Zwischen Notartermin und Handelsregistereintrag vergehen oft Wochen. In dieser Zeit haftest du für alles persönlich – und auf der Website muss ein Zusatz stehen, den fast niemand kennt.
Für ein Startup ist die erste Website kein Aushängeschild, sondern ein Messinstrument. Sie soll herausfinden, ob jemand das Produkt will, bevor ihr es baut. Deshalb zählt hier etwas anderes als sonst: nicht Gestaltungsfreiheit, sondern wie schnell ihr eine Idee testen und wieder verwerfen könnt. Wir zeigen, worauf es dabei ankommt, vergleichen zwölf Anbieter, und erklären am Ende, was in der Gründungsphase ins Impressum gehört.
Was eine Startup-Website leisten muss
- In Stunden stehen, nicht in Wochen. Die erste Seite ist eine Hypothese, kein Produkt. Wenn der Aufbau drei Tage kostet, testet ihr am Ende weniger Ideen – und das ist der eigentliche Verlust.
- Interesse messbar machen. Ein Formular für die Warteliste, ein Newsletter, ein Klick auf „Vorbestellen“ – irgendetwas muss zählbar sein. Eine Seite ohne messbare Handlung beantwortet keine Frage.
- Das Versprechen in einem Satz. Wer nach fünf Sekunden nicht weiß, worum es geht, ist weg. Das ist Textarbeit, keine Designarbeit – und der mit Abstand wirksamste Hebel auf der ganzen Seite.
- Schnell änderbar sein. Ihr werdet die Botschaft zehnmal umschreiben. Jede Änderung, die Entwicklerzeit kostet, wird nicht gemacht.
- Vor Investoren bestehen. Wer mit Kapitalgebern spricht, wird gegoogelt. Team, Problem, Lösung, Kontakt – mehr braucht es nicht, aber das sollte stimmen.
- Einen Ausstieg erlauben. Wenn das Produkt wächst, zieht ihr auf eine eigene Anwendung um. Achtet darauf, dass ihr Domain und Inhalte mitnehmen könnt.
Die besten Baukästen für Startups
Sortiert nach Eignung für die frühe Phase – Tempo, Messbarkeit und die Möglichkeit, schnell wieder umzuwerfen, wiegen hier schwerer als Gestaltungsfreiheit. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben; sie folgen deshalb nicht der Reihenfolge in diesem Vergleich.
Die Anbieter im direkten Vergleich
Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick. Achtet bei allen Anbietern auf den Folgepreis nach dem ersten Jahr – er liegt teils deutlich über dem beworbenen Einstieg.
| Anbieter | Preis pro Monat | Domain | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Wix | 9 € (Light) / 17 € (Core) | 1. Jahr inklusive | Landingpage, Formulare und Shop in einem |
| Base44 | je nach Nutzung | separat | KI-Anwendungsbaukasten für Prototypen |
| Hostinger | 2,99 € netto (48 Mon.) / 11,99 € regulär | 1. Jahr inklusive | Günstigster Einstieg, EU-Serverwahl |
| Squarespace | netto ausgewiesen | 1. Jahr inklusive | Seriösester Auftritt, Server außerhalb der EU |
| IONOS | Aktionspreis im 1. Jahr | 1. Jahr inklusive | Server in Deutschland, Telefon rund um die Uhr |
| WordPress by IONOS | Aktionspreis im 1. Jahr | 1. Jahr inklusive | Beitragsverwaltung für Inhaltsstrategien |
| Jimdo | ab 9 € (Start) | 1. Jahr inklusive | Geführter Aufbau, Anbieter aus Hamburg |
Die Anbieter im Detail
1. Wix – Landingpage heute, erster Verkauf nächste Woche

⭐ 4,7/5
Wix: Für Startups im DetailIn der frühen Phase ändert sich die Botschaft wöchentlich, und genau darauf ist Wix ausgelegt: Ihr baut eine Landingpage in einem Nachmittag, formuliert um, tauscht Abschnitte, messt wieder. Für die Handlung, die ihr zählen wollt, gibt es alles Nötige – Formulare für die Warteliste, Newsletter-Anmeldung und eine Shop-Funktion, mit der sich auch ein erster Verkauf testen lässt.
Genau dieser Shop ist oft der ehrlichste Test: Ob jemand seine Mailadresse hinterlässt, sagt weniger aus als die Frage, ob er bezahlt. Light liegt bei 9 Euro im Monat, Core bei 17 Euro – jeweils bei jährlicher Abrechnung. Beachtet zwei Punkte: Die Vorlage lässt sich nach der Veröffentlichung nicht mehr tauschen, und die Server stehen nicht in Deutschland.
