Ob du ein Gewerbe anmelden musst oder nicht, entscheidet auch darüber, was in dein Impressum gehört. Und bei einem Blog auf der eigenen Seite kommt noch eine Angabe dazu, die fast niemand kennt.
Als Selbständiger ist deine Website das, was ein Ladenlokal für andere ist: der Ort, an dem Interessenten entscheiden, ob sie anfragen. Sie muss deshalb nicht schön sein, sondern überzeugend – und sie muss die Angaben tragen, die für deine Art der Tätigkeit vorgeschrieben sind. Und die unterscheiden sich, je nachdem ob du freiberuflich oder gewerblich arbeitest. Wir gehen durch, was die Seite können muss, stellen zehn Anbieter gegenüber und klären zum Schluss die Impressumsfrage.
Was deine Website leisten muss
- Klarmachen, für wen du arbeitest. „Beratung für mittelständische Maschinenbauer“ bringt mehr Anfragen als „Unternehmensberatung“. Je enger die Beschreibung, desto eher fühlt sich der Richtige angesprochen.
- Zeigen, wer dahintersteht. Bei Selbständigen kaufen Kunden die Person. Ein ordentliches Porträt und ein Werdegang mit Schwerpunkten wirken stärker als jede Aufzählung von Kompetenzen.
- Referenzen belegen – mit Erlaubnis. Frühere Projekte überzeugen am schnellsten. Kläre vorher, ob du Kundennamen nennen darfst; viele Verträge enthalten dazu Regelungen.
- Den ersten Schritt beschreiben. Was passiert nach der Anfrage, wie läuft ein Projekt ab, was kostet ein Erstgespräch? Diese drei Angaben senken die Hemmschwelle spürbar.
- Eine Preisorientierung geben. Ein Tagessatz oder eine Spanne filtert vor. Anfragen von Leuten, die dein Honorar ohnehin nicht zahlen würden, kosten dich nur Zeit.
- Ohne fremde Hilfe pflegbar sein. Du wirst Referenzen ergänzen und Texte umschreiben. Alles, wofür du jemanden beauftragen musst, bleibt liegen.
Die besten Website-Baukästen für Selbständige
Sortiert nach Eignung für Einzelselbständige – einfache Pflege, seriöser Auftritt und Support in der eigenen Sprache wiegen hier schwerer als Funktionsumfang. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben; sie folgen deshalb nicht der Reihenfolge in diesem Vergleich.
Die Anbieter im direkten Vergleich
Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick. Achte auf den Folgepreis nach dem ersten Jahr – und darauf, ob netto oder brutto ausgezeichnet wird.
| Anbieter | Preis pro Monat | Domain | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Squarespace | netto ausgewiesen | 1. Jahr inklusive | Seriösester Auftritt, Server außerhalb der EU |
| Wix | 9 € (Light) / 17 € (Core) | 1. Jahr inklusive | Terminbuchung und Shop enthalten |
| IONOS | Aktionspreis im 1. Jahr | 1. Jahr inklusive | Server in Deutschland, Telefon rund um die Uhr |
| WordPress by IONOS | Aktionspreis im 1. Jahr | 1. Jahr inklusive | Beitragsverwaltung für Fachinhalte |
| Jimdo | ab 9 € (Start) | 1. Jahr inklusive | Geführter Aufbau, Anbieter aus Hamburg |
| Hostinger | 2,99 € netto (48 Mon.) / 11,99 € regulär | 1. Jahr inklusive | Günstigster Einstieg, EU-Serverwahl |
| Webador | 5,50–24 € nach Einstiegsrabatt | je nach Tarif | Sehr schlanker Editor, deutschsprachig |
| STRATO | ab 1 € Aktion, inkl. MwSt. | 1. Jahr inklusive | Bruttopreise, Server in Deutschland |
| SITE123 | Laufzeit vorab fällig | je nach Tarif | Anbieterzeichen bleibt im Fußbereich |
Die Anbieter im Detail
1. Squarespace – Weil dein Auftritt vor dem Erstgespräch gelesen wird

⭐ 3,9/5
Squarespace: Für Selbständige im DetailBei Einzelselbständigen entscheidet der Eindruck oft vor dem ersten Gespräch – jemand hört deinen Namen, ruft die Seite auf und bildet sich in zehn Sekunden eine Meinung. Squarespace liefert ohne Gestaltungsaufwand ein Ergebnis, das professionell wirkt statt improvisiert. Der abschnittsbasierte Editor sorgt dafür, dass das auch nach deiner fünften Textänderung noch gilt.
