Dein Portfolio entscheidet über jeden Auftrag – und ausgerechnet die besten Bilder darfst du oft nicht zeigen. Das ist kein Detail, sondern die zentrale Frage beim Aufbau deiner Seite.
Eine Fotografen-Website hat zwei Aufgaben, die technisch wenig miteinander zu tun haben: Sie muss nach außen überzeugen und nach innen ausliefern. Das Portfolio holt Anfragen, die Kundengalerie bringt fertige Aufnahmen zu den Auftraggebern – geschützt, damit sie nicht öffentlich sind. Wir zeigen, worauf es bei beidem ankommt, vergleichen zehn Anbieter, und erklären am Ende, welche Bilder du überhaupt öffentlich zeigen darfst.
Was eine Fotografen-Website leisten muss
- Bilder groß und verlustfrei zeigen. Das ist der ganze Zweck. Achte darauf, wie stark ein Anbieter komprimiert – bei Landschafts- und Porträtaufnahmen sieht man den Unterschied sofort, und genau daran misst dich ein Kunde.
- Nach Gattungen sortieren. Hochzeit, Porträt, Business, Produkt – wer eine Hochzeitsfotografin sucht, will keine Industrieaufnahmen durchklicken. Eigene Galerien je Bereich sind wichtiger als ein einzelnes großes Portfolio.
- Geschützte Kundengalerien anbieten. Fertige Aufnahmen gehören nicht ins offene Netz. Prüfe vor der Anbieterwahl, ob sich einzelne Seiten mit Passwort schützen lassen. Bei Squarespace geht das tarifunabhängig in den Seiteneinstellungen, bei anderen Anbietern ist es an die Tarifstufe geknüpft oder gar nicht vorgesehen.
- Preise oder zumindest Pakete nennen. Anfragen ohne Budgetvorstellung kosten dich Zeit. Eine Spanne oder drei Pakete filtern vor, ohne dass du dich festlegst.
- Trotz großer Bilder schnell laden. Eine Galerie mit vierzig Aufnahmen bringt schwache Seiten ins Straucheln. Automatische Bildoptimierung ist hier kein Komfort, sondern Voraussetzung.
- Einen einfachen Weg zur Anfrage. Termin, Ort, Anlass, Budget – vier Felder genügen. Je länger das Formular, desto weniger Anfragen bekommst du.
Die besten Website-Baukästen für Fotografen
Sortiert nach Eignung für Fotografen – Bildqualität, Galeriefunktionen und Passwortschutz wiegen hier schwerer als der Preis. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben; sie folgen deshalb nicht der Reihenfolge in diesem Vergleich.
Die Anbieter im direkten Vergleich
Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick. Achte bei allen Anbietern auf den Folgepreis nach dem ersten Jahr – er liegt teils deutlich über dem beworbenen Einstieg.
| Anbieter | Preis pro Monat | Domain | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Squarespace | netto ausgewiesen | 1. Jahr inklusive | Beste Bilddarstellung, Server außerhalb der EU |
| Wix | 9 € (Light) / 17 € (Core) | 1. Jahr inklusive | Freie Galerien, Terminbuchung, Shop |
| WordPress by IONOS | Aktionspreis im 1. Jahr | 1. Jahr inklusive | Galerien und Zugriffsrechte über Erweiterungen |
| IONOS | Aktionspreis im 1. Jahr | 1. Jahr inklusive | Server in Deutschland, Telefon rund um die Uhr |
| Hostinger | 2,99 € netto (48 Mon.) / 11,99 € regulär | 1. Jahr inklusive | Serverstandort in der EU wählbar |
| Jimdo | ab 9 € (Start) | 1. Jahr inklusive | Geführter Aufbau, Anbieter aus Hamburg |
| Webador | 5,50–24 € nach Einstiegsrabatt | je nach Tarif | Sehr schlanker Editor, deutschsprachig |
Die Anbieter im Detail
1. Squarespace – Gemacht für Bilder, die wirken sollen

⭐ 3,9/5
Squarespace: Für Fotografen im DetailWenn dein Portfolio die einzige Bewerbung ist, die ein Kunde je von dir sieht, entscheidet die Darstellung. Squarespace zeigt großformatige Aufnahmen besser als jeder andere Anbieter in dieser Runde: ruhige Typografie, viel Weißraum, Galerien, die dem Bild den Vortritt lassen. Die Vorlagen wirken, als hätte eine Agentur sie gebaut – und das ist bei gestalterischer Arbeit nicht nebensächlich.
