene Preis ist der, den ihr zahlt.
- Ihr sprecht örtliche Sponsoren an: Squarespace. Der Auftritt entscheidet dort häufiger, als man denkt.
Was ins Impressum eines Vereins gehört
Auch ein gemeinnütziger Verein braucht ein Impressum, sobald auf der Seite eine geschäftsmäßige Handlung vorliegt. Wo genau die Grenze verläuft, hat das Landgericht Essen 2012 entschieden (Az. 4 O 256/11): Wirbt ein gemeinnütziger Verein auf seiner Seite nur um Spenden, reicht das nach Auffassung der Richter noch nicht aus. Anders lag der Fall bei einem Tierschutzverein, der auf ein kostenpflichtiges Buch hinwies – dafür genügte bereits der Hinweis auf eine spätere Erwerbsmöglichkeit. Er hatte weder eine ladungsfähige Anschrift noch einen Vertretungsberechtigten im Impressum genannt, beides stand nur in der Satzung, und wurde von einem anderen Verein erfolgreich abgemahnt.
Praktisch heißt das: Sobald ihr irgendetwas anbietet – Bücher, Trikots, Kursplätze, Eintrittskarten –, gilt die volle Impressumspflicht. Und weil die Abgrenzung im Einzelfall schwierig ist, legen die meisten Vereine ohnehin ein vollständiges Impressum an. Neben den üblichen Angaben kommen dabei zwei Besonderheiten dazu.
- Vereinsname wie im Register. Also mit dem Zusatz „e. V.“, genau in der eingetragenen Schreibweise.
- Ladungsfähige Anschrift. Ein Postfach genügt nicht – es muss eine Adresse sein, unter der den Verein Post rechtswirksam erreicht.
- Der vertretungsberechtigte Vorstand nach § 26 BGB, mit vollständigen Namen und Funktionen. Ob der gesamte Vorstand vertritt oder einzelne Mitglieder allein, regelt eure Satzung.
- Registergericht und Vereinsregisternummer. Bei eingetragenen Vereinen gehören beide hinein.
- Zwei Kontaktwege – E-Mail und eine weitere Möglichkeit zur unmittelbaren Kommunikation.
- Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, falls vorhanden. Hat der Verein keine, entfällt die Angabe.
Ein Randaspekt, der für Vereine interessant ist: Das Landgericht Neuruppin wies 2014 den Antrag eines Vereins zurück, der einen anderen wegen fehlender Registerangaben abgemahnt hatte (Beschluss vom 9. Dezember 2014, Az. 5 O 199/14). Beachtet dabei das Entscheidende: Den Verstoß gegen die Impressumspflicht hat das Gericht durchaus festgestellt. Es verneinte lediglich die Spürbarkeit im Sinne des Wettbewerbsrechts, weil bei nichtwirtschaftlichen Vereinen die ideellen Zwecke im Vordergrund stünden. Ob das eine Bagatelle ist, wird in der Rechtsprechung unterschiedlich beurteilt. Verlasst euch also nicht darauf – die fehlenden Angaben zu ergänzen kostet fünf Minuten.
So haben wir bewertet
Ausgewertet haben wir die Tarifseiten der Anbieter im September 2026, mit Blick auf Übergebbarkeit an neue Betreuer, Support-Sprache und -Kanäle, Möglichkeiten für mehrere Bearbeiter, Formulare, Serverstandort sowie Preise mit Laufzeit und Folgepreis. Die Reihenfolge richtet sich nach der Eignung für Vereine und nicht nach der Gesamtbewertung – deshalb steht Jimdo vor Wix, obwohl Wix insgesamt besser abschneidet: In einem Verein wiegt die einfache Übergabe schwerer als der Funktionsumfang. Bei den Preisen weisen wir aus, ob netto oder brutto ausgezeichnet wird, weil das ohne Vorsteuerabzug einen spürbaren Unterschied macht. Die rechtlichen Angaben stützen sich auf § 5 DDG, § 26 BGB sowie die Entscheidungen des Landgerichts Essen vom 26. April 2012 (4 O 256/11) und des Landgerichts Neuruppin vom 9. Dezember 2014 (5 O 199/14). Sie ersetzen keine Rechtsberatung. Ein zusätzliches Angebot führen wir ohne Preisangabe zur Einordnung auf. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben.
Fazit
Für die meisten Vereine sind Jimdo und Webador die vernünftigste Wahl – nicht obwohl sie wenig können, sondern weil sie wenig können. Eine Seite, die der Nachfolger in einer halben Stunde versteht, bleibt gepflegt; eine mit hundert Möglichkeiten bleibt stehen. Macht im Vorstand niemand Technik, spricht die deutschsprachige Hotline für IONOS. Bei mehreren Abteilungen mit eigenen Redakteuren lohnt Wix, bei abgestuften Rechten WordPress by IONOS – aber nur, wenn jemand dauerhaft dranbleibt.