Für Erstgespräche gibt es eine Terminlösung, allerdings nicht im Tarif enthalten: Squarespace verweist auf Acuity Scheduling mit eigenem Abonnement. Nachteilig sind der Serverstandort außerhalb der EU und die Preisangaben ohne Steuer. Testen kannst du 14 Tage ohne Kreditkarte, was für eine Entscheidung reicht.
- Seriösester Auftritt ohne Gestaltungsarbeit
- Vorlagen auf Agenturniveau
- Editor schützt vor Gestaltungsfehlern
- 14 Tage testen ohne Zahlungsdaten
- Terminbuchung nur über Acuity, separat zu buchen
- Server außerhalb der EU
- Preise netto ausgewiesen
- Kein deutschsprachiger Telefon-Support
2. Wix – Wenn du Termine vergibst oder digital verkaufst

⭐ 4,7/5
Wix: Für Selbständige im DetailZwei Funktionen machen Wix für Selbständige interessant, und beide sind ohne Zusatzabo dabei. Mit Wix Bookings lassen Interessenten sich selbst einen Termin für ein Erstgespräch geben, statt Mails hin und her zu schicken. Und über die Shop-Funktion verkaufst du digitale Produkte – Vorlagen, Leitfäden, kleine Kurse – ohne einen zweiten Dienst.
Dazu kommt die freie Gestaltung, wenn du ein eigenes Erscheinungsbild hast. Light liegt bei 9 Euro im Monat, Core bei 17 Euro. Zwei Punkte: Die Vorlage lässt sich nach der Veröffentlichung nicht mehr wechseln, und der erste Aufbau kostet wegen der vielen Einstellungen mehr Zeit als bei Squarespace.
- Terminbuchung ohne Zusatzabo enthalten
- Shop-Funktion für digitale Produkte
- Größte Vorlagenauswahl im Vergleich
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Mehr Zeitaufwand beim ersten Aufbau
- Serverstandort nicht in Deutschland
- Vorlage nach Veröffentlichung nicht wechselbar
3. IONOS – Kundendaten im Land, jemand am Telefon

⭐ 4,5/5
IONOS: Für Selbständige im DetailWer beratend arbeitet, bekommt über das Kontaktformular oft mehr als eine Terminanfrage – Menschen schildern ihr Anliegen, manchmal ausführlicher als nötig. Bei IONOS liegen diese Angaben in Rechenzentren in Deutschland, was die Auskunft gegenüber Kunden verkürzt und bei Firmenkunden mit eigenen Vorgaben gelegentlich Voraussetzung ist.
Der zweite Vorzug: telefonischer Support rund um die Uhr auf Deutsch. Als Einzelselbständiger hast du niemanden, den du fragen kannst – das ersetzt diese Nummer. Für das erste Jahr gibt es einen Rabatt, danach den Normaltarif; beide Werte stehen im Bestellvorgang. Gestalterisch sind Squarespace und Wix stärker.
- Rechenzentren in Deutschland
- Telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Preise netto und brutto ausgewiesen
- Keine eingebaute Terminbuchung
- Weniger Gestaltungsfreiheit als bei Wix
- Preissprung nach dem ersten Jahr
4. WordPress by IONOS – Wenn du über Fachbeiträge gefunden werden willst

⭐ 4,6/5
WordPress by IONOS: Für Selbständige im DetailFür viele Selbständige ist Sichtbarkeit das eigentliche Problem – nicht die Qualität der Arbeit. Fachbeiträge lösen das über die Zeit: Wer regelmäßig zu seinem Thema schreibt, wird von Menschen gefunden, die genau danach suchen. WordPress ist dafür das passendere Werkzeug, weil Beitragsverwaltung, Kategorien und Archiv zum Kern gehören.
