Die Steuernummer gehört nicht ins Impressum – sie steht trotzdem auf unzähligen Seiten von Kleingewerbetreibenden. Schuld ist eine Verwechslung, die mit dem Namen anfängt.
Ein Kleingewerbe braucht keine aufwendige Website. Es braucht eine, die gefunden wird, erklärt was du machst, und einen Weg zum Kontakt bietet – mehr nicht. Der Aufwand liegt nicht im Bauen, sondern in den Angaben, die rechtlich dazugehören. Und dort passieren die meisten Fehler, weil zwei Begriffe durcheinandergeraten, die nichts miteinander zu tun haben. Wir zeigen, worauf es bei der Seite ankommt, vergleichen zehn Anbieter, und klären am Ende das Impressum.
Was deine Website leisten muss
- In der lokalen Suche auftauchen. Für die meisten Kleingewerbe ist das der Hauptzweck. Ort und Leistung gehören in Überschrift und Seitentitel – nicht nur „Willkommen“.
- In einem Satz erklären, was du machst. Nicht „individuelle Lösungen für anspruchsvolle Kunden“, sondern konkret: Was, für wen, wo.
- Erreichbar sein, auf dem Weg deiner Kunden. Telefonnummer als anklickbarer Link, Formular als Alternative. Wer handwerklich arbeitet, wird angerufen; wer berät, bekommt Mails.
- Preise zumindest andeuten. Eine Größenordnung filtert Anfragen vor, die ohnehin nicht passen – und spart dir Gespräche, die zu nichts führen.
- Ein vollständiges Impressum tragen. Die Pflicht gilt unabhängig vom Umsatz. Kaum ein Fehler wird häufiger abgemahnt – und kaum einer ist leichter zu vermeiden.
- Ohne fremde Hilfe pflegbar sein. Du wirst Öffnungszeiten, Leistungen und Preise selbst ändern wollen. Alles, wofür du jemanden anrufen musst, wird nicht geändert.
Die besten Website-Baukästen fürs Kleingewerbe
Sortiert nach Eignung für kleine Gewerbebetriebe – Preis, einfache Pflege und deutschsprachiger Support wiegen hier schwerer als Gestaltungsfreiheit. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben; sie folgen deshalb nicht der Reihenfolge in diesem Vergleich.
Die Anbieter im direkten Vergleich
Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick. Ohne Vorsteuerabzug zählt für dich der Bruttobetrag – rechne bei netto ausgezeichneten Anbietern die Mehrwertsteuer hinzu.
| Anbieter | Preis pro Monat | Domain | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| IONOS | Aktionspreis im 1. Jahr | 1. Jahr inklusive | Server in Deutschland, Telefon rund um die Uhr |
| Jimdo | ab 9 € (Start) | 1. Jahr inklusive | Geführter Aufbau, Anbieter aus Hamburg |
| Wix | 9 € (Light) / 17 € (Core) | 1. Jahr inklusive | Shop und Terminbuchung enthalten |
| Webador | 5,50–24 € nach Einstiegsrabatt | je nach Tarif | Sehr schlanker Editor, deutschsprachig |
| Hostinger | 2,99 € netto (48 Mon.) / 11,99 € regulär | 1. Jahr inklusive | Günstigster Einstieg, EU-Serverwahl |
| STRATO | ab 1 € Aktion, inkl. MwSt. | 1. Jahr inklusive | Bruttopreise, Server in Deutschland |
| Squarespace | netto ausgewiesen | 1. Jahr inklusive | Hochwertigste Vorlagen, Server außerhalb der EU |
| World4You | 4 € inkl. 20 % öst. USt. | 1. Jahr kostenlos | Rechenzentrum in Österreich |
| SITE123 | Laufzeit vorab fällig | je nach Tarif | Anbieterzeichen bleibt im Fußbereich |
Die Anbieter im Detail
1. IONOS – Jemand geht ans Telefon, auf Deutsch

⭐ 4,5/5
IONOS: Fürs Kleingewerbe im DetailIn einem Kleingewerbe gibt es niemanden für IT – und genau deshalb steht IONOS hier vorn. Wenn die Seite nicht erreichbar ist oder die Mailadresse streikt, hilft eine telefonische Hotline rund um die Uhr auf Deutsch mehr als jede Funktionsliste. Das ist der Unterschied zwischen einem gelösten Problem und einem verlorenen Abend.