- Landingpage in Stunden aufgebaut
- Formulare, Newsletter und Shop für messbare Tests
- Größte Vorlagenauswahl im Vergleich
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Serverstandort nicht in Deutschland
- Vorlage nach Veröffentlichung nicht wechselbar
- Kein Werkzeug für echte Prototypen
2. Base44 – Wenn aus der Idee ein klickbarer Prototyp werden soll

⭐ 3,6/5
Base44: Für Startups im DetailBase44 gehört in eine andere Kategorie als der Rest dieser Liste: Ihr beschreibt, was die Anwendung können soll, und bekommt eine funktionierende Fassung mit Anmeldung, Datenbank und Nutzerkonten. Für ein Startup ist das der Unterschied zwischen „wir zeigen eine Seite über unsere Idee“ und „wir lassen Leute die Idee benutzen“.
Damit lässt sich testen, was eine Landingpage nicht beantworten kann – ob Menschen ein Werkzeug tatsächlich verwenden. Wix hat Base44 im Juni 2025 übernommen, was für die Weiterentwicklung spricht. Für eine klassische Marketingseite ist das Werkzeug allerdings überdimensioniert, und die Gesamtbewertung liegt unter der der etablierten Baukästen.
- Erzeugt funktionierende Anwendungen statt Seiten
- Anmeldung und Datenbank ohne Programmierung
- Beschreibung in Alltagssprache genügt
- Gehört zu einem etablierten Anbieter
- Für einfache Landingpages überdimensioniert
- Jüngeres Produkt mit weniger Erfahrungswerten
- Weniger Gestaltungskontrolle als bei Baukästen
3. Hostinger – Der günstigste Weg zur ersten Adresse

⭐ 4,2/5
Hostinger: Für Startups im DetailWenn das Budget aus dem eigenen Konto kommt, zählt jeder Euro. Hostinger ist der günstigste Einstieg, die Domain ist im ersten Jahr enthalten, und KI-Werkzeuge bringen die erste Fassung in kurzer Zeit online. Den Serverstandort legt ihr innerhalb der EU fest.
Ein Hinweis, der in der Gründungsphase besonders zählt: Die 2,99 Euro netto setzen einen Vertrag über 48 Monate voraus, sonst kostet der Tarif 11,99 Euro. Vier Jahre sind für ein Startup eine Ewigkeit – die Hälfte aller Ideen wird vorher verworfen. Rechnet deshalb mit dem Regulärpreis oder wählt eine kürzere Laufzeit.
- Niedrigster Einstiegspreis im Vergleich
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Serverstandort innerhalb der EU wählbar
- KI-Werkzeuge beschleunigen den Aufbau
- Aktionspreis nur bei 48 Monaten Vorauszahlung
- Lange Bindung passt schlecht zur Gründungsphase
- Kein Telefon-Support
- Preise netto ausgewiesen
4. Squarespace – Wenn Kapitalgeber mitlesen

⭐ 3,9/5
Squarespace: Für Startups im DetailSobald ihr mit Investoren oder größeren Geschäftskunden sprecht, wird eure Seite aufgerufen – und dann wirkt ein selbstgebauter Eindruck gegen euch. Squarespace liefert ohne Gestaltungsaufwand ein Ergebnis, das nach Unternehmen aussieht statt nach Nebenprojekt. Der abschnittsbasierte Editor sorgt dafür, dass das auch nach eurer zehnten Textänderung noch gilt.
Für die frühe Testphase ist der Anbieter allerdings zu schwerfällig: Ihr wollt dort schnell umwerfen, nicht sauber gestalten. Der typische Weg ist deshalb ein Wechsel – erst eine schnelle Seite zum Testen, dann Squarespace, wenn die Richtung steht. Ins Gewicht fallen der Serverstandort jenseits der EU und die Preisangaben ohne Steuer.
- Seriösester Eindruck gegenüber Investoren
- Vorlagen auf Agenturniveau
- Editor schützt vor Gestaltungsfehlern
- 14 Tage testen ohne Zahlungsdaten
- Für schnelle Tests zu schwerfällig
- Server außerhalb der EU
- Preise netto ausgewiesen
- Kein dauerhaft kostenloser Tarif
5. IONOS – Deutsche Server für den ersten Geschäftskunden

⭐ 4,5/5
IONOS: Für Startups im DetailWer im Geschäftskundenbereich startet, stößt früher auf Datenschutzfragen als erwartet – oft schon beim ersten Pilotkunden, dessen Einkauf einen Fragebogen schickt. Bei IONOS liegen die Daten in Rechenzentren in Deutschland, was diese Runde deutlich verkürzt.