Für die Auslieferung an Kunden lassen sich einzelne Seiten mit einem Passwort schützen – laut Anbieter tarifunabhängig, in wenigen Sekunden in den Seiteneinstellungen. Du legst also je Auftrag eine Galerie mit eigenem Passwort an. Zwei Punkte solltest du kennen: Alle Besucher einer Seite nutzen dasselbe Passwort, individuelle Zugänge gibt es nur über die kostenpflichtigen Mitgliederbereiche. Und wenn du eine Sammlung schützt – etwa das Portfolio –, sind alle darin enthaltenen Einträge mitgeschützt (Squarespace zu Seitenpasswörtern). Zwei Punkte zum Abwägen: Die Server stehen außerhalb der EU, was bei Aufnahmen mit erkennbaren Personen die Datenschutzprüfung aufwendiger macht, und die Preise werden netto ausgewiesen. Testen kannst du 14 Tage ohne Kreditkarte.
- Beste Bilddarstellung im Vergleich
- Vorlagen auf Agenturniveau
- Passwortschutz für einzelne Seiten, tarifunabhängig
- 14 Tage testen ohne Zahlungsdaten
- Server außerhalb der EU
- Preise netto ausgewiesen
- Kein dauerhaft kostenloser Tarif
- Weniger frei gestaltbar als Wix
2. Wix – Galerien nach eigenem Kopf, Shootings direkt buchbar

⭐ 4,7/5
Wix: Für Fotografen im DetailWix gibt dir die größte Freiheit beim Aufbau: Jede Gattung bekommt ihre eigene Galerie, und du bestimmst, wie Bilder angeordnet, beschnitten und kombiniert werden. Für Fotografen mit eigener Handschrift ist das der Anbieter, bei dem die Seite tatsächlich aussieht wie die eigene Arbeit und nicht wie eine Vorlage.
Zwei Funktionen sparen im Alltag echte Zeit. Mit Wix Bookings buchen Kunden Shootings selbst, statt Termine per Mail abzustimmen. Und über die Shop-Funktion kannst du Abzüge oder digitale Dateien direkt verkaufen. Light kommt bei jährlicher Zahlung auf 9 Euro pro Monat, Core auf 17 Euro. Beachte, dass sich die Vorlage nach der Veröffentlichung nicht mehr wechseln lässt.
- Galerien frei aufbaubar je Gattung
- Shootings ohne Zusatzdienst buchbar
- Shop-Funktion für Abzüge
- Größte Vorlagenauswahl im Vergleich
- Vorlage nach Veröffentlichung nicht wechselbar
- Serverstandort nicht in Deutschland
- Viele Optionen kosten beim Start Zeit
3. WordPress by IONOS – Wenn viele Kundengalerien zusammenkommen

⭐ 4,6/5
WordPress by IONOS: Für Fotografen im DetailAb etwa zwanzig Aufträgen im Jahr wird die Auslieferung zur eigenen Aufgabe: Galerien anlegen, Zugänge vergeben, Downloads bereitstellen, alte Galerien abräumen. Das lässt sich in WordPress mit passenden Erweiterungen deutlich feiner steuern als in einem Baukasten – bis hin zu Kundenkonten und abgestuften Zugriffsrechten.
WordPress by IONOS liefert die Grundlage mit Rechenzentren in Deutschland und übernommener Wartung. Das ist bei Kundenaufnahmen kein Nebenaspekt, weil auf ihnen Personen erkennbar sind. Der Preis dafür ist Aufwand: Du brauchst einmal jemanden, der Galerie-Erweiterung und Rechte einrichtet. Für ein Portfolio mit fünf Aufträgen im Jahr ist das zu viel.