Den Unterbau liefert WordPress by IONOS mit Rechenzentren in Deutschland und übernommener Wartung. Rechne mit einmaligem Einrichtungsaufwand, der über dem eines Baukastens liegt. Wenn du nicht vorhast, regelmäßig zu schreiben, lohnt sich das nicht – dann ist ein Baukasten die ehrlichere Wahl.
- Beitragsverwaltung mit Kategorien und Archiv
- Rechenzentren in Deutschland
- Updates übernimmt der Anbieter
- Große Auswahl an Erweiterungen
- Einrichtung braucht einmal Fachkenntnis
- Ohne regelmäßige Beiträge überdimensioniert
- Langsamer im Umbau als ein Baukasten
5. Jimdo – Für den Start ohne Webkenntnisse

⭐ 4,3/5
Jimdo: Für Selbständige im DetailAm Anfang der Selbständigkeit ist die Website selten die dringendste Aufgabe – und bleibt deshalb oft liegen. Jimdo nimmt dir die Entscheidungen ab: ein paar Fragen, Texte einsetzen, veröffentlichen. Für Vorstellung, Leistungen, Kontakt und Impressum reicht das vollkommen.
Jimdo kommt aus Hamburg, der Support antwortet auf Deutsch – hilfreich bei Fragen zu Impressum und Datenschutz, für die du sonst niemanden hast. Der Play-Tarif bleibt dauerhaft gratis, läuft aber unter einer Subdomain; gegenüber Geschäftskunden wirkt das unfertig. Für Referenzen mit Bildstrecken oder Terminbuchung stößt das Angebot an Grenzen.
- In unter einer Stunde online
- Keine Gestaltungsentscheidungen nötig
- Deutschsprachiger Support, Anbieter aus Hamburg
- Kostenloser Tarif zum Ausprobieren
- Keine Terminbuchung
- Wenig Gestaltungsspielraum
- Gratis-Tarif nur mit Subdomain
6. Hostinger – Eigene Adresse zum kleinsten Preis

⭐ 4,2/5
Hostinger: Für Selbständige im DetailIn den ersten Monaten der Selbständigkeit zählt jeder laufende Posten. Hostinger ist der günstigste Einstieg im Vergleich, die Domain ist im ersten Jahr enthalten, und der Serverstandort lässt sich innerhalb der EU bestimmen.
Achte auf die Bedingungen: Die 2,99 Euro netto setzen 48 Monate Laufzeit voraus, sonst kostet der Tarif 11,99 Euro. Vier Jahre sind früh in der Selbständigkeit eine lange Bindung – rechne lieber mit dem Regulärpreis. Telefon-Support gibt es nicht, was bei einer schlichten Seite selten stört.
- Niedrigster Einstiegspreis im Vergleich
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Serverstandort innerhalb der EU wählbar
- KI-Werkzeuge beschleunigen den Aufbau
- Aktionspreis nur bei 48 Monaten Vorauszahlung
- Kein Telefon-Support
- Preise netto ausgewiesen
- Keine Terminbuchung
7. Webador – Wenn fünf Seiten genügen

⭐ 3,7/5
Webador: Für Selbständige im DetailEine Seite über dich, eine zu den Leistungen, eine mit Referenzen, Kontakt und Impressum – mehr braucht die Website vieler Selbständiger nicht. Webador ist genau darauf zugeschnitten. Der Editor funktioniert ohne Einarbeitung, und eine neue Referenz ist in wenigen Minuten ergänzt.
Der Einstieg ist vergünstigt; anschließend liegen die Beträge zwischen 5,50 und 24 Euro pro Monat, abhängig von Stufe und Zahlweise. Für Terminbuchung, digitale Produkte oder regelmäßige Fachbeiträge fehlen die Möglichkeiten – wenn das absehbar ist, nimm gleich Wix oder WordPress.
- Bedienung ohne Einarbeitung
- Deutschsprachige Oberfläche
- Referenzen schnell ergänzt
- Kostenloser Tarif zum Testen
- Keine Terminbuchung
- Kein Verkauf digitaler Produkte
- Für regelmäßige Beiträge zu schlicht
8. STRATO – Deutsche Server, Preise inklusive Steuer

⭐ 4,1/5
STRATO: Für Selbständige im DetailSTRATO wirbt ausdrücklich damit, dass die Daten nicht auf beliebigen Servern im Ausland liegen, und nennt sein Hosting DSGVO-konform. Für Selbständige, die über Formulare Kundenangaben entgegennehmen, ist das die kürzere Erklärung. Rechenzentren und Support sitzen in Deutschland.