Dazu kommt telefonischer Support rund um die Uhr auf Deutsch, was in einem Team ohne eigene IT hilft. Im ersten Jahr zahlt ihr weniger, anschließend den vollen Tarif – beide Werte seht ihr beim Bestellen. Für schnelle Gestaltungswechsel sind Wix und Squarespace die besseren Werkzeuge.
- Rechenzentren in Deutschland
- Telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Günstiger Aktionspreis im ersten Jahr
- Weniger Gestaltungsfreiheit als bei Wix
- Preissprung nach dem ersten Jahr
- Kein Werkzeug für Prototypen
6. WordPress by IONOS – Wenn Inhalte zur Wachstumsstrategie werden

⭐ 4,6/5
WordPress by IONOS: Für Startups im DetailManche Startups wachsen über Inhalte: Fachbeiträge, Marktanalysen, Leitfäden, die genau die Menschen erreichen, die später zahlen. Dafür ist WordPress das passendere Werkzeug, weil Beitragsverwaltung, Kategorien und Archiv zum Kern gehören statt angehängt zu sein.
Die technische Basis kommt von WordPress by IONOS mit Rechenzentren in Deutschland und übernommener Wartung. Für die reine Validierungsphase ist das überdimensioniert – der Aufbau kostet Zeit, die ihr dort nicht habt. Sinnvoll wird es, wenn die Richtung feststeht und ihr planmäßig publizieren wollt.
- Beitragsverwaltung mit Kategorien und Archiv
- Rechenzentren in Deutschland
- Updates übernimmt der Anbieter
- Große Auswahl an Erweiterungen
- Für die Validierungsphase zu aufwendig
- Einrichtung braucht einmal Fachkenntnis
- Langsamer im Umbau als ein Baukasten
7. Jimdo – Wenn die Seite heute stehen muss

⭐ 4,3/5
Jimdo: Für Startups im DetailDie häufigste Form des Scheiterns in der frühen Phase ist nicht die falsche Idee, sondern die nie veröffentlichte Seite. Jimdo nimmt euch die Entscheidungen ab: ein paar Fragen beantworten, Text einsetzen, veröffentlichen. Dass es nicht perfekt aussieht, ist in dieser Phase kein Nachteil.
Jimdo kommt aus Hamburg, der Support antwortet auf Deutsch. Der Play-Tarif bleibt dauerhaft gratis, läuft aber unter einer Subdomain – zum Testen brauchbar, für Investorengespräche nicht. Sobald ihr messen, verkaufen oder gestalten wollt, führt der Weg zu Wix.
- In unter einer Stunde online
- Keine Gestaltungsentscheidungen nötig
- Deutschsprachiger Support, Anbieter aus Hamburg
- Kostenloser Tarif zum Ausprobieren
- Wenig Möglichkeiten zum Messen
- Gratis-Tarif nur mit Subdomain
- Für den nächsten Schritt zu schlicht
KI-Baukästen und Designwerkzeuge im Startup-Umfeld
Neben den sieben Anbietern oben sind im Gründerumfeld mehrere Werkzeuge verbreitet, die eine andere Aufgabe lösen. Wir nennen sie zur Orientierung – Funktionsumfang und Preise ändern sich in diesem Segment besonders schnell.
| Werkzeug | Kategorie | Passt zu | Zu bedenken |
|---|---|---|---|
| Lovable | KI-Anwendungsbaukasten | Klickbaren Prototypen mit Datenbank | Ergebnis braucht technische Nacharbeit |
| v0 by Vercel | KI-Generator für Oberflächen | Teams mit Entwicklungskompetenz | Kein fertiges Produkt, sondern Bausteine |
| Framer | Designwerkzeug mit Veröffentlichung | Startups mit Designerin im Team | Steile Lernkurve, hoher Zeitaufwand |
| Webflow | Gestaltungsfreiheit auf Designer-Niveau | Späteren Phasen mit Marketingteam | Für die Validierung zu aufwendig |
| Umso | KI-Generator für Landingpages | Sehr schnellen Einzelseiten | Geringer Funktionsumfang |
Die ersten beiden gehören in dieselbe Kategorie wie Base44 und lösen dasselbe Problem: aus einer Beschreibung eine benutzbare Anwendung machen. Framer und Webflow sind dagegen Designwerkzeuge, die vor allem dann sinnvoll sind, wenn jemand im Team gestalten kann – sonst kosten sie mehr Zeit, als sie sparen. Prüft bei allen fünf, ob ihr eure Inhalte und die Domain später mitnehmen könnt.
