deine Reichweite gehört dir nicht. du ist geliehen – von einer Plattform, die den Zugang jederzeit sperren kann. Eine eigene Website ist das Einzige, was dir niemand nehmen kann.
Die Frage ist nicht, ob eine eigene Seite neben den Profilen Sinn ergibt, sondern wofür genau. Für die meisten Creator sind es drei Dinge: ein Ort, an dem alle Kanäle zusammenlaufen, eine Mappe für Kooperationsanfragen, und eine E-Mail-Liste, die unabhängig von jedem Algorithmus funktioniert. Wir zeigen, was deine Seite dafür leisten muss, vergleichen zehn Anbieter daraufhin, wie gut sie dazu passen, und erklären am Ende, wann du Beiträge als Werbung kennzeichnen müssen.
Warum die eigene Seite trotz großer Reichweite lohnt
Wer hunderttausend Follower hat, braucht keine Website, um gefunden zu werden. Der Grund ist ein anderer: Auf einer Plattform sind du Gast. Ein gesperrtes Konto, eine geänderte Ausspielungslogik oder eine Regel, die morgen anders lautet, kosten du von einem Tag auf den anderen den Zugang zu deinem Publikum. Eine eigene Seite und eine eigene E-Mail-Liste sind die einzigen Kanäle, die dir tatsächlich gehören.
| Aufgabe | Was dafür nötig ist | Was es dir bringt |
|---|---|---|
| Linksammlung | Eine Seite mit allen Kanälen und Aktionen | Ein Link in der Biografie, der alles abdeckt |
| Mediakit für Marken | Reichweitenzahlen, Zielgruppe, Formate, Referenzen | Anfragen ohne Vorabgespräch, höhere Abschlussquote |
| E-Mail-Liste | Anmeldeformular und Versanddienst | Direkter Draht ohne Algorithmus |
| Eigene Produkte | Shop- oder Verkaufsfunktion | Einnahmen unabhängig von Kooperationen |
| Impressum und Kontakt | Rechtlich vollständige Angaben | Seriöser Auftritt gegenüber Agenturen |
Die zweite Zeile wird am häufigsten unterschätzt. Ein Mediakit auf der eigenen Seite spart dir bei jeder Anfrage eine Runde: Wer schon weiß, welche Formate du anbietest, wie deine Zielgruppe aussieht und mit wem du bereits gearbeitet haben, fragt konkreter an – und oft auch mit einem besseren Angebot. Gerade bei Agenturen, die mehrere Creator gleichzeitig prüfen, entscheidet das über die Auswahl.
Was deine Seite können muss
- Auf dem Telefon sofort funktionieren. Praktisch alle Besucher kommen über einen Link in der Biografie und schauen mobil. Eine Seite, die dort langsam lädt oder umbricht, ist wertlos – egal wie gut sie am Rechner aussieht.
- Schnell änderbar sein. Aktionen, Codes, laufende Kooperationen wechseln wöchentlich. Wenn eine Änderung mehr als fünf Minuten kostet, machen du sie irgendwann nicht mehr.
- Zu deiner Bildsprache passen. dein Auftritt ist deine Marke. Eine Seite, die aussieht wie jede andere, schwächt genau das, wofür Marke bezahlen.
- E-Mail-Adressen sammeln können. Die Liste ist der Teil deines Publikums, den du behältst, wenn eine Plattform ausfällt. Prüfe, ob sich ein Versanddienst anbinden lässt.
- Zahlen und Referenzen darstellen. Reichweite je Kanal, typische Interaktionsraten, bisherige Partner. Halte diese Angaben aktuell – ein veraltetes Mediakit wirkt schlechter als keines.
- Ein vollständiges Impressum haben. Wer regelmäßig Kooperationen macht, handelt geschäftlich. Ein fehlendes Impressum ist der häufigste und zugleich vermeidbarste Abmahngrund.