Dazu kommen Rechenzentren in Deutschland, was die Datenschutzangaben kurz hält, und eine Domain, die im ersten Jahr enthalten ist. Im ersten Jahr zahlst du weniger, anschließend den vollen Tarif – beide Werte siehst du beim Bestellen. Für gestalterische Ansprüche sind Wix und Squarespace die stärkeren Werkzeuge.
- Telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch
- Rechenzentren in Deutschland
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Preise netto und brutto ausgewiesen
- Weniger Gestaltungsfreiheit als bei Wix
- Preissprung nach dem ersten Jahr
- Vorlagen weniger hochwertig als bei Squarespace
2. Jimdo – Wenn die Seite seit zwei Jahren aufgeschoben wird

⭐ 4,3/5
Jimdo: Fürs Kleingewerbe im DetailDie häufigste Website eines Kleingewerbes ist die, die nie entsteht – weil immer etwas Dringenderes dazwischenkommt. Jimdo löst genau das: Du beantwortest ein paar Fragen, setzt deine Texte ein, veröffentlichst. In der Zeit, die andere mit der Vorlagenauswahl verbringen, bist du fertig.
Jimdo kommt aus Hamburg, der Support antwortet auf Deutsch – nützlich bei Rückfragen zu Impressum und Datenschutz. Der Play-Tarif bleibt dauerhaft gratis, läuft aber unter einer Subdomain; für einen Gewerbebetrieb wirkt das unprofessionell. Wenn später ein Shop oder eine Terminbuchung dazukommen soll, stößt das Angebot an Grenzen.
- In unter einer Stunde online
- Keine Gestaltungsentscheidungen nötig
- Deutschsprachiger Support, Anbieter aus Hamburg
- Kostenloser Tarif zum Ausprobieren
- Kaum Erweiterungsmöglichkeiten
- Wenig Gestaltungsspielraum
- Gratis-Tarif nur mit Subdomain
3. Wix – Die Wahl, wenn du nicht weißt, wohin es geht

⭐ 4,7/5
Wix: Fürs Kleingewerbe im DetailViele Kleingewerbe verändern sich: Aus Dienstleistung wird Verkauf, aus Laufkundschaft werden Termine. Wix ist der Anbieter, bei dem du diese Schritte gehen kannst, ohne die Seite neu zu bauen – Shop-Funktion und Terminbuchung sind bereits an Bord, du schaltest sie frei, wenn du sie brauchst.
Der Preis dafür ist Zeit beim ersten Aufbau: Die vielen Einstellungen kosten einen Abend mehr als bei Jimdo. Light liegt bei 9 Euro im Monat, Core bei 17 Euro. Beachte, dass die Vorlage nach der Veröffentlichung nicht mehr gewechselt werden kann und die Server nicht in Deutschland stehen.
- Shop und Terminbuchung bereits enthalten
- Größte Vorlagenauswahl im Vergleich
- Wächst mit dem Betrieb mit
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Mehr Zeitaufwand beim ersten Aufbau
- Serverstandort nicht in Deutschland
- Vorlage nach Veröffentlichung nicht wechselbar
4. Webador – Öffnungszeiten ändern, ohne jemanden zu fragen

⭐ 3,7/5
Webador: Fürs Kleingewerbe im DetailDie Seite eines Kleingewerbes ändert sich selten grundlegend, aber regelmäßig im Detail: neue Öffnungszeiten, ein anderer Preis, eine zusätzliche Leistung. Bei Webador öffnest du die Seite, änderst die Zeile und veröffentlichst. Ohne Anleitung, ohne Nachfrage bei jemandem.
Zum Start gibt es Rabatt, danach kostet es je nach Stufe und Zahlweise 5,50 bis 24 Euro monatlich. Für Shop, Terminbuchung oder mehrere Standorte fehlen die Möglichkeiten – wenn das absehbar ist, nimm lieber gleich Wix.