Welcher Anbieter passt zu eurer Phase?
- Ihr wollt herausfinden, ob jemand das Produkt will: Wix. Landingpage in Stunden, Formulare und Shop-Funktion für echte Tests.
- Die Idee lässt sich nur benutzen, nicht beschreiben: Base44. Ein klickbarer Prototyp sagt mehr als zehn Landingpages.
- Ihr zahlt aus eigener Tasche: Hostinger oder der kostenlose Jimdo-Tarif. Beides reicht für die erste Hypothese.
- Nächste Woche sind Investorengespräche: Squarespace. Ohne Gestaltungsaufwand zu einem Auftritt, der nach Unternehmen aussieht.
- Eure ersten Kunden sind Unternehmen: IONOS. Deutsche Rechenzentren verkürzen die Datenschutzrunde mit dem Einkauf.
- Ihr wollt über Fachinhalte wachsen: WordPress by IONOS – aber erst, wenn die Richtung steht.
Das Impressum in der Gründungsphase
Sobald ihr eine Website geschäftsmäßig betreibt, gilt die Impressumspflicht. Rechtsgrundlage ist seit Mai 2024 § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes, das das frühere Telemediengesetz abgelöst hat. Fehlende oder unvollständige Angaben sind zugleich ein Wettbewerbsverstoß – Mitbewerber und Verbände können abmahnen, und behördlich drohen Bußgelder bis zu 50.000 Euro.
- Rechtsform vollständig ausschreiben. Also „UG (haftungsbeschränkt)“ und nicht nur „UG“. Die verkürzte Schreibweise ist ein verbreiteter Abmahngrund.
- Vertretungsberechtigte Person nennen. Bei mehreren Geschäftsführern alle. Wechselt jemand, muss das Impressum mitziehen.
- Registergericht und Handelsregisternummer angeben, sobald die Eintragung erfolgt ist, dazu die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, falls vorhanden.
- Zwei Kontaktwege bereitstellen. Eine E-Mail-Adresse allein genügt nicht – es braucht einen zweiten, unmittelbaren Weg.
- Erreichbarkeit prüfen, auch mobil. Das Impressum muss leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein. Wird es auf dem Telefon nicht sauber dargestellt, ist das angreifbar – prüft die Vorschau, bevor ihr veröffentlicht.
Eine praktische Erleichterung für Teams ohne Büro: Eine virtuelle Geschäftsanschrift ist unter bestimmten Voraussetzungen zulässig, etwa über ein Gründerzentrum oder einen spezialisierten Anbieter. Entscheidend ist, dass dieser eine wirksame Empfangsvollmacht hat und empfangsbedürftige Post rechtswirksam annehmen kann. Die Anschrift im Impressum muss dabei nicht mit der Adresse auf der Gewerbeanmeldung übereinstimmen (Übersicht zu den Impressumspflichten für Startups).
So haben wir bewertet
Ausgewertet haben wir die Tarifseiten der Anbieter im September 2026, mit Blick auf Aufbaugeschwindigkeit, Messbarkeit von Nutzerreaktionen, Verkaufsfunktionen, Serverstandort sowie Preise mit Laufzeit und Folgepreis. Die Reihenfolge richtet sich nach der Eignung für die frühe Gründungsphase und nicht nach der Gesamtbewertung. Bei Base44 nennen wir keine Preise, weil sich die Konditionen in diesem Segment häufig ändern – prüft sie vor dem Abschluss. Die rechtlichen Angaben stützen sich auf § 5 DDG sowie auf die Darstellung der Industrie- und Handelskammern zur Vor-GmbH. Sie ersetzen keine Rechtsberatung. Fünf weitere Werkzeuge nennen wir mit ihrer Kategorie, ohne Preise. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben.
Fazit
Für die Validierungsphase ist Wix die vielseitigste Wahl: Landingpage in Stunden, Formulare und Shop-Funktion, mit der ihr echte Zahlungsbereitschaft testen könnt statt nur Mailadressen zu sammeln. Lässt sich eure Idee nur durch Benutzen erklären, ist Base44 das passendere Werkzeug. Für den Auftritt vor Investoren nehmt Squarespace, für Geschäftskunden mit Datenschutzvorgaben IONOS – und wenn heute etwas online muss, Jimdo.