Die besten Website-Baukästen für Creator
Sortiert nach Eignung für Creator – Gestaltungsfreiheit, Tempo auf dem Telefon und die Möglichkeit, E-Mail-Adressen zu sammeln, wiegen hier schwerer als der Preis. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben; sie folgen deshalb nicht der Reihenfolge in diesem Vergleich.
Die Anbieter im direkten Vergleich
Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick. Achte bei allen Anbietern auf den Folgepreis nach dem ersten Jahr – er liegt teils deutlich über dem beworbenen Einstieg.
| Anbieter | Preis pro Monat | Domain | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Wix | 9 € (Light) / 17 € (Core) | 1. Jahr inklusive | Über 900 Vorlagen, freie Positionierung |
| Squarespace | netto ausgewiesen | 1. Jahr inklusive | Hochwertigste Vorlagen, Server außerhalb der EU |
| Hostinger | 2,99 € netto (48 Mon.) / 11,99 € regulär | 1. Jahr inklusive | Serverstandort in der EU wählbar |
| Jimdo | ab 9 € (Start) | 1. Jahr inklusive | Geführter Aufbau, Anbieter aus Hamburg |
| IONOS | Aktionspreis im 1. Jahr | 1. Jahr inklusive | Server in Deutschland, Telefon rund um die Uhr |
| Webador | 5,50–24 € nach Einstiegsrabatt | je nach Tarif | Sehr schlanker Editor, deutschsprachig |
Die Anbieter im Detail
1. Wix – Der eigene Auftritt ohne Kompromisse

⭐ 4,7/5
Wix: Für Creator im Detaildein Erscheinungsbild ist dein Kapital, und Wix ist der einzige Anbieter in dieser Runde, bei dem du es ohne Zugeständnisse umsetzen können. Jedes Element lässt sich frei platzieren – Farben, Schriften und Anordnung folgen deiner Bildsprache und nicht einem Raster. Für eine Linkseite, ein Mediakit und eine Anmeldung zum Newsletter reicht eine einzige Seite, die du in jede Richtung ausbauen können.
Praktisch relevant ist außerdem die Shop-Funktion: Wer eigene Produkte verkauft – Vorlagen, Kurse, Merchandise –, braucht dafür keinen zweiten Dienst. Light schlägt bei jährlicher Abrechnung mit 9 Euro monatlich zu Buche, Core mit 17 Euro. Zwei Punkte zum Mitdenken: Die Vorlage lässt sich nach der Veröffentlichung nicht mehr tauschen, und die Fülle an Einstellungen kostet beim ersten Aufbau Zeit.
- Freie Gestaltung passend zur eigenen Bildsprache
- Shop-Funktion für eigene Produkte
- Größte Vorlagenauswahl im Vergleich
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Vorlage nach Veröffentlichung nicht wechselbar
- Viele Optionen kosten beim Start Zeit
- Serverstandort nicht in Deutschland
2. Squarespace – Wenn die Optik das Geschäft ist

⭐ 3,9/5
Squarespace: Für Creator im DetailBei Creator-Profilen im Bereich Mode, Reise, Fotografie oder Design entscheidet der erste Eindruck darüber, ob eine Marke weiterliest. Squarespace hat dafür die hochwertigsten Vorlagen in dieser Runde: großformatige Bilder, ruhige Typografie, viel Weißraum. Eine Seite wirkt damit eher wie ein Portfolio als wie eine Linksammlung – und genau das ist gegenüber Agenturen der Unterschied.
Der abschnittsbasierte Editor verhindert, dass eine gute Vorlage beim Bearbeiten auseinanderfällt – praktisch, wenn du schnell etwas ändern und nicht jedes Mal nachjustieren wollen. Testen können du 14 Tage ohne Kreditkarte. Gegen den Anbieter sprechen der Serverstandort außerhalb der EU und die Nettopreise, die du zum Vergleich hochrechnen müssen.