- Galerien und Zugriffsrechte fein steuerbar
- Rechenzentren in Deutschland
- Updates übernimmt der Anbieter
- Große Auswahl an Galerie-Erweiterungen
- Einrichtung braucht einmal Fachkenntnis
- Für kleine Portfolios überdimensioniert
- Erweiterungen teils kostenpflichtig
4. IONOS – Aufnahmen mit Personen bleiben im Land

⭐ 4,5/5
IONOS: Für Fotografen im DetailAuf deinen Bildern sind Menschen erkennbar, und damit sind es personenbezogene Daten – auch in der geschützten Kundengalerie. Bei IONOS liegen sie in Rechenzentren in Deutschland. Gegenüber Auftraggebern, die nach dem Speicherort fragen, ist das die kürzeste Antwort, und bei Firmenkunden mit eigenen Vorgaben gelegentlich die Bedingung.
Ergänzend gibt es eine deutschsprachige Hotline, die jederzeit besetzt ist. Das erste Jahr ist vergünstigt, anschließend greift der Normalpreis; beide Werte findest du im Bestellvorgang. Für die Darstellung großformatiger Aufnahmen sind Squarespace und Wix die stärkeren Werkzeuge.
- Rechenzentren in Deutschland
- Telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Günstiger Aktionspreis im ersten Jahr
- Bilddarstellung schwächer als bei Squarespace
- Preissprung nach dem ersten Jahr
- Keine eingebaute Terminbuchung
5. Hostinger – Günstig, mit Serverwahl in der EU

⭐ 4,2/5
Hostinger: Für Fotografen im DetailFür ein erstes Portfolio, mit dem du herausfinden willst, ob genug Anfragen kommen, ist Hostinger der günstigste Weg. Der Serverstandort lässt sich innerhalb der EU bestimmen, was bei Personenaufnahmen die Argumentation trägt, und die Domain ist im ersten Jahr enthalten.
Sieh genau hin: Für die 2,99 Euro netto musst du dich 48 Monate binden, sonst werden 11,99 Euro fällig. Prüfe außerdem im gewählten Tarif, ob und wie sich Seiten mit Passwort schützen lassen – für Kundengalerien ist das die entscheidende Funktion. Telefon-Support gibt es nicht.
- Niedrigster Einstiegspreis im Vergleich
- Serverstandort innerhalb der EU wählbar
- Domain im ersten Jahr enthalten
- KI-Werkzeuge beschleunigen den Aufbau
- Aktionspreis nur bei 48 Monaten Vorauszahlung
- Regulärpreis viermal so hoch wie beworben
- Kein Telefon-Support
- Passwortschutz im Tarif zu prüfen
6. Jimdo – Wenn das Portfolio heute stehen soll

⭐ 4,3/5
Jimdo: Für Fotografen im DetailWenn du gerade anfängst und erst einmal überhaupt etwas vorzeigen willst, nimmt dir Jimdo die Gestaltungsentscheidungen ab. Du beantwortest ein paar Fragen, lädst deine besten Aufnahmen hoch und hast in unter einer Stunde eine Seite, die du verschicken kannst.
Jimdo kommt aus Hamburg, der Support antwortet auf Deutsch. Der Play-Tarif bleibt dauerhaft gratis, läuft aber unter einer Subdomain – für eine Bewerbung als Fotograf der falsche Eindruck. Bei mehreren Gattungen mit eigenen Galerien und geschützten Kundenbereichen stößt der schlanke Editor schnell an Grenzen.