Zwei Dinge solltet ihr nicht aufschieben. Setzt eine messbare Handlung auf die Seite, bevor ihr Werbung schaltet – ohne sie beantwortet die Website keine Frage. Und schreibt das Impressum vollständig, solange ihr in Gründung seid: Der Zusatz „i. G.“ gehört hinein, und bis zur Eintragung haftet ihr persönlich. Beides kostet eine halbe Stunde und erspart Ärger, den ihr in dieser Phase am wenigsten brauchen könnt.
Häufig gestellte Fragen
Wix. Die Seite steht in Stunden, und für die Handlung, die ihr messen wollt, ist alles da – Formulare für die Warteliste, Newsletter-Anmeldung und eine Shop-Funktion. Wenn es noch schneller gehen muss und nichts gemessen werden soll, reicht auch der kostenlose Jimdo-Tarif.
Ein Baukasten erzeugt Seiten, ein Anwendungsbaukasten erzeugt benutzbare Anwendungen mit Anmeldung, Datenbank und Nutzerkonten. Für eine Landingpage, die Interesse misst, reicht der Baukasten. Für einen klickbaren Prototyp braucht ihr die andere Kategorie – etwa Base44, das seit 2025 zu Wix gehört.
Über eine zählbare Handlung: Anmeldung zur Warteliste, Newsletter, Vorbestellung. Am aussagekräftigsten ist eine echte Zahlung – ob jemand seine Mailadresse hinterlässt, sagt deutlich weniger aus als die Frage, ob er bezahlt. Richtet die Messung ein, bevor ihr Werbung schaltet.
Ja, sobald ihr eine Website, App oder einen Social-Media-Kanal geschäftsmäßig betreibt. Rechtsgrundlage ist seit Mai 2024 § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes, das das Telemediengesetz abgelöst hat. Fehlende Angaben sind zugleich ein Wettbewerbsverstoß; behördlich drohen Bußgelder bis zu 50.000 Euro.
Er steht für „in Gründung“ und ist zwischen notarieller Beurkundung und Handelsregistereintrag Pflicht. Die Vor-GmbH oder Vor-UG darf bereits unter ihrer Firma auftreten, aber nur mit diesem Zusatz – sonst ist der Firmengebrauch unzulässig. Er gehört damit auch ins Impressum.
Ja. Die vor der Eintragung handelnden Personen haften persönlich und gesamtschuldnerisch. Diese sogenannte Handelndenhaftung endet erst mit der Eintragung im Handelsregister – bis dahin schützt euch die Haftungsbeschränkung der Rechtsform nicht. Unabhängig davon haften auch die Gesellschafter für Verbindlichkeiten der Vorgesellschaft.
Den Zusatz „i. G.“ entfernen und Registergericht sowie Handelsregisternummer nachtragen. Falls eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer vorliegt, gehört sie ebenfalls hinein. Veraltete Angaben im Impressum sind ein häufiger Abmahngrund.
Unter bestimmten Voraussetzungen ja, etwa über ein Gründerzentrum oder einen spezialisierten Anbieter. Entscheidend ist, dass dieser eine wirksame Empfangsvollmacht hat und empfangsbedürftige Post rechtswirksam annehmen kann. Die Anschrift im Impressum muss nicht mit der Adresse auf der Gewerbeanmeldung übereinstimmen.
Nein. Neben der E-Mail-Adresse braucht es einen zweiten, unmittelbaren Kontaktweg. Achtet außerdem darauf, dass das Impressum leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar ist – auch auf dem Telefon. Eine fehlerhafte Darstellung auf kleinen Bildschirmen ist angreifbar.
Wenn das Produkt selbst zur Anwendung wird und der Baukasten nur noch die Marketingseite trägt. Achtet deshalb von Anfang an darauf, dass ihr Domain und Inhalte mitnehmen könnt. Ein Wechsel, bei dem ihr die Adresse verliert, kostet aufgebaute Sichtbarkeit.
Je nach Anbieter und Laufzeit rund 3 bis 17 Euro monatlich. Wix beginnt bei 9 Euro, Hostinger bei 2,99 Euro netto in der Aktion und 11,99 Euro regulär. Bei den KI-Anwendungsbaukästen hängt der Preis von der Nutzung ab – prüft die Konditionen vor dem Abschluss, sie ändern sich in diesem Segment häufig.
In der Gründungsphase eher nicht. Die günstigsten Preise setzen oft 48 Monate Laufzeit voraus – vier Jahre, in denen sich bei vielen Startups die Richtung grundlegend ändert. Rechnet mit dem Regulärpreis oder wählt eine kürzere Laufzeit; der Unterschied ist kleiner als das Risiko.