- Hochwertigste Vorlagen im Vergleich
- Beste Darstellung großer Bilder
- Editor schützt vor Gestaltungsfehlern
- 14 Tage testen ohne Zahlungsdaten
- Server außerhalb der EU
- Preise netto ausgewiesen
- Kein dauerhaft kostenloser Tarif
- Weniger frei als Wix
3. Hostinger – Eigene Domain zum kleinsten Preis

⭐ 4,2/5
Hostinger: Für Creator im DetailWenn du vor allem eine eigene Adresse brauchen – weil ihrname.de gegenüber Marken anders wirkt als ein Linkbaum bei einem Drittanbieter –, ist Hostinger der günstigste Weg dorthin. Die Domain ist im ersten Jahr enthalten, und KI-Werkzeuge bringen eine erste Fassung in kurzer Zeit ins Netz.
Die 2,99 Euro netto setzen einen Vertrag über 48 Monate voraus; ohne diese Bindung zahlen du 11,99 Euro. Für eine Laufbahn, die sich schnell verändert, sind vier Jahre Bindung eine lange Zeit – rechnen du dann mit dem Regulärpreis. Telefon-Support gibt es nicht, was bei einer schlichten Seite allerdings selten stört.
- Niedrigster Einstiegspreis im Vergleich
- Domain im ersten Jahr enthalten
- KI-Werkzeuge beschleunigen den Aufbau
- Serverstandort innerhalb der EU wählbar
- Aktionspreis nur bei 48 Monaten Vorauszahlung
- Regulärpreis viermal so hoch wie beworben
- Kein Telefon-Support
- Gestaltung weniger frei als bei Wix
4. Jimdo – Schnell zu einer seriösen Adresse

⭐ 4,3/5
Jimdo: Für Creator im DetailWenn die erste Kooperationsanfrage schon im Postfach liegt und du kurzfristig etwas Vorzeigbares brauchen, ist Jimdo der schnellste Weg. du beantwortest ein paar Fragen, das System baut daraus eine Seite – Vorstellung, Kanäle, Kontakt, Impressum. Mehr braucht ein erstes Mediakit nicht.
Hinter Jimdo steht ein Hamburger Unternehmen mit Support auf Deutsch, was Rückfragen zu Impressum und Datenschutz erleichtert. Der Play-Tarif bleibt dauerhaft gratis, läuft aber unter einer Jimdo-Subdomain – zum Ausprobieren geeignet, für den Auftritt gegenüber Marken nicht. Wer gestalterische Ansprüche hat, stößt schnell an Grenzen.
- In unter einer Stunde online
- Deutschsprachiger Support, Anbieter aus Hamburg
- Geführter Aufbau ohne Vorkenntnisse
- Kostenloser Tarif zum Ausprobieren
- Wenig Gestaltungsspielraum
- Gratis-Tarif nur mit Subdomain
- Für Bildstrecken zu schlicht
5. IONOS – Kontaktdaten in Deutschland, Hilfe am Telefon

⭐ 4,5/5
IONOS: Für Creator im DetailSobald du über die Seite E-Mail-Adressen sammeln oder Kooperationsanfragen entgegennehmen, verarbeiten du personenbezogene Daten. Bei IONOS liegen diese in Rechenzentren in Deutschland – das vereinfacht die Angaben in deiner Datenschutzerklärung und die Auskunft, falls jemand nachfragt.
Der zweite Punkt ist der Support: telefonisch rund um die Uhr auf Deutsch. Wenn eine Kampagne läuft und die Seite nicht erreichbar ist, zählt das mehr als eine schönere Vorlage. Im ersten Jahr gilt ein vergünstigter Preis, danach der reguläre Tarif – sehen du sich beide Beträge im Bestellvorgang an. Für ein gestalterisch anspruchsvolles Portfolio sind Wix und Squarespace die stärkeren Werkzeuge.
- Rechenzentren in Deutschland
- Telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Günstiger Aktionspreis im ersten Jahr
- Weniger Gestaltungsfreiheit als bei Wix
- Preissprung nach dem ersten Jahr
- Vorlagen wirken weniger hochwertig
6. Webador – Genug für eine reine Linkseite

⭐ 3,7/5
Webador: Für Creator im DetailWenn deine Seite vor allem Kanäle bündeln und ein Kontaktformular bereitstellen soll, reicht Webador vollkommen. Der Editor bietet wenige Einstellungen und funktioniert ohne Einarbeitung – für eine Änderung an einem laufenden Rabattcode brauchen du zwei Minuten.