- In unter einer Stunde online
- Deutschsprachiger Support, Anbieter aus Hamburg
- Keine Gestaltungsentscheidungen nötig
- Kostenloser Tarif zum Ausprobieren
- Wenig Spielraum für mehrere Galerien
- Bilddarstellung schwächer als bei Squarespace
- Gratis-Tarif nur mit Subdomain
7. Webador – Genug für ein überschaubares Portfolio

⭐ 3,7/5
Webador: Für Fotografen im DetailWenn du eine Gattung zeigst und gelegentlich Aufträge annimmst, reicht Webador. Der Editor funktioniert ohne Einarbeitung, eine Galerie ist in Minuten angelegt, und für Änderungen brauchst du keine Anleitung.
Der Einstieg ist vergünstigt; danach kostet es je nach Stufe und Zahlweise 5,50 bis 24 Euro monatlich. Für mehrere Gattungen mit eigenen Galerien, geschützte Kundenbereiche und großformatige Darstellung fehlen die Möglichkeiten – dann führt der Weg zu Squarespace oder Wix.
- Bedienung ohne Einarbeitung
- Deutschsprachige Oberfläche
- Galerie in Minuten angelegt
- Kostenloser Tarif zum Testen
- Für mehrere Gattungen zu schlicht
- Bilddarstellung eingeschränkt
- Kundengalerien kaum abbildbar
Spezialisierte Anbieter für visuelle Portfolios
Neben den sieben Anbietern oben gibt es drei, die im gestalterischen Umfeld verbreitet sind. Wir nennen sie zur Orientierung.
| Anbieter | Ausrichtung | Passt zu | Zu bedenken |
|---|---|---|---|
| Webflow | Gestaltungsfreiheit auf Designer-Niveau | Fotografen mit Designkompetenz | Steile Lernkurve, hoher Zeitaufwand |
| Readymag | Visuelle Projekte und Editorial-Formate | Bildstrecken mit erzählerischem Aufbau | Auf Gestaltung ausgelegt, nicht auf Auslieferung |
| Tilda | Starke Vorlagen für Langformseiten | Portfolios mit Text und Bild im Wechsel | Weniger verbreitet, Support auf Englisch |
Alle drei lösen dieselbe Aufgabe wie Squarespace, nur mit mehr Freiheit und mehr Aufwand. Für die Auslieferung an Kunden sind sie dagegen nicht gedacht – geschützte Galerien musst du dort zusätzlich lösen.
Welcher Anbieter passt zu dir?
- Dein Portfolio ist deine Bewerbung: Squarespace. Die großformatige Darstellung ist der Unterschied, den ein Kunde sofort sieht.
- Du arbeitest in mehreren Gattungen und willst Shootings buchen lassen: Wix. Eigene Galerie je Bereich, Terminbuchung und Shop für Abzüge inklusive.
- Du lieferst zwanzig Aufträge im Jahr aus: WordPress by IONOS. Nur dort steuerst du Galerien, Zugänge und Downloads wirklich fein.
- Deine Auftraggeber fragen nach dem Speicherort: IONOS oder Hostinger. IONOS hostet in Deutschland, bei Hostinger wählst du innerhalb der EU.
- Du fängst gerade an: Jimdo oder Webador. Beide in unter einer Stunde fertig, beide auf Deutsch – für die ersten Aufträge reicht das.
Welche Bilder du zeigen darfst
Hier liegt die Besonderheit deines Berufs: Du bist Urheber deiner Aufnahmen, und trotzdem darfst du viele davon nicht öffentlich zeigen. Nach § 22 des Kunsturhebergesetzes dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Das Urheberrecht an der Aufnahme und das Recht am Bild der abgebildeten Person sind zwei verschiedene Dinge – und das zweite begrenzt das erste.
- Hol die Einwilligung vorher ein. Eine nachträgliche Genehmigung heilt den ursprünglichen Verstoß in aller Regel nicht. Das gehört in den Auftragsvertrag, nicht in ein Gespräch nach dem Shooting.
- Erkennbarkeit beginnt früher, als du denkst. Es geht nicht nur um das Gesicht – auch Tätowierungen, Frisuren oder andere Merkmale können eine Person erkennbar machen. Die Gerichte entscheiden im Zweifel zugunsten des Persönlichkeitsrechts.