- Änderungen ohne Einarbeitung möglich
- Deutschsprachige Oberfläche
- Kostenloser Tarif zum Testen
- Schnell aufgebaut
- Kein Shop, keine Terminbuchung
- Kaum Gestaltungsspielraum
- Für wachsende Betriebe zu schlicht
5. Hostinger – Wenn jeder Euro zählt

⭐ 4,2/5
Hostinger: Fürs Kleingewerbe im DetailBei einem Kleingewerbe kommt das Geld aus der eigenen Tasche, und da fällt jeder laufende Posten auf. Hostinger ist der günstigste Einstieg im Vergleich, die Domain ist im ersten Jahr enthalten, und KI-Werkzeuge bringen die erste Fassung schnell online.
Achte auf die Bedingungen: Die 2,99 Euro netto gelten nur bei 48 Monaten Laufzeit, sonst kostet der Tarif 11,99 Euro. Als Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug zahlst du die Mehrwertsteuer obendrauf – rechne also mit dem Bruttobetrag. Telefon-Support gibt es nicht.
- Niedrigster Einstiegspreis im Vergleich
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Serverstandort innerhalb der EU wählbar
- KI-Werkzeuge beschleunigen den Aufbau
- Aktionspreis nur bei 48 Monaten Vorauszahlung
- Kein Telefon-Support
- Preise netto ausgewiesen
- Ohne Vorsteuerabzug höher als er wirkt
6. STRATO – Bruttopreise, die zu deiner Rechnung passen

⭐ 4,1/5
STRATO: Fürs Kleingewerbe im DetailEin Punkt, der hier mehr zählt als anderswo: STRATO weist seine Preise inklusive Mehrwertsteuer aus. Wer die Kleinunternehmerregelung nutzt, zieht keine Vorsteuer ab – der Bruttobetrag ist also der Betrag, den du tatsächlich zahlst. Bei netto auszeichnenden Anbietern musst du im Kopf umrechnen und liegst sonst um fast ein Fünftel daneben.
Dazu kommen Rechenzentren und Support in Deutschland; der Anbieter wirbt ausdrücklich mit DSGVO-konformem Hosting. Der Editor ist funktional, aber weniger modern als bei den Spitzenreitern, und Shop oder Terminbuchung fehlen.
- Bruttopreise passen zur Kleinunternehmerregelung
- Rechenzentren und Support in Deutschland
- Wirbt ausdrücklich mit DSGVO-Konformität
- Günstige Aktionspreise
- Kein Shop, keine Terminbuchung
- Editor weniger modern als bei Wix
- Begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten
7. Squarespace – Wenn Geschäftskunden mitlesen

⭐ 3,9/5
Squarespace: Fürs Kleingewerbe im DetailNicht jedes Kleingewerbe arbeitet für Privatkunden. Wer Unternehmen beliefert oder berät, wird vor dem ersten Gespräch nachgeschlagen – und dann entscheidet der Eindruck. Squarespace liefert ohne Gestaltungsaufwand ein Ergebnis, das nach Betrieb aussieht und nicht nach Nebenbeschäftigung.
Zwei Einschränkungen: Die Server stehen außerhalb der EU, und die Preise werden netto ausgewiesen – ohne Vorsteuerabzug kommt also noch die Mehrwertsteuer dazu. Testen kannst du 14 Tage ohne Kreditkarte, was für eine Entscheidung ausreicht.
- Hochwertigster Eindruck im Vergleich
- Vorlagen auf Agenturniveau
- Editor schützt vor Gestaltungsfehlern
- 14 Tage testen ohne Zahlungsdaten
- Server außerhalb der EU
- Preise netto ausgewiesen
- Kein dauerhaft kostenloser Tarif
- Kein deutschsprachiger Telefon-Support
8. World4You – Für Betriebe in Österreich

⭐ 3,7/5
World4You: Fürs Kleingewerbe im DetailFür einen Betrieb in Österreich ist World4You die naheliegende Wahl: Rechenzentrum im Land, deutschsprachiger Support, Preise inklusive der österreichischen Umsatzsteuer. Beachte, dass für Gewerbeanmeldung und Kleinunternehmerregelung dort andere Vorschriften gelten als die in diesem Artikel beschriebenen deutschen.
Für deutsche Betriebe ergibt der Anbieter wenig Sinn. Die eingerechnete österreichische Steuer macht den Vergleich unnötig kompliziert, und inländische Rechenzentren liegen näher. Der Funktionsumfang bewegt sich im Mittelfeld.