Zu Beginn gibt es einen Rabatt, danach liegen die Beträge je nach Stufe und Zahlweise zwischen 5,50 und 24 Euro monatlich. Für ein Portfolio mit großen Bildstrecken oder ein ausgebautes Mediakit fehlen die Möglichkeiten – dann führt der Weg zu Squarespace oder Wix.
- Bedienung ohne Einarbeitung
- Deutschsprachige Oberfläche
- Änderungen in wenigen Minuten möglich
- Kostenloser Tarif zum Testen
- Kaum Gestaltungsspielraum
- Für Bildstrecken zu schlicht
- Kein ausgebautes Mediakit möglich
Spezialisierte Anbieter für Creator
Neben den sechs Anbietern oben gibt es vier, die im Creator-Umfeld verbreitet sind. Wir nennen sie zur Orientierung – Funktionsumfang und Preise ändern sich dort häufiger.
| Anbieter | Ausrichtung | Passt zu | Zu bedenken |
|---|---|---|---|
| Carrd | Einseitige Websites, sehr schnell gebaut | Reiner Linkseite mit eigener Domain | Nur eine Seite, kein Mediakit mit Unterseiten |
| Framer | Gestaltungsfreiheit auf Designer-Niveau | Creator mit Designkompetenz | Steile Lernkurve, Zeitaufwand |
| Tilda | Starke Vorlagen für Langformseiten | Erzählerischen Portfolios | Weniger verbreitet, Support auf Englisch |
| Readymag | Visuelle Projekte und Editorial-Formate | Fotografie und Mode | Auf Gestaltung ausgelegt, nicht auf Verkauf |
Carrd verdient den genaueren Blick, weil es genau ein Problem löst: eine einzelne, schnelle Seite mit allen Links unter deiner eigenen Domain. Für den Anfang ist das oft die effizienteste Lösung überhaupt. Sobald du ein Mediakit mit mehreren Unterseiten, einen Newsletter oder einen Shop brauchen, führt der Weg zurück zu den Anbietern oben.
Welcher Anbieter passt zu dir?
- dein Erscheinungsbild ist dein Kapital: Wix für maximale Freiheit, Squarespace für das hochwertigste Ergebnis ohne Gestaltungsaufwand.
- du brauchst vor allem eine eigene Adresse: Hostinger. Domain im ersten Jahr enthalten, günstigster Einstieg – rechnen du aber mit dem Regulärpreis.
- Die erste Kooperationsanfrage liegt schon vor: Jimdo. In unter einer Stunde steht etwas Vorzeigbares mit Impressum.
- du sammelst E-Mail-Adressen und nehmen Anfragen entgegen: IONOS. Rechenzentren in Deutschland vereinfachen die Datenschutzangaben.
- du verkaufst eigene Produkte: Wix. Die Shop-Funktion ist enthalten, du brauchst keinen zweiten Dienst.
- du willst nur die Links bündeln: Webador oder ein spezialisierter Einseiten-Anbieter. Beides reicht, solange kein Mediakit dazukommt.
Wann du Werbung kennzeichnen müssen
Die Regeln gelten für deine Kanäle ebenso wie für die eigene Seite. Maßgeblich ist § 5a Abs. 4 UWG, den der Gesetzgeber zum 28. Mai 2022 angepasst hat – oft als Influencer-Gesetz bezeichnet. Der Bundesgerichtshof hat die Linie in mehreren Entscheidungen gezogen, das Bundesverfassungsgericht hat sie am 24. April 2025 bestätigt, indem es eine Verfassungsbeschwerde gegen die Kennzeichnungspflicht nicht zur Entscheidung annahm (Az. 1 BvR 1223/22).