Die Bruttopreise sind praktisch, wenn du die Kleinunternehmerregelung nutzt und keine Vorsteuer abziehst – der ausgewiesene Betrag ist dann der tatsächliche. Bist du regelbesteuert, rechnest du zurück. Der Editor ist funktional, für einen gestalterisch anspruchsvollen Auftritt aber weniger geeignet als Squarespace.
- Rechenzentren und Support in Deutschland
- Wirbt ausdrücklich mit DSGVO-Konformität
- Bruttopreise transparent ausgewiesen
- Günstige Aktionspreise
- Keine Terminbuchung
- Editor weniger modern als bei den Spitzenreitern
- Begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten
9. SITE123 – Nur für den Übergang

⭐ 3,2/5
SITE123: Für Selbständige im DetailWenn du dich gerade selbständig gemacht hast und für die erste Anfrage überhaupt etwas Verlinkbares brauchst, bringt SITE123 dich zügig online. Du wirst durch den Aufbau geleitet, die Entscheidungen trifft weitgehend das System.
Als dauerhafter Auftritt taugt das Angebot nicht. Die gesamte Vertragslaufzeit wird sofort abgerechnet, erstattet wird nur binnen 14 Tagen – am Anfang der Selbständigkeit bindet das unnötig Geld. Und das Anbieterzeichen im Fußbereich bleibt auch im Bezahltarif stehen, was gegenüber Geschäftskunden nicht hilft.
- In etwa einer Stunde online
- Geführter Aufbau ohne Entscheidungen
- Sehr niedriger Einstiegspreis
- Gesamte Laufzeit wird vorab berechnet
- Anbieterzeichen bleibt im Fußbereich
- Kaum Gestaltungsfreiheit
- Keine Erweiterungsmöglichkeiten
Ein weiterer Anbieter
| Anbieter | Modell | Passt zu | Zu bedenken |
|---|---|---|---|
| Carrd | Einseitige Websites, sehr schnell gebaut | Einer digitalen Visitenkarte mit eigener Domain | Nur eine Seite, keine Referenzsammlung |
Für den allerersten Auftritt ist das eine ernsthafte Option: eine Seite mit Vorstellung, Leistungen und Kontakt, unter deiner eigenen Adresse, in zwanzig Minuten gebaut. Sobald Referenzen, Fachbeiträge oder eine Terminbuchung dazukommen sollen, führt der Weg zurück zu den Anbietern oben.
Welcher Anbieter passt zu dir?
- Kunden schlagen dich vor dem Erstgespräch nach: Squarespace. Der professionellste Eindruck, ohne dass du gestalten musst.
- Du vergibst Termine oder verkaufst digitale Produkte: Wix. Buchungsfunktion und Shop sind ohne Zusatzabo dabei.
- Über dein Formular kommen vertrauliche Angaben: IONOS oder STRATO. Beide hosten im Inland; bei IONOS kommt die Telefonhotline dazu.
- Du willst über Fachbeiträge gefunden werden: WordPress by IONOS – aber nur, wenn du wirklich regelmäßig schreibst.
- Du hast gerade angefangen: Jimdo, Webador oder Hostinger. Alle drei reichen für die ersten Monate völlig aus.
Freier Beruf oder Gewerbe? Das entscheidet dein Impressum mit
Nicht jede selbständige Tätigkeit ist ein Gewerbe. Wer einen freien Beruf ausübt – etwa als Journalistin, Ingenieur, Dolmetscherin, Arzt oder Rechtsanwältin –, meldet kein Gewerbe an; die Anzeige beim Finanzamt genügt. Gewerbesteuer fällt für diese Gruppe ebenfalls nicht an. Wer dagegen gewerblich tätig ist, meldet nach § 14 der Gewerbeordnung beim Gewerbeamt an und wird Pflichtmitglied der Industrie- und Handelskammer.