- Rechenzentrum und Support in Österreich
- Preise inklusive Umsatzsteuer
- Domain im ersten Jahr kostenlos
- Deutschsprachiger Ansprechpartner
- Für deutsche Betriebe kein Vorteil
- Kein Shop, keine Terminbuchung
- Funktionsumfang im Mittelfeld
9. SITE123 – Nur für den Übergang

⭐ 3,2/5
SITE123: Fürs Kleingewerbe im DetailWenn du gerade angemeldet hast und kurzfristig etwas Verlinkbares brauchst, bringt SITE123 dich in etwa einer Stunde online. Der Aufbau läuft geführt, Entscheidungen nimmt dir das System ab.
Als dauerhafte Betriebsseite taugt das Angebot nicht. Die gesamte Vertragslaufzeit wird sofort abgerechnet, erstattet wird nur innerhalb von 14 Tagen – bei einem Gewerbe, das gerade erst anläuft, bindet das unnötig Geld. Und das Anbieterzeichen im Fußbereich bleibt auch im Bezahltarif stehen.
- In etwa einer Stunde online
- Geführter Aufbau ohne Entscheidungen
- Sehr niedriger Einstiegspreis
- Gesamte Laufzeit wird vorab berechnet
- Anbieterzeichen bleibt im Fußbereich
- Kaum Gestaltungsfreiheit
- Keine Erweiterungsmöglichkeiten
Ein weiterer Anbieter
| Anbieter | Modell | Passt zu | Zu bedenken |
|---|---|---|---|
| Webnode | Baukasten mit Mehrsprachigkeit | Betrieben mit Kunden im Ausland | Kleiner Funktionsumfang, begrenzter Speicher |
Welcher Anbieter passt zu deinem Betrieb?
- Bei dir macht niemand Technik: IONOS. Eine Telefonnummer, unter der jemand auf Deutsch rangeht, ist mehr wert als jede Funktion.
- Die Seite schiebst du seit zwei Jahren auf: Jimdo. In unter einer Stunde steht etwas Vorzeigbares.
- Vielleicht kommt später ein Shop oder Termine dazu: Wix. Beides ist schon an Bord, du schaltest es frei, wenn du es brauchst.
- Du nutzt die Kleinunternehmerregelung und rechnest genau: STRATO. Die Bruttopreise sind der Betrag, den du tatsächlich zahlst.
- Deine Kunden sind Unternehmen: Squarespace. Der Auftritt entscheidet oft schon vor dem ersten Gespräch.
Kleingewerbe oder Kleinunternehmer? Zwei Begriffe, zwei Gesetze
Diese Verwechslung ist die häufigste im deutschen Gründervokabular – und sie führt direkt zu Fehlern auf der Website. Die beiden Begriffe klingen ähnlich, stammen aber aus verschiedenen Rechtsgebieten und haben nichts miteinander zu tun.
| Kleingewerbe | Kleinunternehmer | |
|---|---|---|
| Rechtsgebiet | Handelsrecht | Umsatzsteuerrecht |
| Grundlage | § 1 Abs. 2 HGB | § 19 UStG |
| Regelt | Ob du Kaufmann bist | Ob du Umsatzsteuer ausweist |
| Folge | Kein Handelsregister, keine Bilanz | Keine Umsatzsteuer, kein Vorsteuerabzug |
| Grenzen | Keine festen Zahlen – es zählt Art und Umfang des Betriebs | 25.000 € Vorjahr, 100.000 € laufendes Jahr |
| Gilt auch für Freiberufler? | Nein, sie betreiben kein Gewerbe | Ja |
Ein Kleingewerbe ist ein Gewerbebetrieb, der nach Art oder Umfang keinen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert. Das ergibt sich im Umkehrschluss aus § 1 Abs. 2 HGB. Es ist damit keine Rechtsform, sondern eine Einordnung – du führst dein Gewerbe als Einzelunternehmer oder als GbR, und haftest in beiden Fällen unbeschränkt mit deinem Privatvermögen.