| Situation | Kennzeichnung nötig? |
|---|---|
| du erhältst Geld für den Beitrag | Ja |
| du erhältst ein Produkt kostenlos | Ja – ein geldwerter Vorteil genügt, auch ohne Posting-Pflicht |
| Reise, Event, erstattete Kosten | Ja – eine Bagatellgrenze gibt es nicht |
| du empfehlen etwas selbst Gekauftes ohne Gegenleistung | In der Regel nein |
| du bewirbst eigene Produkte oder dein Angebot | Ja, sofern der kommerzielle Zweck nicht erkennbar ist |
Die zweite Zeile ist die, an der sich viele verschätzen – und dazu gibt es ein frisches Urteil. Das Oberlandesgericht Karlsruhe verurteilte am 3. März 2026 eine Automotive-Influencerin mit rund einer Million Followern, ihre Beiträge künftig zu kennzeichnen (Az. 14 UKl 2/24). Sie war von Herstellern zu Presseterminen eingeladen worden, bekam Fahrzeuge gestellt sowie Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten erstattet – eine Pflicht, darüber zu berichten, bestand nicht. du berichtete trotzdem, ohne Kennzeichnung.
Das Gericht sah darin kommerzielle Kommunikation nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 des Digitale-Dienste-Gesetzes. Entscheidend war die Erwägung, dass solche Vorteile typischerweise in der Erwartung gewährt werden, dass über das Produkt berichtet wird – auf eine ausdrückliche Verpflichtung kommt es gerade nicht an. Eine Bagatellgrenze für die Gegenleistung gibt es nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ebenfalls nicht. Geklagt hatte die Wettbewerbszentrale nach erfolgloser Abmahnung; das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Wettbewerbszentrale zum Verfahren).
So haben wir bewertet
Ausgewertet haben wir die Tarifseiten der Anbieter im September 2026, mit Blick auf Gestaltungsfreiheit, Darstellung auf dem Telefon, Möglichkeiten zum Sammeln von E-Mail-Adressen, Verkaufsfunktionen, Serverstandort und Preise mit Laufzeit und Folgepreis. Die Reihenfolge richtet sich nach der Eignung für Creator und nicht nach der Gesamtbewertung. Die rechtlichen Angaben stützen sich auf § 5a Abs. 4 UWG, § 6 Abs. 1 Nr. 1 DDG, die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 24. April 2025 sowie das Urteil des OLG Karlsruhe vom 3. März 2026, das noch nicht rechtskräftig ist. Hinzu kommt der Leitfaden der Wettbewerbszentrale zur Werbekennzeichnung. Sie ersetzen keine Rechtsberatung – die Bewertung hängt stark vom Einzelfall ab. Vier weitere Anbieter nennen wir mit ihrer Ausrichtung, ohne Preise. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben.
Fazit
Wenn dein Erscheinungsbild das ist, wofür Marken zahlen, führt der Weg zu Wix oder Squarespace – Wix für die volle Freiheit, Squarespace für das hochwertigste Ergebnis ohne Gestaltungsarbeit. Brauche vor allem schnell eine eigene Adresse, ist Hostinger der günstigste Einstieg und Jimdo der schnellste. Wer E-Mail-Adressen sammelt, ist mit den deutschen Rechenzentren von IONOS besser aufgestellt.
Der wichtigste Grund für die eigene Seite bleibt aber der, mit dem dieser Artikel beginnt: Reichweite auf einer Plattform ist geliehen. Eine Website unter deiner Domain und eine E-Mail-Liste sind das, was bleibt, wenn ein Konto gesperrt wird oder die Ausspielung sich ändert. Baue beides auf, solange es gut läuft – nicht erst, wenn du es brauchen.
Häufig gestellte Fragen
Wenn du regelmäßig Kooperationen abschließen, ja. Nicht um gefunden zu werden, sondern weil Reichweite auf einer Plattform geliehen ist: Ein gesperrtes Konto oder eine geänderte Ausspielung kostet du den Zugang zu deinem Publikum. Eine Seite unter eigener Domain und eine E-Mail-Liste gehören dagegen dir.