Für die Website wird das an einer Stelle konkret: Die Impressumspflicht nach § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes trifft beide Gruppen gleichermaßen, sobald die Seite geschäftsmäßig betrieben wird. Bei einem Teil der freien Berufe kommen aber zusätzliche Angaben hinzu.
- Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, falls vorhanden. Hast du keine, entfällt die Angabe – du musst keine nur fürs Impressum beantragen. Die Steuernummer gehört ohnehin nicht hinein.
- Zwei Kontaktwege. Eine E-Mail-Adresse und eine weitere Möglichkeit zur unmittelbaren Kommunikation, in der Regel die Telefonnummer.
- Ladungsfähige Anschrift. Ein Postfach genügt nicht. Wer von zu Hause arbeitet, muss die Privatadresse nennen – oder eine Geschäftsanschrift mit wirksamer Empfangsvollmacht nutzen.
- Als eigene Seite anlegen. Nicht mit Datenschutz oder Kontakt zusammenlegen. Üblich ist eine eigene Adresse und eine Erreichbarkeit in höchstens zwei Klicks von jeder Seite aus.
Wann ein Angebot als journalistisch-redaktionell gilt, ist im Medienstaatsvertrag nicht definiert und juristisch nicht abschließend geklärt – das musst du wissen, bevor du dich festlegst. Die Linie in der Fachliteratur: Reine Werbemaßnahmen und eine gewöhnliche Leistungsbeschreibung lösen die Pflicht nicht aus. Ein Blog mit regelmäßigen, inhaltlich gehaltvollen Beiträgen dagegen regelmäßig schon. Ein gedrucktes Gegenstück muss dafür nicht existieren. Im Zweifel ist die Angabe schnell ergänzt und kostet nichts – sie wegzulassen kann teuer werden.
So haben wir bewertet
Ausgewertet haben wir die Tarifseiten der Anbieter im September 2026, mit Blick auf den professionellen Eindruck, Terminbuchung, Verkauf digitaler Produkte, Beitragsverwaltung, Serverstandort sowie Preise mit Laufzeit und Folgepreis. Die Reihenfolge richtet sich nach der Eignung für Einzelselbständige und nicht nach der Gesamtbewertung – deshalb steht Squarespace vor Wix, obwohl Wix insgesamt besser abschneidet. Die rechtlichen Angaben stützen sich auf § 5 DDG, § 18 Abs. 2 MStV, eine Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags sowie die Hinweise der Industrie- und Handelskammern. Sie ersetzen keine Rechtsberatung; ob deine Tätigkeit als freier Beruf oder als Gewerbe einzuordnen ist, entscheidet im Zweifel das Finanzamt. Ein zusätzliches Werkzeug führen wir ohne Preisangabe zur Orientierung auf. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben.
Fazit
Für die meisten Einzelselbständigen ist Squarespace die beste Wahl, weil der Auftritt vor dem ersten Gespräch gelesen wird und dort ohne Gestaltungsarbeit etwas Professionelles entsteht. Vergibst du Termine oder verkaufst digitale Produkte, bringt Wix beides ohne Zusatzabo mit. Laufen über dein Formular vertrauliche Angaben, sind IONOS und STRATO mit ihren deutschen Rechenzentren die passenderen Anbieter. Und wer gerade angefangen hat, kommt mit Jimdo, Webador oder Hostinger für die ersten Monate gut zurecht.
Bevor du veröffentlichst, kläre zwei Dinge. Erstens, ob du zu einem reglementierten Beruf gehörst – dann brauchst du vier zusätzliche Angaben im Impressum, und der Verleihungsstaat der Berufsbezeichnung wird am häufigsten vergessen. Zweitens, ob auf deiner Seite redaktionelle Inhalte stehen; dann kommt der Verantwortliche nach dem Medienstaatsvertrag dazu. Beides kostet zusammen zwanzig Minuten und erspart dir eine Abmahnung, die deutlich mehr kostet.
Häufig gestellte Fragen
Nicht, wenn du einen freien Beruf ausübst – etwa als Journalistin, Ingenieur, Dolmetscherin, Ärztin oder Rechtsanwalt. Dann genügt die Anzeige beim Finanzamt, und Gewerbesteuer fällt nicht an. Bist du gewerblich tätig, meldest du nach § 14 GewO beim Gewerbeamt an und wirst Pflichtmitglied der Industrie- und Handelskammer.