Beachte dabei einen Punkt, der oft falsch dargestellt wird: Für die Frage, ob du Kaufmann wirst, gibt es keine festen Umsatzgrenzen. Maßgeblich ist, ob Art und Umfang deines Betriebs einen kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordern – eine Beurteilung, keine Rechnung. Die häufig genannten 800.000 Euro Umsatz und 80.000 Euro Jahresüberschuss stammen aus § 241a HGB und betreffen etwas anderes: die Befreiung von der Buchführungspflicht für Einzelkaufleute, also für Betriebe, die bereits Kaufmann sind. Als Kleingewerbetreibender ohne Kaufmannseigenschaft ermittelst du deinen Gewinn per Einnahmen-Überschuss-Rechnung, solange keine steuerliche Buchführungspflicht nach § 141 AO entsteht.
Und die beiden Status können zusammentreffen, müssen aber nicht: Ein Kleingewerbe kann die Kleinunternehmerregelung nutzen, und ein eingetragener Kaufmann mit wenig Umsatz kann Kleinunternehmer sein.
Was daraus fürs Impressum folgt
- Kein Handelsregister, keine Registerangaben. Als Kleingewerbe bist du nicht eingetragen – also entfallen Registergericht und Registernummer. Trag dort nichts ein, was nicht existiert.
- Kein Rechtsformzusatz. Anders als bei einer UG oder GmbH gibt es nichts zu ergänzen. Es genügt dein vollständiger Vor- und Nachname, dazu eine Geschäftsbezeichnung, falls du eine führst.
- Ladungsfähige Anschrift, kein Postfach. Die Adresse muss eine sein, unter der dich Post rechtswirksam erreicht.
- Zwei Kontaktwege. E-Mail plus eine weitere unmittelbare Möglichkeit, in der Regel die Telefonnummer.
- Der Hinweis auf § 19 UStG gehört nicht ins Impressum, sondern auf deine Rechnungen. Dort begründet er, warum keine Umsatzsteuer ausgewiesen ist.
Die Impressumspflicht nach § 5 DDG gilt unabhängig vom Umsatz – die Kleinunternehmerregelung ändert daran nichts. Der Link muss von jeder Seite erreichbar und eindeutig beschriftet sein; üblich sind höchstens zwei Klicks. Fehlende oder falsche Angaben können abgemahnt werden, behördlich drohen Bußgelder bis zu 50.000 Euro (Übersicht zum Impressum für Einzelunternehmer).
So haben wir bewertet
Ausgewertet haben wir die Tarifseiten der Anbieter im September 2026, mit Blick auf einfache Pflege, Support-Sprache und -Kanäle, Erweiterbarkeit um Shop und Terminbuchung, Serverstandort sowie Preise mit Laufzeit und Folgepreis. Die Reihenfolge richtet sich nach der Eignung für kleine Gewerbebetriebe und nicht nach der Gesamtbewertung – deshalb steht IONOS vor Wix, obwohl Wix insgesamt besser abschneidet. Bei den Preisen weisen wir aus, ob netto oder brutto ausgezeichnet wird, weil das ohne Vorsteuerabzug einen spürbaren Unterschied macht. Die rechtlichen Angaben stützen sich auf § 1 Abs. 2 HGB, § 241a HGB, § 19 UStG und § 5 DDG. Sie ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung. Einen weiteren Anbieter nennen wir zur Orientierung, ohne Preise. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben.
Fazit
Für die meisten Kleingewerbe ist IONOS die vernünftigste Wahl, weil eine erreichbare Telefonnummer auf Deutsch in einem Betrieb ohne IT mehr wert ist als jede Funktionsliste. Schiebst du die Seite seit Langem auf, bringt dich Jimdo in einer Stunde ans Ziel. Ist absehbar, dass später ein Shop oder Termine dazukommen, nimm gleich Wix. Und wer die Kleinunternehmerregelung nutzt und genau rechnet, findet bei STRATO Bruttopreise, die keine Umrechnung brauchen.
Bevor du veröffentlichst, geh das Impressum einmal durch. Zwei Dinge kosten nichts und ersparen Ärger: Streiche die Steuernummer, falls sie dort steht – gefordert ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, und wenn du keine hast, entfällt die Angabe. Und trag keine Registerangaben ein, denn als Kleingewerbe bist du nicht im Handelsregister. Beides sind Fehler, die aus derselben Verwechslung entstehen, und beide sind in fünf Minuten behoben.