- Denk an die Gäste, nicht nur an die Auftraggeber. Bei einer Hochzeit regelt dein Vertrag die Bilder des Paares. Willst du Aufnahmen mit Gästen ins Portfolio nehmen, brauchst du auch deren Einwilligung – üblich ist ein Hinweis in der Einladung oder ein Aushang am Eingang.
- Die Ausnahmen sind eng. § 23 KUG erlaubt Aufnahmen von Versammlungen und ähnlichen Vorgängen ohne Einwilligung. Fotografierst du aber gezielt eine einzelne Person aus der Menge heraus, greift die Ausnahme nicht mehr.
- Rechne mit dem Widerruf. Fotos von Personen sind zugleich personenbezogene Daten. Die Einwilligung nach dem Kunsturhebergesetz lässt sich nur ausnahmsweise widerrufen, die datenschutzrechtliche nach Artikel 7 Abs. 3 DSGVO dagegen jederzeit frei. Wird sie widerrufen, musst du das Bild von der Seite nehmen.
Praktisch heißt das: Lege dir eine Einwilligung zurecht, die beide Ebenen abdeckt – das Kunsturhebergesetz und den Datenschutz –, und dokumentiere sie so, dass du sie auch drei Jahre später noch findest (Übersicht zum Recht am eigenen Bild). Für die Kundengalerie folgt daraus die zweite Regel: Ausgelieferte Aufnahmen gehören hinter ein Passwort, nicht auf eine offene Seite – auch dann, wenn niemand die Adresse kennt.
So haben wir bewertet
Ausgewertet haben wir die Tarifseiten der Anbieter im September 2026, mit Blick auf Bilddarstellung und Komprimierung, Galeriefunktionen, Passwortschutz für einzelne Seiten, Terminbuchung, Serverstandort sowie Preise mit Laufzeit und Folgepreis. Die Reihenfolge richtet sich nach der Eignung für Fotografen und nicht nach der Gesamtbewertung – deshalb steht Squarespace vor Wix, obwohl Wix insgesamt besser abschneidet. Ob und ab welchem Tarif sich Seiten mit Passwort schützen lassen, ließ sich nicht bei allen Anbietern zuverlässig nachvollziehen; prüfe das vor dem Abschluss. Die rechtlichen Angaben stützen sich auf §§ 22, 23 KUG, § 31 Abs. 5 UrhG und Artikel 7 DSGVO. Sie ersetzen keine Rechtsberatung. Drei weitere Anbieter nennen wir mit ihrer Ausrichtung, ohne Preise. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben.
Fazit
Wenn dein Portfolio die Arbeit machen soll, führt kein Weg an Squarespace vorbei – die Darstellung großformatiger Aufnahmen ist dort deutlich besser als bei allen anderen. Arbeitest du in mehreren Gattungen und willst Shootings direkt buchen lassen, ist Wix die vielseitigere Wahl. Ab etwa zwanzig Aufträgen im Jahr lohnt WordPress by IONOS, weil sich Kundengalerien und Zugänge dort wirklich verwalten lassen. Und wer gerade anfängt, kommt mit Jimdo oder Webador schnell zu etwas Vorzeigbarem.
Die Entscheidung, die du vor der Anbieterwahl treffen solltest, betrifft aber nicht die Technik: Kläre im Auftragsvertrag, welche Bilder du zeigen darfst – und zwar bevor du fotografierst. Ein Portfolio, das du nach einem Widerruf halb leerräumen musst, kostet mehr als jeder Tarif. Und liefere Kundenbilder grundsätzlich hinter einem Passwort aus, nicht über eine unverlinkte Seite.
Häufig gestellte Fragen
Nur mit Einwilligung der abgebildeten Personen. Nach § 22 KUG dürfen Bildnisse nur mit deren Zustimmung verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Dass du der Urheber bist und den Auftrag erfüllt hast, genügt nicht – Urheberrecht und Recht am eigenen Bild sind zwei verschiedene Dinge. Regle die Veröffentlichung im Auftragsvertrag.