Für den Anfang ja. Drei Dinge kann ein Linkbaum aber nicht: unter deiner eigenen Domain laufen, ein Mediakit mit Zahlen und Referenzen tragen und E-Mail-Adressen sammeln, die dir gehören. Sobald Marke anfragen, wirkt eine eigene Adresse zudem anders als ein Profil bei einem Drittanbieter.
Reichweite je Kanal, typische Interaktionsraten, eine Beschreibung der Zielgruppe, die Formate, die du anbietest, und bisherige Partner. Halte die Zahlen aktuell – ein veraltetes Mediakit wirkt schlechter als keines. Ein Kontaktweg für Anfragen gehört auf dieselbe Seite.
Sobald du eine Gegenleistung erhalten. Das gilt für Honorare ebenso wie für kostenlose Produkte, Reisen oder Events. Empfehle etwas, das du selbst gekauft haben, und erhalten dafür nichts, ist eine Kennzeichnung nach § 5a Abs. 4 UWG in der Regel nicht nötig.
Ja. Das Oberlandesgericht Karlsruhe entschied am 3. März 2026 (Az. 14 UKl 2/24), dass auch gestellte Fahrzeuge und erstattete Reisekosten eine Gegenleistung darstellen – selbst wenn keine Pflicht bestand, darüber zu berichten. Maßgeblich ist die Erwartung des Unternehmens, dass berichtet wird. Eine Bagatellgrenze gibt es nicht. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
Möglicherweise. Der Bundesgerichtshof hat festgestellt, dass Creator, die ihr eigenes Image vermarkten, geschäftlich handeln. Entscheidend ist, ob der kommerzielle Zweck aus den Umständen hervorgeht – auf einer Website mit Impressum und Shop ist er das meist, in einem Beitrag zwischen privaten Inhalten nicht zwangsläufig.
Ja. Das Bundesverfassungsgericht nahm am 24. April 2025 eine Verfassungsbeschwerde gegen die Kennzeichnungspflicht nicht zur Entscheidung an (Az. 1 BvR 1223/22). Es stellte fest, dass die Pflicht legitimen Zielen wie Transparenz und Verbraucherschutz dient und die Meinungsfreiheit nicht verletzt. Die Grundsätze des Bundesgerichtshofs bleiben damit maßgeblich.
Wenn du geschäftlich handeln, ja – und wer regelmäßig Kooperationen abschließt, tut das. Ein fehlendes Impressum ist der häufigste und zugleich am leichtesten vermeidbare Abmahngrund. Die Angaben gehören auf eine eigene, von jeder Seite erreichbare Unterseite.
Über ein Anmeldeformular mit ausdrücklicher Einwilligung und Bestätigungsmail. Prüfe, ob sich dein Versanddienst an den Baukasten anbinden lässt, wo dessen Server stehen und ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO vorliegt. Die Liste ist der Teil deines Publikums, den du behältst.
Wix, wenn du jedes Element frei platzieren wollen und ein eigenes Erscheinungsbild umsetzen. Squarespace, wenn du ein hochwertiges Ergebnis ohne Gestaltungsarbeit wollen – die Vorlagen sind die besten im Vergleich. Bei beiden sollten du vorher prüfen, wie die Seite auf dem Telefon wirkt.
Je nach Anbieter und Laufzeit zwischen rund 3 und 17 Euro monatlich. Bei Wix beginnt es bei 9 Euro, bei Hostinger mit 2,99 Euro netto im Aktionszeitraum und 11,99 Euro danach, bei Webador mit Folgepreisen ab 5,50 Euro. Ein Versanddienst für den Newsletter kommt gegebenenfalls hinzu.
Bei Wix ist eine Shop-Funktion enthalten, bei Squarespace ebenfalls – damit verkaufen du Vorlagen, Kurse oder Merchandise ohne zweiten Dienst. Denke an die Pflichtangaben für den Onlinehandel und an das Widerrufsrecht, bei digitalen Inhalten mit den dort geltenden Besonderheiten.