Häufig gestellte Fragen
Zwei verschiedene Rechtsgebiete. Kleingewerbe ist ein handelsrechtlicher Status nach § 1 Abs. 2 HGB und bedeutet, dass du kein Kaufmann bist – kein Handelsregister, keine Bilanz. Kleinunternehmer ist ein umsatzsteuerlicher Status nach § 19 UStG und regelt nur, ob du Umsatzsteuer ausweist. Beides kann zusammentreffen, muss aber nicht.
Nein. Es ist eine Einordnung, keine Rechtsform. Du führst dein Gewerbe als Einzelunternehmer oder als GbR – und haftest in beiden Fällen unbeschränkt mit deinem Privatvermögen. Wer die Haftung begrenzen will, braucht eine UG oder GmbH; dann handelt es sich allerdings nicht mehr um ein Kleingewerbe.
Nein, und das ist der häufigste Fehler. § 5 DDG verlangt die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, nicht die Steuernummer vom Finanzamt. Das sind zwei verschiedene Nummern. Hast du als Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, entfällt die Angabe einfach – du musst keine nur fürs Impressum beantragen.
Nur wenn du eingetragen bist. Als Kleingewerbe bist du nicht im Handelsregister, also entfallen Registergericht und Registernummer. Trag dort nichts ein, was nicht existiert – falsche Angaben sind genauso angreifbar wie fehlende.
Ja, sobald du die Website geschäftsmäßig betreibst. Die Pflicht nach § 5 DDG gilt unabhängig vom Umsatz; die Kleinunternehmerregelung ändert daran nichts. Der Link muss von jeder Seite erreichbar und eindeutig beschriftet sein. Fehlende Angaben können abgemahnt werden, behördlich drohen Bußgelder bis 50.000 Euro.
Auf deine Rechnungen, nicht ins Impressum. Dort begründet er, warum keine Umsatzsteuer ausgewiesen ist. Eine bestimmte Formulierung ist nicht vorgeschrieben, solange sie eindeutig auf die Kleinunternehmerregelung verweist.
Für die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG: höchstens 25.000 Euro im Vorjahr und voraussichtlich nicht mehr als 100.000 Euro im laufenden Jahr. Für die handelsrechtliche Einordnung gibt es dagegen keine festen Zahlen – dort zählt, ob Art und Umfang des Betriebs einen kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordern.
Nein. Freiberufler wie Ärzte, Anwälte, Journalisten oder Ingenieure betreiben kein Gewerbe – für sie entfällt die Gewerbeanmeldung, es genügt die Anzeige beim Finanzamt. Die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG können sie dagegen nutzen, die gilt für beide Gruppen.
IONOS, wenn niemand im Betrieb Technik macht – die telefonische Hotline auf Deutsch ist dort das entscheidende Argument. Jimdo, wenn die Seite endlich entstehen soll. Wix, wenn später ein Shop oder Termine dazukommen könnten. Und STRATO, wenn du ohne Vorsteuerabzug mit Bruttopreisen rechnen willst.
Weil du als Kleinunternehmer keine Vorsteuer abziehst. Der Nettopreis eines Anbieters ist für dich also nicht der Betrag, den du zahlst – es kommt die Mehrwertsteuer hinzu. STRATO weist brutto aus, die meisten anderen netto. Rechne das um, sonst liegst du beim Vergleich deutlich daneben.
Bei einem ortsgebundenen Betrieb unbedingt, oft bringt es sogar mehr Anfragen als die Seite selbst. Pflege dort Öffnungszeiten, Telefonnummer, Leistungen und Fotos und verlinke auf deine Website. Die eigene Seite bleibt trotzdem wichtig – sie gehört dir, das Profil nicht.
Je nach Anbieter und Laufzeit rund 3 bis 17 Euro monatlich, ohne Vorsteuerabzug jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Jimdo startet bei 9 Euro, Webador ab 5,50 Euro als Folgepreis, Hostinger bei 2,99 Euro netto in der Aktion und 11,99 Euro regulär. Prüfe immer den Folgepreis nach dem ersten Jahr.
Es gibt keine feste Grenze. § 1 Abs. 2 HGB stellt darauf ab, ob Art und Umfang deines Betriebs einen kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordern – das ist eine Beurteilung, keine Rechnung. Die oft genannten 800.000 Euro Umsatz und 80.000 Euro Jahresüberschuss stammen aus § 241a HGB und betreffen die Befreiung von der Buchführungspflicht für Einzelkaufleute, nicht die Kaufmannseigenschaft.