Die wichtigste Entscheidung fällt aber vor dem Anbieter: Legt Domain und Zugang auf den Verein, nicht auf eine Privatperson. Als Inhaber der Vereinsname, als Kontakt eine Vereinsadresse, als Zahlungsweg das Vereinskonto – und die Zugangsdaten dort, wo der Vorstand sie findet. Das kostet bei der Einrichtung zehn Minuten und erspart euch den Fall, in dem die Website noch läuft, aber niemand mehr hineinkommt.
Häufig gestellte Fragen
Auf den Verein, nicht auf eine Privatperson. Tragt den Vereinsnamen als Inhaber ein, nutzt eine Vereinsadresse als Kontakt und das Vereinskonto als Zahlungsweg. Läuft alles auf den privaten Namen desjenigen, der die Seite gebaut hat, kommt nach seinem Ausscheiden niemand mehr heran – im schlimmsten Fall ist die Adresse verloren.
Jimdo oder Webador, wenn die Betreuung regelmäßig wechselt – beide sind so schlicht, dass ein Nachfolger sich in einer halben Stunde zurechtfindet. IONOS, wenn niemand im Vorstand Technik macht und eine Telefonnummer wichtiger ist als Funktionen. Wix, wenn mehrere Abteilungen eigene Bereiche brauchen.
Sobald eine geschäftsmäßige Handlung vorliegt. Das Landgericht Essen entschied 2012 (Az. 4 O 256/11), dass reine Spendenwerbung dafür noch nicht ausreicht – der Hinweis auf ein kostenpflichtiges Buch dagegen schon, selbst wenn es erst später erwerbbar war. Sobald ihr also irgendetwas anbietet, gilt die volle Pflicht. Die meisten Vereine legen deshalb ohnehin ein vollständiges Impressum an.
Nur wer nach der Satzung tatsächlich befugt ist, den Verein zu vertreten – in der Regel Vorstandsmitglieder nach § 26 BGB, mit vollständigen Namen und Funktionen. Ein einfaches Mitglied, das die Website pflegt, darf sich dort nicht eintragen. Es kann getrennt als technischer Ansprechpartner genannt werden.
Drei Dinge. Die Änderung ist beim Registergericht anzumelden, in notariell beglaubigter Form – eine persönliche Pflicht des Vorstands, bei Untätigkeit drohen Zwangsgelder. Das Impressum ist zu aktualisieren. Und die Zugangsdaten für Website und Domain gehören in die Übergabe, genauso wie Schlüssel und Unterlagen.
Ja, der Wechsel ist mit der Wahl wirksam. Die Eintragung ins Vereinsregister ist deklaratorisch, also nur nachvollziehend. Sie sollte trotzdem zügig erfolgen: Solange sie fehlt, gelten nach außen die bisherigen Mitglieder als vertretungsberechtigt und könnten den Verein wirksam verpflichten.
Bei eingetragenen Vereinen ja. Das Landgericht Neuruppin hielt 2014 zwar eine Abmahnung wegen fehlender Registerangaben für unbegründet – den Verstoß gegen die Impressumspflicht stellte es aber ausdrücklich fest und verneinte nur die wettbewerbsrechtliche Spürbarkeit. Ob das eine Bagatelle ist, wird unterschiedlich beurteilt. Die Angaben zu ergänzen kostet fünf Minuten.
Nur mit Einwilligung der abgebildeten Personen, bei Kindern der Sorgeberechtigten – und zwar vor der Veröffentlichung. Holt sie am besten einmal jährlich schriftlich ein, zusammen mit den übrigen Formularen. Rechnet damit, dass eine Einwilligung widerrufen werden kann; dann muss das Bild von der Seite.
Wählt den Anbieter danach aus, wie schnell eine Änderung geht. Bei Jimdo und Webador ändert ihr eine Zeile und veröffentlicht – ohne Anleitung. Genau das entscheidet darüber, ob die Termine gepflegt bleiben. Legt außerdem fest, wer zuständig ist, sonst macht es am Ende niemand.
Nennt die Beitragshöhe, was dafür enthalten ist, und stellt den Aufnahmeantrag als Datei oder Formular bereit. Wer beitreten will, soll nicht erst jemanden suchen müssen. Bei Wix lässt sich ein Formular direkt einbauen, bei den schlankeren Anbietern verlinkt ihr eine PDF.
Ab zwei bis drei Sparten ja. Wer beim Turnverein Kinderturnen sucht, interessiert sich nicht für Volleyball. Eigene Seiten je Abteilung sind übersichtlicher als eine lange Startseite – und sie lassen sich leichter an die jeweilige Abteilung zur Pflege übergeben.
Je nach Anbieter und Laufzeit rund 3 bis 17 Euro monatlich, ohne Vorsteuerabzug jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Jimdo startet bei 9 Euro, Webador ab 5,50 Euro als Folgepreis. STRATO weist die Preise bereits brutto aus, was die Planung der Vereinskasse erleichtert. Prüft immer den Folgepreis nach dem ersten Jahr.