Die Impressumspflicht nach § 5 DDG trifft beide Gruppen gleichermaßen, sobald die Seite geschäftsmäßig betrieben wird. Unterschiede gibt es bei den Zusatzangaben: Wer einen reglementierten Beruf ausübt, muss vier weitere Angaben machen. Freie Berufe ohne Kammer und gewerblich Tätige brauchen diese nicht.
Nach § 5 Abs. 1 Nr. 5 DDG: die Kammer, der du als Pflichtmitglied angehörst; die gesetzliche Berufsbezeichnung; der EU-Mitgliedstaat, in dem sie verliehen wurde; und die Bezeichnung der berufsrechtlichen Regelungen samt Angabe, wie sie zugänglich sind. Der Verleihungsstaat wird am häufigsten vergessen.
Berufe, für deren Ausübung eine staatliche Zulassung oder Kammerzugehörigkeit erforderlich ist – etwa Ärztinnen, Rechtsanwälte, Steuerberaterinnen, Wirtschaftsprüfer und Architektinnen. Freie Berufe ohne Kammer, also etwa Texterinnen, Designer, Fotografen oder Programmiererinnen, fallen nicht darunter.
Dann kommt möglicherweise eine Angabe hinzu. Bei journalistisch-redaktionellen Inhalten verlangt § 18 Abs. 2 MStV einen Verantwortlichen mit Vor- und Nachnamen sowie Anschrift; das kann nur eine natürliche Person sein, bei Einzelselbständigen also meist du selbst. Was genau als journalistisch-redaktionell gilt, ist nicht abschließend geklärt – reine Werbung löst die Pflicht nicht aus, ein Blog mit gehaltvollen Beiträgen regelmäßig schon.
Nein. Gefordert ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, und auch die nur, wenn du eine hast. Ist dir keine vergeben worden, entfällt die Angabe schlicht – du musst keine nur für das Impressum beantragen. Die Steuernummer vom Finanzamt hat dort nichts zu suchen.
Die Anschrift muss ladungsfähig sein, ein Postfach genügt nicht. Wer die Privatadresse nicht veröffentlichen will, kann eine Geschäftsanschrift nutzen – Voraussetzung ist, dass der Anbieter eine wirksame Empfangsvollmacht hat und Post rechtswirksam annehmen kann.
Nein, es braucht einen zweiten Weg zur unmittelbaren Kommunikation, in der Regel die Telefonnummer. Lege das Impressum außerdem als eigene Seite an, nicht zusammen mit Datenschutz oder Kontakt, und sorge dafür, dass es von jeder Seite in höchstens zwei Klicks erreichbar ist.
Sinnvoll ist sie trotzdem. Auf einer Plattform hängt deine Sichtbarkeit an fremden Regeln, und der Kontakt zu deinen Kunden gehört dir nicht. Hinzu kommt: Wer deinen Namen hört, ruft deine Seite auf. Sie muss die Plattform nicht ersetzen, aber existieren sollte sie.
Zumindest eine Orientierung. Anfragen von Interessenten, die dein Honorar ohnehin nicht zahlen würden, kosten dich nur Zeit. Eine Spanne oder ein Beispielprojekt mit Preisrahmen filtert vor, ohne dass du dich für jeden Fall festlegst.
Nur mit Erlaubnis. Viele Verträge enthalten Regelungen dazu, manche untersagen die Nennung ausdrücklich. Frag vorher nach und halte die Zustimmung schriftlich fest. Ohne Erlaubnis kannst du das Projekt anonymisiert beschreiben – Branche, Aufgabe, Ergebnis wirken oft schon überzeugend.
Je nach Anbieter und Laufzeit rund 3 bis 17 Euro monatlich. Für Wix sind es 9 Euro einschließlich Terminbuchung, für Hostinger 2,99 Euro netto in der Aktion und danach 11,99 Euro, für Webador ab 5,50 Euro nach dem Einstieg. Ohne Vorsteuerabzug rechne bei netto ausgezeichneten Anbietern die Mehrwertsteuer hinzu.