Nein. Eine rechtswirksame Einwilligung muss im Voraus erteilt werden; eine nachträgliche Genehmigung heilt den ursprünglichen Verstoß in aller Regel nicht. Nimm die Regelung deshalb in den Auftragsvertrag auf, statt nach dem Shooting danach zu fragen.
Für die Bilder des Paares regelt dein Vertrag die Veröffentlichung. Willst du Aufnahmen mit Gästen ins Portfolio nehmen, brauchst du auch deren Einwilligung. Üblich ist ein Hinweis in der Einladung oder ein gut sichtbarer Aushang am Eingang. Die Ausnahme für Versammlungen greift nur bei der Gesamtdarstellung, nicht bei gezielten Einzelaufnahmen.
Früher, als viele denken. Es geht nicht nur um das Gesicht – auch Tätowierungen, Frisuren oder andere individuelle Merkmale können zur Erkennbarkeit führen. Die Rechtsprechung ist hier streng und entscheidet im Zweifel zugunsten des Persönlichkeitsrechts.
Ja, und hier liegt ein wichtiger Unterschied. Die Einwilligung nach dem Kunsturhebergesetz lässt sich nur ausnahmsweise widerrufen. Die datenschutzrechtliche Einwilligung ist nach Artikel 7 Abs. 3 DSGVO dagegen jederzeit frei widerrufbar. Wird sie widerrufen, musst du das Bild von deiner Seite nehmen.
Du bleibst Urheber. Der Auftraggeber erhält nur Nutzungsrechte im vereinbarten Umfang. Fehlt eine schriftliche Vereinbarung, greift die Zweckübertragungslehre des § 31 Abs. 5 UrhG – dann darf er die Aufnahmen nur für den konkret vereinbarten Zweck nutzen, sie also etwa nicht an Magazine verkaufen.
Über eine passwortgeschützte Galerie, nicht über eine unverlinkte Seite. Auf den Aufnahmen sind Personen erkennbar, das sind personenbezogene Daten. Squarespace erlaubt Passwortschutz für einzelne Seiten tarifunabhängig – pro Auftrag eine Galerie mit eigenem Passwort. Alle Besucher einer Seite nutzen dabei dasselbe Passwort; individuelle Zugänge gibt es nur über die kostenpflichtigen Mitgliederbereiche. Bei anderen Anbietern prüfe die Funktion vor dem Abschluss.
Ab etwa zwanzig Aufträgen im Jahr. Solche Dienste übernehmen Downloads, Bildauswahl und teils den Verkauf von Abzügen – komfortabler als eine geschützte Seite im Baukasten, dafür mit Zusatzkosten. Für den Anfang reicht eine Seite je Auftrag mit Passwort. Prüfe in beiden Fällen den Serverstandort.
Squarespace. Großformatige Galerien, ruhige Typografie und Vorlagen auf Agenturniveau – bei Landschafts- und Porträtaufnahmen sieht man den Unterschied sofort. Wix bietet dafür mehr Freiheit beim Aufbau eigener Galerien je Gattung und bringt eine Terminbuchung mit.
Zumindest eine Spanne oder drei Pakete. Anfragen ohne Budgetvorstellung kosten dich Zeit, und viele Interessenten fragen gar nicht erst, wenn sie keine Orientierung finden. Du legst dich damit nicht fest, filterst aber vor.
Je nach Anbieter und Laufzeit rund 3 bis 17 Euro monatlich. Bei Hostinger sind es 2,99 Euro netto in der Aktion und danach 11,99 Euro, bei Wix 9 Euro, bei Webador ab 5,50 Euro nach dem Einstieg. Für einen spezialisierten Galeriedienst kommen je nach Umfang weitere Kosten hinzu.
Achte darauf, dass der Anbieter Bilder automatisch verkleinert und in modernen Formaten ausliefert. Eine Galerie mit vierzig Aufnahmen bringt schwache Seiten sonst ins Straucheln. Zeige auf der Übersicht kleine Vorschaubilder und lade die große Fassung erst beim Anklicken.
